Deckel G Schriften-Graviermaschine

Deckel G Werkzeugmaschine 1

DECKEL
Universal Schriften-Gravierfräsmaschine

Diese Druckschríft enthält Angaben, die den Stand der Konstruktion zur Zeit des Druckes zeigen. Durch den jeweiligen Entwicklungsstand bedingte Konstruktionsänderungen bleiben vorbehalten.

Einleitung
Die konstruktive Konzeption der Deckel-Universal-Gravierfräsmaschine G 1 L basiert auf der Grundlage eines in der Ebene beweglichen Pantographen, welcher beim Abfahren einer Schablone mit dem Führungsstift die verkleinerte oder gleiche Wiedergabe am Werkstück durch den Fräser ermöglichlicht. Diese Bauart ist in der Einzel-, Reihen- und Massenfertigung der feinmechanischen Industrien und anderer Industriezweige auf großen und vielseitigen Anwendungsgebieten nicht nur als Beschriftungsgraviermaschine, sondern ganz besonders auch als Gravierfräsmaschine für leichte Fräsungen an Feinwerksteilen für eine wirtschaftliche Fertigung unentbehrliche Maschine geworden. Durch ihre serienmäßige Herstellung nach den bekannten Richtlinien der Deutschen Werkzeugmaschinenindustrie und die im Austausch zwischen Erzeugung und Anwendung gewonnenen Konstruktions- und Werkstatterfahrungen wurde ihre Entwicklung in Bezug auf erhöhte Genauigkeit, Leistung, Lebensdauer sowie Einfachheit der Bedienung wesentlich gefördert. Die nunmehr bevorzugte Stellung der Deckel-Gravierfräsmaschinen auf vielen Arbeitsgebieten im In- und Ausland ist ein Zeugnis für die Güte ihrer Arbeit und für ihre vielseitige Verwendbarkeit.

Die Maschine kann auch von angelernten weiblichen Kräften bedient werden, wobei durch Zeitstudien, durch genaue Arbeitsteilung und Anwendung von zweckentsprechenden Vorrichtungen ihre wirtschaftliche Ausnutzung gewährleistet ist. Auch für die Arbeiten der Gravieranstalten ist die vielseitige Deckel-Gravierfräsmaschine dem Graveur, dessen Tätigkeit auf Beschriftung und feinste Haargravuren, auf die Herstellung von Schablonen für Schriftgravuren, Stempeln und dergleichen gerichtet ist, unentbehrlich.

Die G 1 L-Maschine dient in Industrie und Gravieranstalten vorzugsweise für Gravier- und Beschriftungsarbeiten an flachen, gewölbten oder runden Werkstücken, wie sie beispielsweise bei der Fabrikation von Schmuckwaren, Uhren, Spielwaren, Medaillen und ähnlichen Erzeugnissen auftreten.

Darüber hinaus wird sie auch auf Grund des großen Arbeitsbereiches des Pantographen für Gravierfräsarbeiten an großflächigen Platten, Schildern und dergleichen verwendet.

Vorgenannte Bauart kann mit einem längsverschiebbaren Fräsbalken, welcher an Stelle des Pantographenträgers auf den Maschinenständer aufgeschoben wird, auch für das Fräsen von Klischees, Brennstempeln und dergleichen verwendet werden. Für solche Arbeiten wird das Auf- und Abbewegen des Fräsers mit dem Fuß über ein Hebelgestänge betätigt. Außerdem ist zum Antrieb der größeren Frässpindel und des erforderlichen Gebläses zum Freihalten der Fräsfläche von Spänen ein stärkerer Motor vorgesehen. Mit diesem Zubehör kann auch, unter Fortfall des Pantographensystems, eine eigene Bauart mit der Bezeichnung G 1 F als leichte Senkrechtfräsmaschine geliefert werden.

Zusatzeinrichtungen für das Ätzen und Elektrosignieren von Werkstücken sowie zweckentsprechende Teil- und Aufspannvorrichtungen erschießen weitere Anwendungsgebiete und bilden mit die Grundlage für den bemerkenswert hohen Nutzungsgrad der G-Maschinen im Rahmen einer neuzeitlichen Fertigung. Sorgfältig erprobte Verbesserungen in Konstruktion und Werkstoffwahl sichern den Deckel-Maschinen einen beträchtlichen Entwicklungsvorsprung gegenüber Nachbauversuchen. Die in allen Stufen überwachte Herstellung der Deckel-Gravierfräsmaschinen wird von bewährten, in Feinstarbeit geschulten Fachkräften nach den bekannten Richtlinien der Deutschen Werkzeugmaschinenindustrie ausgeführt.

Universal Schritten-Gravierfräsmaschine für Schriften, Linienzüge und leichte Fräsungen
Algemeiner Aufbau 
Der klare und übersichtliche Aufbau zeigt die bei Graviermaschinen übliche Anordnung von Arbeits- und Schablonentisch, bei der die rechte Hand des Bedienenden die Führung des Pantographen übernimmt. Ein Hauptmerkmal der Deckel-Graviermaschinen ist dabei der im Oberteil U-förmig ausgekröpfte Maschinenständer, welcher das Aufspannen und die Bearbeitung von sperrigen und großflächigen Teilen ermöglicht. Der Ständer trägt in einer senkrechten Prismenführung das auf- und abbewegliche Konsol, das zusammen mit dem kreuzbeweglichen Arbeitstisch jede Einstellung des Werkstückes zur Schablone erlaubt. Auf dem Ständer-Oberteil ist der Pantographenträger in einer Nut längsverschiebbar angeordnet, an dessen ausgekröpftem Arm der Pantograph in einem Schwenklager aufgehängt ist. In dem kugelgelagerten Schwenklager ist das Gelenkparallelogramm des Pantographen ein- und feststellbar geführt. Die jeweils gewünschten Übertragungsverhältnisse werden nach den auf den Einstellarmen angebrachten Teilungen eingestellt. Das Fräslager ist in einem am Maschinenständer befestigten Doppeltraggelenk geführt und somit der Pantograph von senkrecht wirkenden Schnittkräften völlig entlastet. Eine Spannfläche am Gelenkträger dient zur Befestigung des Formplattenhalters, der für die Aufnahme von auswechselbaren Formstücken zum Gravierfräsen an gewölbten Werkstücken bestimmt ist.

Auf dem Pantographenträger—und zugleich damit längsverstellbar— ist der um 90° schwenkbare Schablonentisch angeordnet, welcher Schwalbenschwanznuten zum Einschieben der Schriftzeichen und Klemmstücke aufweist. Der Antrieb der Frässpindel erfolgt von dem am Ständerfuß auf schwenkbarer Grundplatte angebrachten Motor mit endlosen Schnurriemen auf ein Vorgelege: vom Vorgelege zur Frässpindel wird der Riemen über schwenkbare Leitrollen geführt, die an einer um die Vorgelegeachse schwingenden Tragstange angebracht sind. Dadurch wird erreicht, dass bei Bewegungen des Pantographen die Antriebsschnur keinerlei Ablenkung aus der Ebene der Riemenscheibe erfährt und das volle Arbeitsfeld der Frässpindel ohne störenden Riemenzug abgefahren werden kann.

Sämtliche Bewegungsspindeln sind mit Teilscheiben für ein genaues Einstellen ausgerüstet und gegen Staub und Verschleiß durch Späne geschützt. Die zusammengefassten Bedienungselemente am Arbeitsplatz ergeben in Verbindung mit der ungehindert freien Sicht auf die Fräsfläche ein ermüdungsfreies, handliches Arbeiten.

Für Fräsarbeiten an Klischees, Brennstempeln und ähnlichen Teilen lässt sich die Schriftengravierfräsmaschine nach Auswechseln des Pantographensystems gegen einen kräftigen Fräskopf mit größerem Fräslager und fußbetätigter Fräserzustellung in eine leichte Senkrechtfräsmaschine Bauart G 1 F verwandeln.

Das maschinelle Gravieren setzt einen in der Ebene arbeitenden Pantographen voraus, der beim Abfahren der Umrisse einer Bezugsfläche oder eines Linienystems (Schablone) die Vorschubbewegung des Führungsstiftes von Hand auf die angetriebene Frässpindel überträgt. Für eine mathematisch genaue Wiedergabe der Schablone in das Werkstück ist dabei die Bedingung einzuhalten, dass Fahr- und Schreibpunkt zusammen mit dem Festpunkt des Pantographen immer auf einer Geraden liegen und die Durchmesser von Führungsstift und Fräser im Verhältnis der an den Gelenkarmen eingestellten Übersetzung übereinstimmen. Ist diese Forderung erfüllt, so stellt die Wiedergabe eine dem Original gleiche oder ähnliche Figur dar, die gegenüber der Schablone um 180 gedreht ist, also auf dem Kopf steht.

Die konstruktive Gestaltung des Pantographen erfüllt alle Forderungen hinsichtlich Feinfühligkeit und starrer Bauart, welche bei den verschiedenartig anfallenden Übertragungsarbeiten, die von feinster Haargravur bis zu leichten Fräsarbeiten reichen, an das Pantographensystem gestellt werden. Die leichte Bauart der Verbindungsarme ergibt zusammen mit den in nachstellbaren Präzisionskugellagern geführten, reibungsfreien Gelenkpunkten eine äußerst feinfühlige Bewegung des Führungsstiftes bei hoher Genauigkeit der Übertragung.

Durch die am Maschinenständer befestigte Gelenkführung des Fräslagers, deren Gelenkpunkte in nachstellbaren Kugellagern in Verbindung mit Rollenlagern geführt sind, ist der Pantograph von senkrecht wirkenden Schnittkräften entlastet und hat nur die waagerechten Schubkräfte beim Fräsen aufzunehmen. Die verhältnismäßig schweren Gelenkarme der Fräslagerführung geben durch ihre stabile Lagerung und direkte Verbindung mit dem Ständer die Gewähr für ein erschütterungsfreies Arbeiten des Fräsers. Die Anordnung des Pantographen oberhalb des Fräslagers, bei der Festpunkt und Schreibpunkt untereinander gebracht werden bzw. zusammenfallen können, bietet darüber hinaus theoretisch die Möglichkeit, kleinste Übertragungsverhältnisse bis 1:1 auszuführen.

Übertragungsverhältnisse und Arbeitsbereich 
Die gebräuchlichsten Übertragungsverhältnisse von 1:1 bis zu den praktisch möglichen Verkleinerungen 1:50 sind an den Pantographenarmen nach genauer, gut lesbaren Teilung direkt einzustellen. Zwischenwerte können aus der Betriebsanleitung entnommen werden. Zum Ausgleich der dabei entstehenden Verlagerung des Fräslagers ist der Pantographenträger auf dem Schablonentisch auf dem Maschinenständer längsverschiebbar eingerichtet. Der Arbeitsbereich richtet sich nach dem eingestellten Übersetzungsverhältnis. Die Tabellen auf Seite 17 für den Arbeitsbereich des G 1 L-Pantographen zeigen das Arbeitsfeld in Rechteck, Kreis und Ellipse eingeteilt.

Fräslager mit nachstellbarer Kugellagerung 
Das nach oben federnde Fräslager ist in einer Bohrung des Doppelgelenkes aufgenommen, deren Achse mit dem Schreibpunkt des Pantographen genau übereinstimmt. Die innerhalb der Fräslagerbüchse angeordnete Feder ermöglicht auf einfache Weise eine bajonettverschlußartige Befestigung des Fräslagers in der Bohrung, die bei der Wartung ein bequemes Herausnehmen und Wiedereinsetzen gestattet.

Infolge der Verschiedenheit der zu bearbeitenden Werkstoffe und der unterschiedlichen Durchmesser der Einschneidefräser, die ungefähr das Dreifache der für mehrschneidige Fräser üblichen Schnittgeschwindigkeit erfordern, muß ein ausreichender Drehzahlbereich mit besonders hohen Drehzahlen zur Verfügung stehen, um die erforderlichen Schnittgeschwindigkeiten der Fräser den jeweiligen Verhältnissen anpassen zu können. Hohe Drehzahlen können nur mit Wälzlagern betriebssicher erreicht werden. Bei der gewählten Kugellagerung nach Abb. 5 ist die Frässpindel zur Aufnahme axialer und radialer Beanspruchung in zwei Schulter-Kugellagern nachstellbar gelagert und in ihrem verstärkten unteren Teil mit einer kegeligen Bohrung versehen, in welche Spannzangen zur Aufnahme der kegeligen und zylindrischen Einschneidefräser eingesetzt werden.

Diese Lageranordnung, die sich durch hohe Laufgenauigkeit und lange Lebensdauer auszeichnet, ist das Ergebnis langjähriger Versuche mit Lagerkonstruktionen verschiedenster Art. Erst ihre Endlösung in der vorliegenden Konstruktion ermöglichte die hohe Formgenauigkeit und Oberflächengüte der zu bearbeitenden Werkstücke.

Tiefeneinstellung 
Über dem Fräslager befindet sich die kombinierte Grob- und Feinzustellung, mit der beim absatzweisen Fräsen von Schriften und unterbrochenen Linienzügen der Fräser rasch angehoben und wieder gesenkt werden kann. Sie ist mit einem Zustellhebel ausgerüstet, welcher beim Niederdrücken über eine Keilfläche die Frässpindel sinnfällig abwärts bewegt (Grobzustellung) und durch Linksdrehen über ein Schraubgetriebe die Fräserspitze auf die gewünschte Tiefe in das zu fräsende Werkstück einführt (Feinzustellung). Die Frästiefe kann dabei mit einem Anschlag, der als ein- und feststellbarer Ring ausgebildet ist, nach Tiefeneinstellskala mit 1/10 mm Teilung, die darüber hinaus auch Zwischenwerte mit 1/50 mm Genauigkeit einzustellen ermöglicht, begrenzt werden.

Frasspindel-Antrieb mіt weіtеm Drehzahlbereich 
Das in der Ebene bewegliche Fräslager erfordert einen Antrieb, der in seiner Bewegungsmöglichkeit dem Arbeitsbereich des Fräslagers entspricht und die Feinfühligkeit des Pantographen nicht beeinträchtigt. Die Gestaltung des Antriebes ist daher so gewählt, dass ein Riemenzug auf die Frässpindel vermieden wird und die Gelenkpunkte der Pantographenarme von Reibung möglichst frei bleiben.

Der nach diesen Gesichtspunkten durchgebildete Antrieb der Gravierfräsmaschinen überträgt die Motorleistung von 0.25 kW durch endlos geflochtene Schnüre, die Erschütterungen der Fräslagerspindel durch Riemenverbindungen ausschließen, über Stufenscheiben des Vorgeleges und Leitrollen auf die Schnurscheibe der Fräslagerspindel. Damit bei den Bewegungen des Frässpindellagers keine Spannungsänderungen in der Antriebsschnur auftreten, ist der Leitrollenträger zwischen Spitzen schwenkbar am Ende der Tragstange gelagert, die schwingend um die Achse der Vorgelegescheibe angeordnet ist. Eine am Fräslager angelenkte, nachstellbare Verbindungsstange zum Leitrollenträger führt die Leitrollen immer in Richtung der zur Fräslagerspindel laufenden Schnur, wobei die Schnur die Achse des Verbindungsgelenkes am Leitrollenträger schneidet. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass die Achsabstände Fräslager-Gelenkachse des Leitrollenträger-Vorgeleges beim Bestreichen des Arbeitsbereiches stets gleich bleiben. Ein Gegengewicht an der Tragstange sorgt in jeder Lage für deren Gewichtsausgleich am Fräslager. Die Kraftübertragung erfolgt selbst bei höchster Drehzahl vibrationsfrei und gewährleistet dadurch neben einem sauberen Schnitt eine hohe Oberflächengüte an den zu bearbeitenden Gravier- oder Frästeilen. Die zweckmäßige Anordnung des Antriebes gestattet eine ungehinderte freie Sicht auf Schablone und Werkstück.

Normalzubehör Rundgгaviervoгrichtung 
Die Rundgraviervorrichtung nach Abb. 11 bis 13 ist ein Hilfsmittel zur Beschriftung von zylindrischen, kegeligen und ballig geformten Rundteilen, ebenso auch von Teilen mit erhöht oder vertieft gewölbten Flächen. Ihre Wirkungsweise besteht darin, dass das nach oben federnde Stichellager mit seiner Gegenspitze gegen ein entsprechend ausgebildetes Formstück drückt und dadurch bei einer Bewegung des Stichellagers zwangsläufig senkrecht zur gewölbten Gravierebene bewegt wird. Das Formstück ist an einem mit dem Maschinenständer verschiebbar verbundenen Haltearm befestigt. Die Wölbung des Formstückes richtet sich unter Berücksichtigung des Halbmessers der Gegenspitze am Stichellager nach der gegebenen Wölbung des Werkstückes und muss genau parallel zu dieser ausgerichtet sein. Die Vorrichtung wird zweckmäßig nur für einen begrenzten Teil der Wölbung angewendet, weil die Stichelspitze mit zunehmender Entfernung von der Mittelachse der Wölbung eine gewisse Verschneidung der Gravur an den Flanken hervorruft. Bei Verwendung eines Teilkopfes ist es jedoch durch absatzweises Gravieren möglich, Gravuren auf dem ganzen Umfang eines Drehteiles anzubringen. Für zylindrische oder kegelige Rundteile ohne absatzweises Gravieren wird jedoch vorwiegend die umstehend beschriebene Walzengravierfräsvorrichtung benutzt. In Verbindung damit ist auch eine Übertragung auf gewölbte Teile an zylindrischen oder kegeligen Manteloberflächen ohne besondere Schwierigkeiten möglich.

Sonderzubehör: Walzengravierfräsvorrichtungen 
Diese Vorrichtungen ermöglichen das Gravieren von Linienzügen oder Schriften auf Zylindern, Walzen und Kegeln über den ganzen Umfang hinweg, ohne Umspannen des Werkstückes, wobei als Vorlage Flachschablonen Verwendung finden können. Ein Kreuzschlitten ist durch einen am Frässpindellager drehbar angebrachten Mitnehmerarm mit dem Pantographen derart verbunden, dass die Fräserspitze stets zur Walzenachse gerichtet steht. Der Kreuzschlitten trägt seitlich auf der Werkstückachse ein Zahnrad, das sich bei Querbewegung des Frässpindellagers an einer Zahnstange abwälzt und damit dem Werkstück die erforderliche Drehung erteilt. Die Zahnstange lässt sich nach Belieben ober- und unterhalb des Zahnrades befestigen, wodurch jeweils eine Umkehrung der Gravur erreicht wird. Durch Einsetzen kleinerer oder größerer Zahnräder lässt sich außerdem eine Dehnung oder Zusammendrängung der Gravur erzielen. Für das Gravieren von kegeligen Werkstücken ist eine besondere Ausführungsform, die Universal-Walzengravierfräsvorrichtung 6021 lieferbar, bei welcher durch Schwenken der Werkstückachse die Mantellinie des Kegels in die Fräsebene gebracht werden kann.

Sonderzubehör 
Elektro-Signiereinrichtung
Das Beschriften oder Bezeichnen von metallischen Werkstücken von hohem Härtegrad, insbesondere von gehärteten Teilen, kann außer im Ätzverfahren auch durch Lichtbogen-Gravur mit Hilfe der Elektro-Signiereinrichtung erfolgen. Zu diesem Zweck wird an Stelle des Fräslagers ein Schreibkopf eingesetzt und wie beim normalen Gravieren über den Pantographen nach Schablone geführt. Die Breite der Signierspur kann dabei von Haarstrichstärke bis etwa 1 mm stufenlos durch Regelung der Stromstärke eingestellt werden. Die Elektro-Signiereinrichtung arbeitet nur mit Wechselstrom. 
Bestell-Nr. einschließlich Fußdruckschalter und Zubehör: 4042000000 
Ersatz-Elektroden 2,5 mm Ø aus Wolfram: Best.-Nr. (für Satz = 10) 4071000630

Gelenkleuchte 
Bestell-Nr. für G 1 U/L: 4050000000: für Kaltlicht (einschl. 2 Leuchtstoffröhren)
Bestell-Nr. für G 1 F: 6050000000 (einschl. 2 Glühbirnen)

Hilfsaufspanntisch 
Dieser Tisch dient zur evt1. Vergröβerung der Arbeitstisch-Aufspannfläche besonders bei Bauart G 1 F.
Aufspannfläche 450x600 mm; Gewicht ca. 37 kg:
Bestell-Nr. (einschl. Spindelverlängerung): 6010000000

Rundtisch 
Für indirekte und direkte Teilungen mit einer Teilgenauigkeit von ± 90 Bogensekunden. Bei indirekter Teilung nach Tabelle sind 3 Lochscheiben mit den Lochkreisen 27,31, 34, 41, 43-33. 38, 39, 42, 46- 36, 37, 40, 58 verfügbar: die Übersetzung des Schneckentriebes im Rundtísch beträgt dabei 1: 90. Für die direkte Teilung dient eine 24rastige Teilscheibe. Außerdem kann über eіne 360 -Rundteilung mit verstellbarem Nonius (Ablesegenauigkeit 1') eingestellt werden. Jede Einstellung ist durch Spannhebel feststellbar.
Durchmesser der Aufspann-Drehplatte: 380 mm
Bauhöhe: 110 mm
Breite der Aufspann-Nuten : 12 mm
Gewicht: ca. 55 kg
Bestell-Nr. 6017 000000

Rundtisch 
Mit einfacher Nullstrich-Einstellung nach 360 -Teilung. Einstellung durch Knebel feststellbar.
Durchmesser der Aufspann-Drehplatte: 230 mm
Bauhöhe: 60 mm
Breite der Aufspann-Nuten: 12 mm
Gewicht: ca. 9,5 kg
Bestell-Nr. 6016 000000

Teilkopf 
mit Außen- und lnnenbacken.
Das Spannfutter des Teilkopfes kann im Bereich von 0 bis 90° geschwenkt, sowie nach Skala um 360° gedreht und an beliebiger Stelle arretiert werden. Die Teilgenauigkeit beträgt ± 2,5'. Die Drehung des Spannfutters erfolgt mittels eingerückter Schnecke nach Feinstellskala oder von Hand bei ausgerückter Schnecke.
Max. Spanndurchmesser
bei waagrechter Spannachse: 95 mm
bei senkrechter Spannachse: 100 mm
Max. Durchgang des Spannfutters: 25 mm
Gewicht: ca. 8,5 kg

Sonderzubehör 
Maschinenschraubstock
Mit glatten Spannbacken; Oberteil nach 360º-Teilung verstellbar. Backenbreite 110 mm; Spannweite 80 mm; Höhe ohne/mit Drehplatte 90/115 mm; Gewicht ca. 21 kg. Bestell-Nr. 6012 000012

Maschinenschraubstock  
Mit Einschnitten an den Spannbacken; Oberteil nach 360º Teilung verstellbar. Backenbreite 85 mm; Spannweite 55 mm; Höhe ohne/mit Drehplatte 65/85 mm; Gewicht ca. 7 kg. Bestell-Nr. 6013 000000

Wechselschablone 
Zum Gravieren fortlaufender Nummern oder wechselnder Bezeichnungen. Die Vorrichtung hat sieben gegenseitig verschiebbare Zahlenleisten, deren Lage in der gewünschten Anordnung mit Arretierstiften gesichert ist. Je nach Erfordernis können beliebige Zahlenreihen zusammengestellt werden. Maße 115x200 mm; Gewicht ca. 1,8 kg. Bestell-Nr. 4017 000000

Universal-Schablonenhalter 
Für einfache und schnell veränderliche Einstellung der verschiedenen Schriftzeichen auf eine konstante Abtastposition. Für die Aufnahme der Aufsteckschriftzeichen sind auf der Drehplatte Stiftbohrungen und Schlitze angebracht. Zur Arretierung dient eine Verzahnung am Umfang der Drehplatte mit Feststellhebel. Durchmesser der Drehplatte 200 mm; Gewicht ca. 1.7 kg. Bestell-Nr. 4012 000000

Typenrad-Gravierbock 
Zum Gravieren von Paginier-rädern, Datumswalzen und dergleichen. Der Gussbock mit Pinolenspannung trägt eine Teilscheibe mit 10 Rasten sowie den Aufspanndorn für das zu gravierende Teil. Die Teilscheibe wird mit Schnapphebel arretiert. (Weitere Teilscheiben und Spannzangen auf Wunsch.) Max. Aufspannbreite 50 mm; Gewicht ca. 4 kg. Bestell-Nr. (einschließlich Schablonenhalter und Spannzange 12 mm): 4014000000. Zu diesem Schablonenhalter kann, wie die Abb. zeigt, ein Zahlenstreifen in erhabener Spiegelschrift DIN 1451 geliefert werden (Sonderausführungen auf Wunsch).

Schriftschablonenleisten 
Zum Einschieben großer Schriftzeichen mit 40 mm Schrifthöhe. Die Leisten werden mit Klemmpratzen auf dem Schablonentisch befestigt. In zwei Längen lieferbar: 
a) 500 mm lang; Gewicht ca. 1 kg. Bestell-Nr. 4015000101 
b) 800 mm lang; Gewicht ca. 1,5 kg. Bestell-Nr. 4015000102

Spannklemmen 
Für seitliche Klemmung von Schriftzeichen auf dem Schablonentisch bzw. in den einzeiligen Schablonenleisten. 
a) für Schablonentisch (Schriftzeichen mit 20 mm Schrifthöhe) Bestell-Nr. 4047010010 (Satz 2 Stck.) 
b) für Schablonenleisten nach Abb. 28 (Schriftzeichen mit 40 mm Schrifthöhe). Bestell-Nr. 4047010012 (Satz 2 Stck.)

Klemmpratze 
Zum Aufspannen der Schriftschablonenleisten nach Abb. 27 oder von Festschablonen auf dem Schablonentisch. Spannhöhe bis 10 mm; Bestell-Nr. 4047010011 (Satz 2 Stck.)

Federnde Spannpratze 
Zum Aufspannen von dünnen großflächigen Werkstücken auf dem Arbeitstisch. Spannhöhe bis 12 mm; Bestell-Nr. 6047010217 (Satz 2 Stck.)

Spannpratze 
Zum Aufspannen kleiner Werkstücke auf dem Arbeitstisch. Spannhöhe bis 10 mm; Bestell-Nr. 6047010213 (Satz 2 Stck.)

Spannpratzen 
Für Arbeitstisch. Spannhöhen: 15-20, 15-30, 20-40, 35-60, 55-80, 80-105, 115-140 mm. Bestell-Nr. für kompletten Doppelsatz (14 Stck.): 6047010001

Stufenpratzen 
Für Arbeitstisch. Hauptvorteile: keine losen Teile, daher sofort verwendungsbereit; Fortfall von Unterlagen: mühelose und schnelle Anpassung an die Werkstückhöhe. Spannhöhen: 0-45, 15-45, 30-75, 60-135, 120-195, 180-255 mm. Bestell-Nr für kompletten Doppelsatz (12 Stck.): 6048010012

Auswechselbare Schriftzeichen 
Für das Gravieren von Beschriftungen auf Werkstücken sind in der Regel als Vorlage Schriftzeichen in Verwendung, die in der jeweils gewünschten Zusammenstellung in die Nuten des Schablonentisches eingeschoben werden können.

Schriftzeichenwerkstoff 
Die Schriftzeichen sind aus einem verschleißfesten Werkstoff gefertigt, der bei üblicher Beanspruchung die Abnutzung an Kanten und im Schriftgrund durch den Führungsstift in zulässigen Grenzen hält und damit eine hohe Lebensdauer der Schriftzeichen bei gleichbleibender Genauigkeit gewährleistet. Für besonders hohe Anforderungen können die Schriftzeichen in Stahl und auch einsatzgehärtet geliefert werden.

Schriftzeichnenformen 
Die Ausführungsform der normalen Einschiebezeichen mit 20 mm Schrifthöhe geht aus Abb. 34 hervor: auf Anforderung können auch Schriftzeichen für Schriftgröße 40 mm geliefert werden, die in einer Schablonenleiste aufzunehmen sind. Die ebenfalls gezeigten Aufsteckzeichen sind für die Verwendung mit dem Universal-Schablonenhalter vorgesehen. Alle Schriftzeichenformen werden in verschiedenen Schriftcharakteren geliefert.

Normschrift DIN 1451 
In den meisten Fällen, insbesondere bei den üblichen Beschriftungen von Werkteilen in der Massenfertigung, wird die Blockschrift nach DIN 1451 angewendet. Sie wird in 6 verschiedenen Buchstabenbreiten geliefert mit der Bezeichnung: Schmal, Eng, Engmittel, Mittel, Mittelbreit, Breit. Zu bemerken ist, dass DIN 1451 nur Eng-, Mittel- und Breitschrift enthält. Die Zwischenschriften sind an DIN 1451 angelehnt und werden bei Platzmangel angewendet.

Lese- und Spiegelschrift, erhaben, vertieft 
Der überwiegende Teil der zur Verfügung stehenden Schriftcharaktere kann in 4 Ausführungsarten geliefert werden: Die vertiefte Leseschrift wird angewendet für Beschriftungen aller Art, wie Namensschilder, Eigentumsbezeichnungen und dergleichen, die beim Gravieren, Ätzen oder Elektrosignieren unmittelbar lesbar sein sollen.

und Festschablonen 
Die vertiefte Spiegelschrift ist vorgesehen für Gravuren, bei denen im Abdruck die Beschriftung in erhabener Leseschrift erscheinen soll, wie z. B. bei Prägeplatten für Briefköpfe, Etiketten oder Matrizen für Bleiplomben, Maschinenschildern, Siegelmarkenstempeln, Preßformen und ähnlichen Arbeiten. Die erhabene Leseschrift ist in Gebrauch bei der Herstellung von erhabener Gravur auf Namenschildern, Prägestempeln, Blechmarken und dergleichen. Die erhabene Spiegelschrift dient für Gravuren, bei denen der Abdruck in vertiefter Leseschrift erscheinen soll, z. B. für Schlagstempel, Brennstempel, Prägeformen, Prägeräder u.s.f.

Schriftzeichensätze 
Die Schriftzeichen werden sowohl einzeln wie auch im ganzen Satz geliefert. Der normale Satz enthält bis zu 88 Zeichen, die übersichtlich in einem Kasten angeordnet sind. Jedes Zeichen ist nur einmal vertreten. Der erweiterte Satz umfasst 206 Zeichen. Die einzelnen Buchstaben sind je nach häufigem Vorkommen mehrmals ausgeführt. Sonderschriftzeichensätze sind in großer Auswahl erhältlich. Über unser reichhaltiges Schriftzeichensortiment informiert Sie ausführlich unsere Druckschrift Nr. 1103.

Skelettzeichen für erhabene Schriftgravuren 
Diese Schriftzeichensart ermöglicht jede beliebige Schriftanordnung, sei es nun kreisförmig, wie in Abb. 37 gezeigt, oder oval bzw. geradlinig. Sie ist in gleicher Weise für Lesewie für Spiegelschrift anwendbar. Die skelettartig ausgeschnittenen Zeichen werden in der gewünschten Lage und Zusammenstellung auf einer Holz- oder Metallgrundplatte angebracht.

Festschablonen 
Für das Gravieren eines häufig wiederkehrenden Textes, wie Markenbezeichnungen, Fabriknamen, Schutzmarken sowie von bildlichen Darstellungen und Schriftzügen, die nicht aus den vorhandenen Einzelzeichen zusammengestellt werden können (Faksimiles), werden zweckmäßig Festschablonen verwendet. Diese Schablonen können aus leicht bearbeitbarem Werkstoff, wie Messing, Aluminium, Zink, Zelluloid, Kunststoff, hergestellt werden. Bei der Wahl des Schablonenmaterials ist die Härte des zu bearbeitenden Werkstückes, die Zahl der herzustellenden Gravuren und auch die Flächenausdehnung der Fräsung zu berücksichtigen.

In der Massenfabrikation, die größte Mengen gleicher Gravuren notwendig macht, sind Festschablonen aus Stahl in Gebrauch, welche bei besonders hoher Beanspruchung auch einsatzgehärtet werden. Auch bei sich wiederholenden, kräftigeren Fräsarbeiten in sehr hartem Werkstoff werden Stahl- schablonen angewendet; der bei Bearbeitung von zähem Werkstoff wesentlich höhere Anpressdruck des Führungsstiftes auf die Schablone würde bei Schablonen aus Weichmetall eine zu rasche Abnutzung zur Folge haben. Bei Bedarf an Festschablonen werden anhand von eingesandten Zeichnungen und Werkstoffangaben genaue Vorschläge unterbreitet.

Technische Daten G 1 L 
Antrieb
Kraftbedarf: 0,25 kW
Drehzahl des Motors: 2750 U/min

Arbeitstisch
Aufspannfläche: 500x200 mm
Gröβte Entfernung von Frässpindel
bis Aufspannfläche: 300 mm
Querbewegung des Tisches: 160 mm
Längsbewegung des Tísches: 300 mm

Schablonentisch
Aufspannfläche: 550x324 mm
Gröβte Entfernung von Pantographenarm bis Aufspannfläche: 20 mm

Fräslager
Gröβte Bohrung der Spannzange: 6 mm
Verstellbarkeit der Spindel senkrecht
fein: 1 mm
grob: 3 mm
Spindeldrehzahlen: 1600-20000 U/min

Pantograph
Übertragungsverhältnis:
gгößtes 1:1
kleinstes 1:50

Abmessungen und Gewichte
Platzbedarf der Maschine: 1235x1075x1240 mm
Nettogewicht der Maschine mit Normalzubehör: 250 kg
Gewicht der Verpackung: ca. 125 kg

Normalzubehör

  • 1 Rundgraviervorrichtung mit vorgedrehtem Formstück
  • 1 Pantographen-Feststeller
  • 1 Anschlagleiste
  • 2 Spannpratzen 2 Klemmpratzen
  • 6 Spannklemmen
  • 1 Schablonenstift
  • je 1 Spannzange 4 und 6 mm
  • 1 Satz Schlüssel
  • 1 Hochdruck-Schmierpresse
  • 1 Betriebsanleitung

Entsprechend den verschiedenartigen Kundenwünschen in bezug auf Motorspannung und dergleichen ist der Antriebsmotor nicht in der Normalausstattung inbegriffen. (Dies gilt auch für G 1 F.) Wir verweisen auf unser Angebot.

Zum Abdecken der Maschinen bei Nichtbenutzung ist eine Plastik-Schutzhülle lieferbar.
Bestell-Nr. 6580 0001 

Vielseitige Anwendung der G-Machinen in lndustrie und Handwerk
Prägestempel für Leder, aus Stahl gefertigt (natürliche Größe). Das Firmenzeichen »ERP« ist 4 mm tief und mit senkrechten Flanken graviert. Der Stempel wurde erst mit etwas breiterem Fräser vorgearbeitet. Der für den Fertigschnitt verwendete Fräser mit Schneidbreite ca. 0,8 mm soll nur in etwa 1/2 mm tiefen Stufen arbeiten und jeweils nur für einige Stufen vorgeschliffen werden. Arbeitszeit: 2,5 Stunden.

Uhrdeckel mit sehr feinen geritzten Bezeichnungen. Die Gravuren wurden mit dem federnden Ätzstichel bei stehender Frässpindel in den vorher aufgetragenen Ätzgrund eingeritzt und dann in den Stahl eingeätzt. Die Spitze des Ätzstichels wird für diese Zwecke leicht gerundet und poliert, die Feder etwas verstärkt. Beim Ritzen entsteht ein leichter Grat, der beim nachträglichen Polieren leicht zu entfernen ist. Die Ätzung erscheint dann als haarfeine Linie. Arbeitszeit für die gesamten Bezeichnungen: 3 Minuten.

Besteckgriff mit ca. 1/10 mm tiefen Gravuren versehen. Wenn Bestecke oder ähnliche Gegenstände in halbfertigem Zustand zu gravieren sind, können diese Arbeiten mit dem rotierenden Frässtichel ausgeführt werden. Die Graviertiefe ist bei einiger Übung leicht mit dem Tiefenverstellhebel zu regulieren. Fertig polierte Bestecke lassen sich am besten mit dem Ätzstichel ritzen. Für hartes Material ist eine entsprechend kräftigere Feder zu verwenden. Die geritzten Gravuren enthalten Hochglanz. Gravierzeit: 1/2 bis 2 Minuten pro Muster.

Waffelform aus Stahl, (1/2 natürliche Größe), nach einfach vertieft geschnittener Zinkschablone graviert. Führungsstift und Frässtichel sind bei solchen Arbeiten zylindrisch gehalten. Arbeitszeit: 10 Minuten.

Siegel mit Guillochierung (natürliche Größe), Werkstoff Messing. Die Guillochierung wird mit einem exzentrisch verstellbaren Fräser ausgeführt. Als Schablone dienen auf einer Zinkplatte in der Form der Guilloche - in diesem Fall oval - angeordnete Körnerpunkte. Gravierzeit: ca. 30 Minuten.

Holzbuchstabe für Plakatdruck (1/2 natürliche Größe). Die Flanken des Buchstabens sind senkrecht geschnitten, so dass er nach Abnutzung immer wieder nachgeschliffen werden kann, ohne seine Form zu verändern. Arbeitszeit: 15 Minuten

Typenrad (natürliche Größe), Werkstoff: Stahl oder Messing. Das Rad wird auf dem Typenrad-Gravierbock befestigt, dessen Aufspanndorn mit Teilscheibe und schnapphebel rasch von Zeichen zu Zeichen gedreht werden kann. Arbeitszeit: In Stahl 25 Min., in Messing 12 Minuten.

Spritzschablonen aus 1,2 mm Messingblech gefräst (1/2 natürliche Größe). Bei Durchbrüchen dieser Art oder ganz auszuschneidenden Zeichen und Figuren wird das Blech vorteilhaft mittels Klebwachs auf einer Zinkgrundplatte befestigt. Arbeitszeiten: Pelikan 5 Minuten; Pöge 2 Minuten; 18 Ledermuster 10 Minuten; Tefag 6 Minuten.

Prägeform (1/2 natürliche Größe), in Stahl. Gesamtfläche ist 3 mm tief eingefräst. Nach Eingravieren von Schrift und Umrahmung wurde die Schraffierung des Grundes bei festgestelltem Pantographen durch Verkurbeln des Arbeitstisches ausgeführt. Arbeitszeit: 2 Stunden.

Prägeplatte (ca. 1/3 natürliche Größe), aus Stahl oder Messing mit festgestelltem Pantographen nach Anriss gefräst. Arbeitszeit: In Stahl 3 Stunden, in Messing 1 Stunde.

Stahlstempel für Skalenscheibenform (2/3 natürliche Größe). Die Skala wurde mit Hilfe einer die drei verschiedenen Strichlängen enthaltenden Schablone und dem Teilkopf hergestellt, an dem 180º seiner Teilung durch Abbiegen einer Behelfsskala (Überkleben eines Papierstreifens) in 100 Teile geteilt wurden. Arbeitszeit: 1,5 Stunden für Skala und Zahlen, 2 Stunden für Riffelung.

Stahlmatrize mit Abdruck (natürliche Größe), vertieft graviert. Die gewölbte Mittelfläche wurde mit Hilfe der Rundgraviervorrichtung gefräst. Arbeitszeit: 45 Minuten.

Stempeleinsatz für Preßform (natürliche Größe), in Stahl, mit Hilfe der Rundgraviervorrichtung gefräst, nach Flachschablone im Verhältnis 1 :10 übertragen. Arbeitszeit: 3,5 Minuten.

Zigarettenstempel, Stahl (5/4 natürliche Größe), auf zylindrischem Körper mit Hilfe der Rundgraviervorrichtung nach einer Flachschablone gefräst. Arbeitszeit: 5 Stunden

Silberbecher (1/2 natürliche Größe), mit Hilfe der Universal-Walzengraviervorrichtung nach Flachschablone gefräst. Arbeitszeit: 25 Minuten.

Zieh-Matrize (natürliche Größe), in Stahl, nach Blechschablone in 20-facher Vergrößerung gefertigt. Rückseitig  gefräst. Arbeitszeit: 3,5 Stunden.

Objektiv-Tubus (etwa natürliche Größe), Leichtmetall, mit Hilfe der Universal-Walzengraviervorrichtung nach Flachschablone gefertigt. Die Innengravur könnte auch ohne Walzengraviervorrichtung mit schräggestelltem Teilkopf und Universal-Schablonenhalter ausgeführt werden oder mit Hilfe der Rundgraviervorrichtung nach flachen Spezialschablonen. Arbeitszeit Innengravur 2 Minuten, Außengravur 1 Minute.

Spritzform für Kunststoff-Kontaktnippel aus härtbarem Stahl. Der fertige Nippel ist in natürlicher Größe abgebildet. Der Einsatz mit der Vierfachform wurde nach Spezialmodellen sowie der Verlauf der Einspritzkanäle mit Hilfe eines Formstückes gefräst.

Universal Gravierfräsmaschine G1F
Die als leichte Senkrechtfräsmaschine zu verwendende Bauart G 1 F hat mit den vorausbeschriebenen Pantographen-Gravierfräsmaschinen den Ständerunterteil mit Arbeitstisch und Antriebssystem gemeinsam. An Stelle des Pantographenträgers ist in diesem Fall der um 220 mm längsverschiebbare Fräskopf mit Werkzeugaufnahme bis 8 mm Durchmesser in die Nut eingeschoben. Die Fräserzustellung im Bereich von 15 mm wird mit Fußhebel über ein Gestänge mit Zahnstangentrieb in bequemer Weise ausgeführt. Ein Gebläse mit einer am Fräsbalken in beliebiger Stellung zu klemmenden Schlauchdüse hält die Fräsfläche frei von Spänen. Für den Antrieb der größeren Frässpindel und des Gebläses ist ein Motor von 0,32 kW vorgesehen. Der weite Arbeitsbereich der G 1 F-Maschine ermöglicht das Fräsen von großflächigen Arbeitsstücken, wie sie in graphischen Kunstanstalten bei der Bearbeitung von Klischees, oder auch in Gravieranstalten beim Fräsen größerer Transparentschilder oder Platten auftreten. Durch die mögliche größere Spanabnahme lässt sich auch das Fräsen von stark erhöhten bzw. vertieften Brennstempeln oder Prägeplatten nach Anriss ausführen.

Die Bauart G 1 F kann auch aus einer bereits gelieferten Pantographen-Gravierfräsmaschine G 1 L hergestellt werden. Hierbei wird der als Sonderzubehör lieferbare Fräskopf mit Fußbetätigung, Gebläse und Motor nach Abnahme des Pantographensystems an der Maschine mit den üblichen werkstatteigenen Mitteln angebracht. Ein nachträglicher Anbau des Pantographensystems an eine bereits gelieferte Bauart G 1 F kann jedoch nur im Herstellerwerk vorgenommen werden.

DECKEL Werkzeugmaschinen
UNIVERSAL SCHRIFTEN-GRAVIERFRÄSMASCHINEN G
UNIVERSAL GRAVIER- UND KOPIERFRÄSMASCHINEN GK
UNIVERSAL KOPIERFRÄSMASCHINEN KF1, KF12, KF2
UNIVERSAL KOPIERFRÄSMASCHINEN MIT SERVOSTEUERUNG KF2S, KF3S
UNIVERSAL WERKZEUGFRÄS- UND BOHRMASCHINEN FP1, FP2, FP3
UNIVERSAL FRÄS- UND BOHRMASCHINE FP4
UNIVERSAL FRJλS- UND BOHRMASCHINEN MIT ORTSFESTEM TISCH FP3L, FP3LV, FP3LG
UNIVERSAL FRÄS- UND BOHRWERK MIT ORTSFESTEM TISCH FP4L
NC-FRÄS- UND BOHRMASCHINEN MIT TASTENPROGRAMMIERTER STRECKENSTEUERUNG E2, E3
NC-FRÄS- UND BOHRMASCHINEN MIT ORTSFESTEM TISCH UND TASTENPROGRAMMIERTER STRECKENSTEUERUNG E3L, E3LV
NC-FRÄS- UND BOHRMASCHINE MIT BAHNSTEUERUNG C3
NC-FRÄS- UND BOHRMASCHINEN MIT ORTSFESTEM TISCH UND BAHNSTEUERUNG C3L, C3LV
OPTISCHE KOORDINATENMASCHINEN ZUM BOHREN UND SCHLEIFEN LKB, LKS
UNIVERSAL WERKZEUGSCHLEIFMASCHINE S1
EINSCHNEIDEFRÄSER-SCHLEIFMASCHINEN SO,SOE

BERATUNG - UNTERWEISUNG - VORFUHRUNG
In eigener Vorführwerkstätte unterweisen auf Wunsch Deckel-Spezialisten, in vielseitiger Praxis erprobt, Ihre Mitarbeiter in sachgemäßer Behandlung der Maschinen und Werkzeuge und in voller Ausnutzung ihrer vielfachen Anwendungsmöglichkeiten. Für die Erörterung besonders gelagerter Fertigungsprobleme stehen langjährig erfahrene Spezialingenieure zu Ihrer Verfügung. Senden Sie Zeichnungen oder andere Unterlagen ein. Die Kundendienstabteilung wird Ihnen gerne an Hand von Probearbeiten unter Angabe der Arbeitszeiten und anderer wichtiger Einzelheiten die besondere Eignung unserer Maschinen für Ihre Zwecke unter Beweis stellen.

NUTZEN SIE DEN DECKEL-KUNDENDIENST

Die Originalbroschüren stehen zum Verkauf. Eine Vorschau wird angezeigt. Der Preis der Broschüre ist auf Anfrage erhältlich.