Fasti 108 Rundbiegemaschine

Fasti 108 schwere rundbiegemaschine 1

Urheberrecht
Für diese Bedienungsanleitung behalten wir uns alle Rechte vor. Ohne unsere vorherige Zustimmung darf diese Bedienungsanleitung weder vervielfältigt, noch Dritten zugänglich gemacht werden, und sie darf durch den Empfänger oder Dritte auch nicht in anderer Weise missbräuchlich verwertet werden. Zuwiderhandlungen verpflichten zu Schadenersatz und können strafrechtliche Folgen haben.
FASTI - Werk C.A. Fastenrath

Nachbestellungen 
Dazu sind uns stets die auf dem Typenschild der Maschine bzw. in der Bedienungsanleitung Blatt aufgeführten Daten, wie: Type; Größe; Nr.; Baujahr; Kom.-Nr. anzugeben. Soweit Teile in der Bedienungsanleitung benannt sind, bitten wir diese Bezeichnungen zu verwenden.

Der Transport der Rundmaschine erfolgt nur und ausschließlich durch Hebemittel mit Hanfseilen. Der Transport darf keinesfalls mit einem Gabelstapler erfolgen. Vor dem Transport werden zwei Keile links und rechts zwischen die Ober- und Hinterwalze geschoben. Das Seil wird um alle drei Rollen geschlungen. Für die Verwendung der Seile die Richtlinien 18.01 der Berufsgenossenschaft beachten. Über die Seilzugkräfte gibt DIN 15020, neueste Ausgabe, Auskunft.

Aufstellung
Die Füße der Maschine müssen auf ebenem Boden stehen. Eine noch auf Bohlen stehende Maschine darf nicht in Betrieb genommen werden. Ist kein Betonfußboden vorhanden, muss ein Fundament angefertigt werden. Die Maschine wird folgendermaßen ausgerichtet: Man prüft mit einer Präzisionswasserwaage, die auf die gefrästen Flächen A+ A1 beider Seitenschilder quer zu den Rollen angelegt wird, ob die Maschine verkantet steht. Der Fuß, zu dem die Luftblase ausschlägt, ist mit einem Brecheisen unter den äußersten Kanten der Anker anzuheben, bis sich die Luftblase zwischen den Mittelstrichen der Libelle einspielt. Diese Stellung fixiert man durch Unterlegen von Keilen. Das Ausrichten, längs zur Maschine, wird durch Auflegen der Wasserwaage auf die Oberwalze entsprechend durchgeführt. Steht die Maschine in Lage, werden die Fuß-Ankerschrauben angezogen. Die Maschine ist betriebsbereit. Ist die Maschine verdrehungsfrei aufgestellt, lässt sich das Ausschwenklager leicht öffnen und die Hinterwalze gleitet beim Abwärtsstellen leicht in ihren Führungen.

Wartung
Durch regelmäßige Wartung und Pflege ist eine immer betriebsfähige Maschine vorhanden. Hierzu gehört auch die wöchentliche Reinigung und die Überprüfung aller Schraubenverbindungen. Rechtzeitiges Auswechseln schadhafter Teile verlängert die Lebensdauer der gesamten Maschine.

Schmieranweisung 
Die Maschine wird nach dem Schmierplan abgeschmiert. Der Getriebemotor hat eine für einen längeren Zeitraum ausreichende Fettfüllung. Beim Wechsel der Füllung ist die Vorschrift des Herstellers zu beachten. Die Schmierstellen am linken Seitenschild befinden sich unter der Schutzhaube hinter einer Klappe. Zum Abschmieren ist der Vorreiber der Klappe mit einem Schlüssel zu drehen. Dann kann man die Klappe entfernen. Die Klappe darf nur beim ausgeschalteten Antrieb geöffnet werden.

Bitte beachten! Die Maschine ist vor Inbetriebnahme von dem auf dem Transport anhaftenden Schmutz zu säubern und der Rostschutz ist zu entfernen. Außerdem müssen sämtliche Gleitflächen und beweglichen Teile frei von Staub sein. Dann sind sämtliche Schmierstellen nach Schmierplan abzuschmieren.

Installation
Die Stromzuführungsleitung ist mit den dafür vorgesehenen Klemmen der Klemmleiste zu verbinden. Die Absicherung hat bauseitig zu erfolgen. Alle Arbeiten sind durch einen Elektriker fachgerecht nach den VDE-Bestimmungen bzw. im Ausland nach den dort geltenden Bestimmungen durchzuführen. Die auf dem Leistungsschild angegebene Spannung muss mit der im Betrieb vorhandenen Spannung übereinstimmen.

Damit die Maschine nicht aufgrund falscher Polung am Hauptanschluss bei falscher Hinterwellenzustellung zu Bruch geht, überzeugt man sich vorher versuchsweise, ob jeweils die Hubbewegung genau in der beabsichtigten Richtung erfolgt. Die Drucktaster befinden sich auf dem rechten Seitenschild. Aus der Tasterbeschriftung ergibt sich die Laufrichtung der Hinterwalze bei Motorbetrieb. Beim Abwärtslauf ist der untere Endschalter und beim Aufwärtslauf der obere Endschalter abzuschalten. Um jederzeit Ihrerseits diese Kontrolle vollständig durchführen zu können, verlässt die Maschine unser Werk in der Einstellung, in welcher die Hinterwalze gerade auf halber Hubhöhe gefahren ist.

Aufbau
Der Antrieb der Maschine erfolgt durch einen Getriebebremsmotor  über ein Zahnradgetriebe auf die Oberwalze. Diese wiederum treibt über den Unterwalzenantrieb die Unterwalze an. Bei dem angebauten Dreiwalzenantrieb, als Zusatzausführung, wird auch die Hinterwalze angetrieben. Der Vor- und Rücklauf von Ober- und Unterwalze wird durch einen Fußtrittschalter geschaltet. Die Unterwalzenverstellung erfolgt mit einem Handrad über ein Getriebe. Die Unterwalzenverstellung erfolgt im Normalfall mit einem Handrad über ein Getriebe. Als Zusatzausführung wird an Stelle der Handradzustellung eine Verstellung mit Motor geliefert. Eine Druckkontaktleiste am vorderen Anker angebracht, dient als Not-Aus-Schaltung. Die Schmierung erfolgt nach dem Schmierplan.

Ausschwenken der Oberwalze
Die Oberwalze ist zum Abziehen gerundeter Rohre nach vorne aus schwenkbar. Zunächst wird die Spannmutter gelöst und die Augenschraube nach vorne herausgeklappt. Durch das Verspannen von Ober- und Hinterwalze kann es bei eingespanntem Blech möglich sein, dass das Aufklappen schwer geht. Dann löst man die Spannung durch Abwärtsdrehen der Unterwalze mit Handrad. Dabei merkt man sich die Anzahl der Umdrehungen, um beim erneuten Hochstellen die gleiche Walzensituation zu erhalten. Das Ausschwenklager wird mit dem Griffhebel nach oben bis zum Anschlag geschwenkt. Danach wird der Deckel der Schutzhaube hochgehoben und die Oberwalze am sichtbar gewordenen Griffende nach vorne herausgeschwenkt. Man kann das Herausschwenken erleichtern, indem man die beiden Walzen durch Betätigung des Fußtippschalters drehen. Hierbei ist jedoch äußerste Vorsicht geboten. Es ist darauf zu achten, dass die Hände nicht in den Zahnradbereich gelangen. Nach dem Abziehen des gerundeten Rohres verfährt man in umgekehrter Reihenfolge. Es ist darauf zu achten, dass die Spannmutter an der hochgeklappten Augenschraubenur leicht von Hand angezogen wird. Damit ist eine sichere Verriegelung des Lagersystems gewährleistet.

Walzeneinstellung
Unterwalzenverstellung
Die Unterwalze  kann mit einem Handrad über einem Kegeltrieb senkrecht verstellt werden. Dabei wirkt die Kegelradwelle auf einer Schnecke, die wiederum über ein Schneckenrad  und Spindel das Unterwellenlager  die Unterwalze hebt und senkt. Bei Lieferung sind Unter- und Oberwalze parallel eingestellt. Eine Schrägstellung, wie sie z.B. beim Konischrunden vorkommen kann, ist vorgesehen. Um die Verstellung vornehmen zu können, rastet man die Kupplung auf der Kegelradwelle aus. Durch Drehung des Handrades wird die Unterwalze einseitig abgesenkt. Für die Parallelstellung wird die Unterwalze bei gelöster Kupplung gegen die Oberwalze gefahren. Die Parallelität beider Walzen kontrolliert man mit einer Fühlerlehre, die man links und rechts jeweils im gleichen Abstand von den Seitenschildern, zwischen die Walzen steckt.

Hinterwalzenverstellung 
Die Hinterwalze kann mit einem Handrad und Zustellwelle mit Schnecke über Schneckenrad und Spindel bzw. Schraubenrad bzw. Schraubenrad in der Stellung zur Unter- und Oberwalze eingestellt werden kann. Dabei hebt oder senkt die Spindel das Hinterwellenlager. Die jeweilige Verstellung kann an einer Merkskala abgelesen werden. Als Zusatzausführung kann der Antrieb der Hinterwalzenverstellung durch Motor über ein Zahnradgetriebe erfolgen. Das Einschalten des Motors erfolgt über einen Drucktaster, der sich auf dem rechten Seitenschild befindet. Das Ausschalten des Antriebes in höchster und tiefster Stellung erfolgt durch Endlagenschalter. Wenn die motorische Verstellung beendet werden soll, so ist auf dem Taster die Haltetaste zu drücken. Bei Lieferung sind Ober- und Hinterwalze parallel eingestellt. Eine Möglichkeit zum Schrägstellen der Hinterwalze, wie sie beim Konischrunden notwendig wird, ist vorgesehen. Um die Schrägstellung vornehmen zu können, rastet man die Kupplung aus. Sie befindet sich unter der Schutzhaube hinter der Stecktür, die durch Drehen des Vorreibers mit einem mitgelieferten Schlüssel geöffnet wird. Vorsicht bei laufender Kupplung! Durch Drehen des Handrades wird die Unterwelle einseitig abgesenkt. Beim Motorantrieb durch Drucktaster. Nach beendeter Arbeit wird die Hinterwalze nach den beiden Merkskalen grob hochgefahren. Wenn beide Skalenwerte übereinstimmen ist eine grobe Parallelität erreicht. Die genaue Parallelität prüft man mit einer Fühlerlehre oder mit zwei gleichen Prüfleisten.

Sicherheitshinweis 
Die Führungsbahnen der Hinterwalzenlager sind nach unten mit einer Blechkulisse abgedeckt. Diese Kulisse darf nicht entfernt werden. An den Führungsbahnen sind oberhalb der Hinterwalze Handabweiser aus Weichgummi angebracht, die verhindern sollen, dass Quetschverletzungen eintreten. Es ist sorgfältig darauf zu achten, dass diese Abweiser nicht beschädigt werden und ggf. durch neue ersetzt werden.

Unfallverhütung
Es ist darauf zu achten, dass keine Schutzvorrichtungen entfernt oder unwirksam gemacht werden dürfen. Die Reißleine an beiden Ankern wurde zu Ihrem Schutz angebracht. Sie dient als Not-Aus-Schalter. Sie besteht aus dem Reißleinenschalter, der am Seitenschild befestigt ist. An dem Reißleinenschalter ist eine Reißleine angebracht. Dieser Reißleinenschalter schaltet im Not-Aus-Betrieb die Maschine aus. Dabei ist es möglich, die Hinterwalze durch Tastenbetätigung zu bewegen. Die Not-Aus-Schaltung wird nur wieder aufgehoben, wenn eine Taste auf dem Schutzkasten betätigt wird. Zu Ihrer eigenen Sicherheit ist es notwendig, sich von der einwandfreien Funktion aller Sicherheitseinrichtungen bei Schichtbeginn zu überzeugen.

Der Seilzugschalter ES 61 Z-2 ist ein Sicherheits-Seilzugschalter. Die Schaltfunktion erfolgt bei Seilzug und bei Seilriss. Beim Einbau müssen durch Seilvorspannung beide Kontakt­paare geschlossen sein. Beim Seilzug öffnet Kontaktpaar 3-4 und Kontaktpaar 1-2 bleibt geschlossen. Beim Seilriss öffnet Kontaktpaar 1-2 und Kontaktpaar 3-4 bleibt geschlossen (entsprechend nicht vorgespanntem Zugseil).

Auf der asymmetrischen Dreí-Walzenrundbiegemaschine werden Rohre in zwei Arbeitsschritten hergestellt:

  1. Anrunden
  2. Fertigrunden

Anrunden
Das zu rundende Blech wird auf die nach unten gefahrene Hinterwalze gelegt. Um einen geraden Rohrschuss zu erhalten, muss man darauf achten, dass die Blechkante parallel zur Ober- und Unterwalze liegt. Dabei ist die Entfernung zwischen Ober- und Unterwalze um ca. 0,2-0,3 mm geringer als die Blechdicke. Das Blech wird zunächst ein kleines Stück zwischen Ober- und Unterwalze eingezogen. Zu diesem Zweck betätigt man den Fußtrittschalter, der sich an einem langen flexiblen Kabel befindet. Dabei achtet man auf die auf der Sicherheitskappe angebrachten Symbole. Die Einführungslänge darf nur so groß sein, dass das Blech zwischen den Walzen gespannt ist. Danach fährt man die Hinterwalze hoch. Die Verstellung erfolgt entweder durch das Handrad oder bei Maschinen mit Hinterwalzenantrieb durch Motor mit dem Taster. Die Stellung der Hinterwalze zur Unterwalze richtet sich nach dem zu erzielenden Durchmesser, sowie nach der Blechdicke und basiert auf Erfahrungswerten. Wenn die Hinterwalze hochgefahren ist, wird das Blech um ein weiteres Stück eingezogen. Der Einführungslängenwert ist größer als die Entfernung von der Unterwalze zur Hinterwalze. Das angerundete Blech wird motorisch durch Fußtrittschalter-Betätigung aus der Maschine gefahren. Hierbei ist auf die Symbole auf der Sicherheitskappe zu achten. Die Bleche sollten je nach Gewicht an einem Kran mit einer Blechhaltezange gehalten werden.

Fertigrunden
Zum Fertigrunden wird das Blech mit der angerundeten Seite an der Ober- und Unterwalze angeschlagen. Dabei ist auf einen rechtwinkligen Einlauf zu achten. Durch Fußtrittschalter-Betätigung läuft das Blech gegen die hochgestellte Hinterwalze. Die Hinterwalze wird nach einem Erfahrungswert eingestellt. Sie steht beim Fertigrunden höher als beim Anrunden. Wenn das Rohr gerundet ist, wird es aus der Maschine genommen. Bei dünnen Blechen ist das Abziehen des Rohrschusses über die geschlossene Oberwalze möglich. In den meisten Fällen jedoch wird die Oberwalze ausgeschwenkt. Das Herausnehmen des Rohres sollte besonders bei größeren Gewichten stets mit dem Kran erfolgen.

Zum Bremsen an der kleineren Durchmesserseite bedient man sich eines Holzbalkens, den man zwischen Blech und Seitenschild einklemmt. Es kann auch ein Stahlstück von der Walze am Seitenschild angeschraubt werden, gegen das die Blechkante anlaufen und mit dem das Einlaufen gebremst werden kann.

Zur Schrägstellung der Hinterwalze ist zu bemerken, dass bei Maschinen mit kurzer Nutzlänge die Hinterwalze schräger angestellt werden muss als bei Rundmaschinen mit größerer Arbeitsbreite. Der Winkel der Schrägstellung der Hinterwalze ist nicht identisch mit dem Neigungswinkel der Trichter. Es ist möglich, viel steilere Trichter herzustellen, als die Hinterwalze schräg angestellt werden kann. Die günstige Schrägstellung wird durch einige Probearbeiten ermittelt und die Merkwerte an Skalen abgelesen und festgehalten.

Der enge Durchmesser wird selbstverständlich von den Walzendurchmessern bestimmt. Zur Ermittlung des engen und kleinsten Durchmessers gilt die Faustregel: etwa 1,5 x Walzenstärke (für gewöhnliches Hisenlech) und 1,9 x Walzenstärke (für V 2 A - Material).

Die Herstellung eines schlanken Trichters bedingt ein weniger schwierigeres Arbeiten als die Fertigung eines stumpfen Kegels. Bei der Herstellung von sehr stumpfen Kegeln muss der sehr umfangreiche Zuschnitt genügend Bewegungsfreiheit zwischen den Ständern haben und darf nicht eingeklemmt werden.

Wenn die Arbeitslänge der Maschine nicht länger ist als die Achse eines stumpfen Trichters, ist es ratsam, den Kegel in zwei oder mehreren Teilen herzustellen.

1. Betriebsanleitung
Aufbau: Die Motorenbremsen sind ruhestrombetätigte Einscheiben-Federkraftbremsen mit zwei Reibbelagflächen. Sie sind typische Sicherheitsbremsen, die Ihr Bremsmoment bei abgeschalteter Spannung, also auch bei Netzausfall, durch Federspannung übertragen. Gelüftet wird elektromagnetisch. Die Bremse wird am B-Lagerschild des Motors befestigt.

Das Bremsmoment, durch eine Zentralverstellung einstellbar, kan in einem bestimmten Bereich verstellt werden. 

Durch Anbringen einer Handlüftung kann die Bremse mechanisch gelüftet werden. Durch Zug am Handlüfthebel in Pfeilrichtung wird die Ankerscheibe gegen das Magnetteil gezogen, es entsteht ein Luftspalt zwischen Rotor und Ankerscheibe. Der Rotor lässt sich leicht drehen. Die Bremse ist gelüftet.

2. Wartung
Die Federkraftbremsen sind bezüglich der Wartung äußerst anspruchslos. Sollte nach extrem starker Belastung oder sehr langer Laufzeit die Reibfläche so abgearbeitet sein, dass ein sicheres Lüften nicht mehr gewährleistet ist, muss die Bremse nachgestellt werden. Dazu geht man wie folgt vor:

  • a) Staubschutzring 12 abnehmen (sofern vorhanden)
  • b) Bremsenbeläge entfernen (Pfeilzeichen)
  • c) Vorhandenen Luftspalt zwischen Magnetgehäuse 4a und Ankerscheibe 5 feststellen
  • d) Lockern der Befestigungsschrauben 9
  • e) Pro Abstandsscheibensatz 11 entsprechend der Differenz zwischen gemessenem und idealem Luftspalt "a" (lt. Tabelle) gleiche Anzahl Abstandsscheiben entnehmen. (Normalerweise genügt die Entnahme einer Scheibe pro Satz)
  • f) Befestigungsschrauben festziehen. Dabei ist darauf zu achten, dass sich die Abstandsscheiben nicht in den Gewindegängen der Befestigungsschrauben verklemmen.
  • g) Luftspalt "a" auf Maß und Gleichmäßigkeit kontrollieren
  • h) Staubschutzring anbringen (wenn vorhanden)


BETRIEBSANLEITUNG A208
für Stirnrad- und Schnecken-Getriebemotoren, Elektromotoren
Nehmen Sie bitte zum Montieren lhres Antriebs-Elementes nicht den Hammer, sondern verwenden Sie die im Wellenende vorgesehene Gewindebohrung zum Aufziehen!

Stirnrad-Getriebemotoren
Vor Inbetriebnahme anhängende Entlüftungsschraube gegen die an der höchstgelegenen Stelle (O) befindliche Verschlussschraube austauschen. Bei den Getrieben Z 90 und Z 112 ist keine Entlüftung erforderlich.

Betriebsanleitung A 208 für Drehstrommotoren, Einphasen-Wechselstrommotoren, Stirnrad- und Schnecken-Getriebemotoren
Wareneingang
Die Sendung ist sofort nach dem Eintreffen auf Transportschäden zu untersuchen. Falls erforderlich muss im Beisein des Beförderers eine Schadensanzeige angefertigt werden, da sonst eine kosten lose Schadensbehebung nicht möglich ist.

Lagerung 
Muss das Gerät gelagert werden, so sollte der Lagerplatz frei von Schwingungen (Erschütterungen) sein, da sonst die Wälzlager beschädigt werden können. Es ist auch darauf zu achten, dass das Gerät in trockenen Räumen, in denen keine starken Temperatur-Schwankungen auftreten, gelagert wird. Größere Motoren haben eine Lagerverriegelung als Transportsicherung, die vor der Inbetriebnahme zu lösen ist.

Aufstellung 
Motor (bzw. Getriebemotor) ist entsprechend gestempelter Schutzart nach DIN 40050 und vorgesehener Bauform nach DIN 42950 einzusetzen. Für ungehinderten Kühlluftzutritt muss gesorgt sein. Um unzulässige Erwärmung der Motoren zu vermeiden, darf die Raumtemperatur, wenn vom Hersteller nicht anders angegeben, + 40°C nicht überschreiten. Entsprechende Angaben auf dem Datenschild sind zu beachten. Sind Motoren mit Kondenswasserlöchern versehen, muss der Anbau so erfolgen, dass diese an der tiefsten Stelle liegen. Das Aufsetzen von Riemenscheiben und Kupplungen darf nur mittels einer Aufziehvorrichtung erfolgen. Hierzu wird das im Wellenstumpf befindliche Gewinde benutzt. Das Auftreiben von Anschlussteilen auf die Welle mittels Hammerschlägen führt zu Lager- und Gehäusschäden. 

Bei Montage auf Spannschienen müssen die Stellschrauben jeweils dem Riemenzug entgegenwirken. Die Riemenspannung sollte nur so groß gewählt werden, dass der Riemen gerade noch durchzieht. Wegen Überlastungsgefahr der Lager wird empfohlen, die zu verwendende Riemenscheibe der Zuordnung nach DIN 111 und DIN 2211 zu entnehmen. Kleinere Riemenscheiben-ø sind zu vermeiden. Motorwelle (bzw. Getriebe-Abtriebswelle) und Antriebswelle der Arbeitsmaschine sind genau auszurichten. Bei direkter Kraftübertragung vom Getriebemotor zur angetriebenen Maschine ist es empfehlenswert, eine elastische Kupplung oder bei Blockierungsgefahr eine Sicherheitskupplung zu verwenden.

Anschluss 
Vor Anschluss der Motoren ist die vorhandene Betriebsspannung mit der Spannungsangabe auf dem Leistungsschild des Motors zu vergleichen und auf die Schaltung der Motoren zu achten. Drehrichtungsänderung durch Vertauschen von 2 Zuleitungen. Die Spannungsangabe 220/380 Volt auf dem Leistungsschild bedeutet, dass der Motor bei 220 Volt in Dreieckschaltung und bei 380 Volt in Sternschaltung betrieben werden muss. Hierbei kann der Motor bei 220 Volt sowohl direkt wie auch durch Sterndreieckschalter eingeschaltet werden, bei 380 Volt jedoch nur unmittelbar. Die Spannungsangabe 380 Volt Dreieck bedeutet dagegen, dass der Motor nur bei 380 Volt verwendet und dabei unmittelbar oder durch Sterndreiecksschalter ein- geschaltet werden kann. Motoren, bei denen Sterndreieck-Anlauf nicht in Frage kommt, werden z.T. mit Klemmleiste ausgeführt, und zwar für Schaltung z.B. 380 VY. Eine Umschaltung auf 220 V Δ erfolgt durch Auflösen des Sternpunktes. Drehrichtungsänderung durch Vertauschen von 2 Zuleitungsadern. Bei Einphasen-Wechselstrom-Motoren mit Betriebskondensator und Klemmleiste. Polumschaltbare Motoren und Motoren mit Sonderwicklung sowie Motoren mit ein- oder angebauten Bremsen haben im Klemmenkasten ein spezielles Anschluss-Schaltbild. Für den Anschluss von Motoren mit eingebautem thermischen Wicklungsschutz sind im Anschlusskasten zwei zusätzliche Klemmen vorgesehen. Der Schutzleiter muss mit der Schutzleiterklemme im Klemmkasten entsprechend den Vorschriften VDE 0100 verbunden werden. Motoren mit aufgebautem Schalter sind immer fertig verdrahtet, so dass nur die äußeren Zuleitungen und der Schutzleiter angeschlossen werden müssen.

Inbetriebsetzung
Kurzschlussläufermotoren werden entweder unmittelbar oder durch Sterndreiecksschalter in Betrieb genommen. Bevor die Motoren endgültig eingesetzt werden, sind sie probeweise ohne Belastung einzuschalten.

Erwärmung
Die Isolation der Motoren entspricht der Klasse B oder F oder H nach VDE 0530 Teil 11/11.72. Dem entsprechend darf die zulässige Temperaturzunahme der Ständerwicklung 80 K bzw. 100 K bzw. 125 K

Schmierung der Wälzlager 
Die Wälzlager der Motoren sind betriebsfertig gefettet. Zur Nachschmierung der offenen Motorlager werden je nach Einsatzbedingungen folgende Fettsorten oder gleichwertige Fette anderer Fabrikate empfohlen. Schwer oder nicht wasserlösliche Fette müssen Korrosionsschutz-Wirkstoffe enthalten. Sollten andere Schmiermittel verwendet werden, muss erst geprüft werden, ob sich beide Schmierstoffe vertragen (Rückfrage beim Schmierstoffhersteller). Im Zweifelsfall muss vorher der vor verwendete Schmierstoff restlos entfernt werden. Die Schmierung der Getriebe-Lager erfolgt durch das Ölbad.

Schmierung der Getriebe 
Getriebemotoren werden je nach den angegebenen Einsatzbedingungen mit den entsprechenden Schmiermitteln im betriebsfertigen Zustand ausgeliefert. Bei Getrieben mit erforderlicher Gehäuseentlüftung wird die notwendige Entlüftungsschraube lose mitgeliefert. Sie ist bei Inbetriebnahme des Getriebes gegen die entsprechende Verschlussschraube auszutauschen.

Ölfüllungen
Bei der Ölfüllung werden hochlegierte, alterungsbeständige und nicht schäumende Sonderraffinate mit höchstem Druckaufnahmevermögen (FZG-Test DIN 51354 = Kraftstufe größer 12) eingesetzt. Die Öle dürfen untereinander nicht vermischt werden. Stehen die nachfolgend aufgeführten Öle nicht zur Verfügung, so können auch andere gleichwertige Öle eingesetzt werden.

Wartung der Motoren
Bei Motoren der Schutzart IP44 sollte die Gehäuseoberfläche sowie das Abdeckgitter an der Lüfterhaube stets sauber gehalten werden, damit die Motorkühlung durch Staub- und Schmutzablagerungen nicht gefährdet wird. Auch bei der Reinigung der Motoren ist deren Schutzart zu berücksichtigen (Gefahr des Eindringens von Reinigungsflüssigkeit in Lager und Wicklung). Feucht gewordene Motoren sind vor ihrer Inbetriebnahme zu trocknen und von einem Fachmann auf ihren Isolationswert zu prüfen. Die Lager der Motoren bis Baugröße 225 haben in der Normalausführung Dauerschmierung. Die Gebrauchsdauer der Fettfüllung erreicht erfahrungsgemäß unter normalen Betriebsverhältnissen die Lebenserwartung der Lager. Da Wälzlagerfette im Laufe der Zeit eine gewisse Alterung erfahren, sollte auch bei geringen Laufzeiten spätestens nach 5 Jahren ein Fettwechsel durchgeführt werden. Bei ungünstigen Betriebsverhältnissen, wie z. B. erhöhte Raumtemperatur, stark wechselnde Last, Vibrationen und Erschütterungen (auch bei Stillstand), empfiehlt es sich, die Lager in kürzeren Zeiträumen zu überprüfen. Auffällige Lagergeräusche und erhöhte Temperatur an den Lagerstellen lassen auf Lagerschäden schließen. In diesen Fällen wird ein baldiger Austausch der betroffenen Lager empfohlen.

Wartung der Dichtungen
Beim Wechsel von Radial-Dichtringen sind die Dichtlippen einzufetten. Im Raum zwischen Lager und Dichtring ist im Bereich der Dichtlippe ein ausreichend großes Fettpolster vorzusehen. Der Einbau muss rechtwinklig zur Welle ohne Beschädigung der Dichtlippe erfolgen. Dasselbe gilt sinngemäß auch für trocken laufende Axialdichtungen. Spaltdichtungen in Lagerschilden und Lagerdeckeln sowie eventuell vorhandene Fettrillen in Spaltdichtungen sind vor der Montage mit Wälzlagerfett zu versehen.

Wartung der Stirnrad-Getriebe
Dichtringe, Wälzlager und Öl haben eine zeitlich begrenzte Lebensdauer. Wir empfehlen folgende Wartung: Bei durchschnittlichen Belastungs- und Temperaturverhältnissen sollte der Schmierstoff nach etwa 10.000 Betriebsstunden gewechselt werden. Da er jedoch auch bei Stillstand des Getriebes altert und eventuell verfestigt, sollte ein Schmierstoffwechsel unabhängig von der tatsächlichen Betriebszeit spätestens nach 3 Jahren durchgeführt werden.

Wartung der Schneckengetriebe
Dichtringe, Wälzlager und Öl haben begrenzte Lebensdauer. Wir empfehlen folgende Wartung: Bei durchschnittlichen Belastungs- und Temperaturverhältnissen sollte der Schmierstoff nach etwa 5.000 Betriebsstunden gewechselt werden. Da er jedoch auch bei Stillstand des Getriebes altert und eventuell verfestigt, sollte ein Schmierstoffwechsel unabhängig von der tatsächlichen Betriebszeit spätestens nach 2 Jahren durchgeführt werden. Angesichts der außergewöhnlichen Vielzahl von Bauformen und möglichen Einbaulagen bei Schneckengetrieben kann hier keine Tabelle der Ölmengen beigegeben werden. Als Richtwert wird empfohlen, die (in warmem Zustand) abgelassene Ölmenge festzustellen und die Neufüllung mit dieser Menge zu bemessen. Im Zweifelsfall bitten wir um Anfrage.

Mängelhaftung
Werden während der Garantiezeit von fremder Hand an den Motoren Eingriffe oder Reparaturarbeiten ohne unsere vorherige Genehmigung vorgenommen, so erlischt unsere Mängelhaftung. Bei allen Rückfragen oder Ersatzteilbestellungen ist die Maschinennummer anzugeben! Enthält das Leistungsschild eine Seriennummer (die nur über die elektrische Auslegung eine Aussage macht), so sind die im Motorkörper eingeschlagenen Daten mit anzugeben. Alle in dieser Betriebsanleitung aufgeführten Daten sind unverbindlich!

Die Originalbroschüren stehen zum Verkauf. Eine Vorschau wird angezeigt. Der Preis der Broschüre ist auf Anfrage erhältlich.