Heidenhain TNC Steuerung
TNC Heidenhain steuerung
TNC: Werkstatt-orientierte Bahnsteuerungen.
TNC-Steuerungen von HEIDENHAIN gibt es seit über 10 Jahren. Von Anfang an waren sie werkstatt-orientiert, d. h. für die
Programmierung im Klartext-Dialog durch den Facharbeiter an der Maschine konzipiert. Trotzdem ist bei den meisten TNC's
zugleich auch die Programmierung streng nach DIN 66025 bzw. 1S0 6983 möglich und zwar sowohl über die Datenschnittstelle als auch über die Tastatur. TNC-Bahnsteuerungen sind „aufwärts-kompatibel" - Programme „älterer" TNC's laufen auch auf den Neuen. Beim Wechsel auf eine „höhere" TNC braucht der Bediener nicht umzulernen, sondern sich lediglich mit den Erweiterungen vertraut zu machen. Der Erfolg des TNC-Konzepts spiegelt sich in über 60.000 verkauften TNC-Steuerungen wider. In Europa hergestellte NC-Fräsmaschinen wurden - und werden überwiegend mit TNC-steurungen.
Wollen Sie in der Werkstatt programmieren —
direkt an der Steuerung ?
4 TNC
Dann ist die TNC die Richtige für Sie und lhre Maschine. Denn die TNC ist eine werkstatt-orientierte Steuerung und hilft lhnen aktiv bei der Arbeit: mit Klartext-Fragen und -Anweisungen. Mit Begriffen, die ein Facharbeiter unmittelbar versteht, wie ,Vorschub-Tiefenzustellung'" oder „Sicherheitsabstand".
Den Dialog mit der TNC eröffnen Sie peг Tastendruck. Die klare Kennzeichnung
und Symbolik der Tasten macht das Programmieren einfach. G-Codes für die,Weg"-Bedingungen nach der DIN/1S0-
„Datenträgeŕ'-Norm gibt es nicht. Mit dem TNC-Klartext-Konzept kann sich der Facharbeiter darauf konzentrieren,
sein Fachwissen optimal einzusetzen. Wird aber die Programmierung nach DIN/1S0 gewünscht, dann ist die TNC
ebenfalls die richtige Steuerung: Sie stellen die TNC einfach auf die Norm-Programmierung um. Ist das Programm vollständig eingegeben, können Sie das Ergebnis begutachten: Die TNC simuliert die Werkstück-Bearbeitung grafisch am Bildschirm. So kann der Facharbeiter sein neues Programm prüfen und Fehlbearbeitungen vermeiden.
Übrigens: Auch beim Werkstück-Einrichten unterstützt und verkürzt die TNC die Arbeit. Zusammen mit dem Tastsystem hilft die TNC, die Maschine „elektronisch'" einzurichten, schneller und genauer als bisher - d. h. mit Meβuhr und Hammer.
Oder erstellen Sie lhre Programme extern?
Auch dann ist die TNC die richtige steuerung für lhre Maschine. Denn die TNC paβt sich lhrer Organisation an -
und nicht umgekehrt! Komplizierte Werkstücke in der Einzelteil-oder serienfertigung werden üblicher-weise extern programmiert. Extern - d. h. Programmierplatz in der Werkstatt
oder werkstattnah, Zentralrechner in der Arbeitsvorbereitung oder CAD/CAM-System. Die so erstellten Programme
können im DIN/IS0-Format oder im HEIDENHAIN-Klartext-Format geschrieben sein. Zur Übertragung der extern erstellten Programme verbinden Síe die TNC über lhre Datenschnittstelle direkt -on line - mit dem Programmierplatz
oder Sie arbeiten mit einem Datenträger, z. B. einer Diskette als Zwischen-speicher und laden das Programm über
die HEIDENHAIN-Disketten-Einheit in dieTNC. Diese Programme können Sie dann noch an derTNC optimieren!
Einschränkungen hinsichtlich der Programmlänge gibt es nicht: Die TNC kann beliebig lange Programme über ihre
Schnittstelle blockweíse einlesen und gleichzeitig abarbeiten.
Klar, übersichtlich und unverwechselbar:
die Tastatur der TNC.
Die Tastatur derTNC ist am Programmiervorgang orientiert. Die funktionsgerechte Anordnung derTasten unterstützt den
Bediener bei der Programm-Eìngabe. Die Tasten sind klar und unverwechseibar gekennzeichnet, entweder durch allgemein verstandliche Symbole oder durch einfache englischsprachige Begriffe und Abkürzungen. Doppel-Belegungen gibt es nicht!
Alle lnformationen auf einen Blick:
der Bildschirm derTNC. Der Bitdschirm zeigt alle zur Bedienung und Handhabung von Steuerung und Maschine notwendigen lnformationen. So haben Sie alle wichtigen Daten auf einen Blick und sind über das, was Steuerung und Maschine gerade tun, stets auf dem laufenden. Zum Beispiel bei der Programm-Eingabe: Am Bildschirm erscheinen
Programm-Sätze, Dialog-Fragen, Hinweise und Fehlermeldungen.
Aus der Zeichnung direkt
ins Programm:
Die Werkstück-Programmierung mit derTNC. Sie programmieren die Werkstück-Kontüг so, wie sie in der Fertigungszeichnung bemaβt ist. DieTNC berechnet aus diesen Angaben und dem Radius des eingesetzten Werkzeugs die Werkzeug-Bahn selbsttätig. Und zwar so, daβ Flinter-schneidungen bei lnnenecken oder „unsaubere'" Auf&enecken vermieden werden. Die Werkzeug-Abmessungen teilen Sie derTNC gesondert mit (siehe Seite 21). Mit dem Vorteil, dal& Sie lhre geometrische Kontur immer unabhängig vom Werkzeug im NC-Programm haben.
Für Routine-Arbeiten : Die Bearbeitungszyklen derTNC.
Tiefloch- und Gewindebohren, Nuten-, Rechtecktaschen- und Kreistaschenfräsen sind Bearbeitungsgänge, wie sie in der
Praxis immer wieder vorkommen. Die dazu notwendigen Arbeitsabläufe sind in derTNC als feste Zyklen vorprogrammiert. Die Anwendung ist einfach: Sie wählen
nur den Bearbeitungszyklus aus und die TNC fordert anschlieβend alle notwendigen Angaben im Klartext an. So können Sie sicher sein, daβ nichts vergessen oder doppelt programmiert wird. Sie können sich aber auch per Parameter-Programmierung und Unterprogramm-Technik eigene Zyklen erstellen. Die auf lhrtechnologisches und fertigungs-technisches Know-how ausgerichteten Bearbeitungsabläufe sind dann in der TNC gespeichert und können bei Bedarf
jederzeit in lhrem Programm als Zyklus aufgerufen werden. So wie Sie es bei den Standard-Zyklen gewohnt sind. Darüber hinaus bieten viele Maschinen-hersteller die Möglichkeit, spezielle Zyklen - sogenannte Hersteller-Zyklen - im EPROM der Steuerung abzulegen. D. h. diese Zyklen sind wie die Standard-Zyklen fester Bestandteil der TNC und belasten nicht lhren Programmspeicher. Mehr lnformationen über diese Zyklen bekommen Sie von lhrem Maschinen-hersteller.
Taschen mit beliebigen Konturen:
NichtjedeTasche ist rechteckig oder kreisförmig. Gerade im Werkzeug- und Formenbau gibt es häufig auch Taschen mit beliebigen Konturen. Dabei macht es lhnen die TNC leicht — z. B. bei der Bestimmung von Schnittpunkten sich
überlagernder Konturen. Das Programmieren einzelnerAbzeilschritte nimmt lhnen die TNC sogar ganz ab.
Zur Fertigung derTasche und der inseln geben Sie nur die Teilkonturen ein. Die daraus resultierende Kontur errechnet
dieTNC selbsttätig. Die Richtung für das Abzeilen derTasche legen Sie mit einem Winkel fest. Natürlich können Sie auch
ohne programmiertechnische Verrenkungen verschiedene Werkzeuge einsetzen: zum Vorbohren, zum Ausräumen und zum Schlichten der Taschenkontur.
Programmieren ohne Rechenaufwand :
Die Koordinaten-Umrechnungen derTNC.
Konturen verschieben, drehen, spiegeln und vergröβern bzw. verkleinern: Mit den Zyklen für Koordinaten Umrech nungen erspart lhnen die TNC viel Rechnerei. Denn warum sollte man eine bereits programmierte Kontur nochmals programmieren?
Gleiche Bearbeitungen nur einmal programmieren: Unterprogramme, Programmteil-Wiederholung und Programm-Aufruf.
Gleiche Konturen, Formen und Bohrbilder kommen auf einem Werkstück häufig mehrmals vor. Die Unterprogrammtechnik derTNC spart in diesen Fällen Pгogrammierzeit und Speicherplatz in der Steuerung. So können Sie z. B. die Kontur im gezeigten Beispiel oder den Lochkreis als Unterprogramm kennzeichnen oder als separates Programm schreiben. Ein Unterprogramm können Sie im Hauptprogramm
an beliebiger Stelle aufrufen und ausführen lassen. Das eigenständige Programm hat den Programm Vorteil, daβ Sie auch von anderen Haupt- Aufruf programmen aus auf dieses Programm Zugriff haben (Beispiel Kalotte). Natürlich können Sie auch Programmteile öfters wiederholen, z. B. wenn Sie beim Lochkreis im Kettenmaβ gleich mehrmals hintereinander positionieren.
Variierende Formen und Konturen : Die Parameter-Programmierung der TNC. Oft unterscheiden sich geometrisch
komplizierte Konturen und Formen nur in kleinen Details. Mit der Parameter-Programmierung derTNC werden lhre
Programme flexibel einsetzbar: Anstelle von Zahlenwerten geben Sie einfach Platzhalter, sogenannte Parameter, ein.
Den Parametern können imTNC-Programm auf verschiedene Arten Zahlenwerte zugewiesen werden. ■ direkt, d. h. ein bestimmter Parameter bekommt einen bestimmten Zahlenwert
zugewiesen
■ indirekt, d. h. die TNC berechnet sich den Zahlenwert aus mehreren Parametern und Einzelwerten, die zueinander uber
mathematische Formeln in Beziehung stehen; in derTNC stehen folgende mathematische Funktionen zur Verfügung:
aus sin a und cos a O-Parameter können netzausfallsicher
gespeichert werden;
■ selbsttätig, d. h. die TNC übernimmt beispielsweise lstwerte, die mit dem 3D Tastsystem ermittelt wurden oder den Radius des gerade aktuellen Werkzeugs.
Darüber hinaus kann dieTNC mit WennDann-Anweisungen logische Entscheidungen treffen. Abhängig vom momentanen Wert des Parameters führt die TNC Sprünge innerhalb des Programms aus und fährt vodort aus mit der Bearbeitung fort.
Freiformflächen
Freiformflächen leicht gemacht. Sie definieren Grund- und Deckfläche als jeweils geschlossenen Konturverlauf. Mit der Parameter-Programmierung wird die untere Grundfläche in die obere Deckfläche übergeführt. Dabei rechnet die TNC nacheinander für jede Höhe - d. h. für jede Schnittebene - den Konturverlauf aus und führt das Werkzeug entlang der
berechneten Kontur.
Bohrbild auf Teilkreis
Mit dem Parameter-Programm können Sie zentrieren, vorbohren und Gewindebohren. Variabel sind die Anzahl der
Bohrungen auf dem Teilkreis, derTeilkreis-Radius, die Lage der ersten Bohrung sowie die Bohr- und Gewindetiefe. Mit einund demselben Parameter-Programm können Sie so die verschiedensten Bohrbilder fertigen.
Rohrkrümmer
Die beiden Anschluβstücke des Rohrkrümmers laufen konisch aus. Das gebogene Mittelteil ist ebenfalls als Konus ausgeführt. Variabel sind sowohl Geometrie-Daten (Länge, Lage des Rotations-Zentrums, Radien, Drehlagen usw.) als auch Schnitt-Daten (Schnitt-Aufteilung, Vorschub usw.). Mit dem Parameter-Programm können Sie ein vielfältiges Teilespektrum fertigen, das beispielsweise Negativ- und Positiv-Formen enthält, oder andere „verwandte'" Teile.
Das Programm-Archiv in der Steuerung : die Programm Verwaltung der TNC.
Häufiger Bearbeitungswechsel tritt gerade in der Einzelteil- und Kleinserienfertigung auf. Die dazu erforderlichen Programme müssen in der Steuerung ständig verfügbar und leicht aufzurufen sein. Hier hilft lhnen die Programm-verwaltung derTNC, Zeit zu sparen. Programme aus dem
Speicher derTNC rufen Sie perTastendruck auf. Besonders wichtige Programme können Sie gegen unbefugtes oder unbeabsichtigtes Ändern mit einem Editier-Schutz versehen.
Sie können natürlich ihr Programm-Archiv auch extern - d. h. auβerhalb der Steuerung - anlegen. Die TNC läβt sich über ihre Schnittstelle an fast jedes Datenspeichergerät anschlieβen.
Zentral oder Programm-zugeord net: Die Werkzeug Verwaltung der TNC.
■ Zentraler Werkzeugspeicher:
Sie speichern die Daten von maximal 99 Werkzeugen. Bei einem Werkzeugaufruf innerhalb eines Bearbeitungs-programms holt sich die TNC die entsprechenden Werkzeugdaten aus dem zentralen Speicher.
Vorteile: im zentralen Werkzeugspeicher sehen Sie die Werkzeugdaten auf einen Blick. Die Maschine hat einen eigenen zugeordneten Werkzeugsatz, d. h. bei einem
neuen Bearbeitungsprogramm entfällt die Programmierung der Werkzeugdaten. Erfolgt die Werkzeug-Voreinstellung mit Um eine programmierte Kontur fehlerfrei fertigen zu können, muβ die Steuerung Radius und Länge jedes eingesetzten
Werkzeugs gespeichert haben. Die TNC bietet dafür mehrere Möglichkeiten:
■ Programm-zugeordneter Werkzeugspeicher:
lnnerhalb eines Programms geben Sie die Werkzeugdaten entweder gesammelt zu Programm-Beginn oder einzeln direkt vor dem jeweiligen Werkzeug-Aufruf an. Bis zu 254 Werkzeuge kann die TNC pro Programm verwalten.
Vorteil: Die Werkzeug-Organisation ist Programm-orientiert, bei Werkzeugwechsel infolge Abnutzung oder Bruch können Sie die neuen Daten in das aktuelle Bearbeitungsprogramm eingeben.
Flexíble Platzcodierung
Die TNC kann die Verwaltung der Werkzeugplätze auch übernehmen. Bei der flexiblen Platzcodierung sucht die TNC
während der Bearbeitung selbsttätig das nächste Werkzeug und speichert nach dem Tausch die neue Platznummer des
ausgewechselten Werkzeugs. Stillstandzeiten der Maschine beim Werkzeugwechsel sind erheblich reduziert!
Die Verbindung nach drauβen: Die Daten-Schnittstelle - derTNC.
Mit der Daten-Schnittstelle öffnet lhnen die TNC den Zugang zu externen Programmiergeräten. Programmspeichern oder anderen Peripheriegeräten. Programme, die z. B. am CAD/CAM-System extern erstellt wurden,laden Sie entweder direkt - oп line - in die Steuerung oder Sie schlieβen die HEIDENHAIN-Disketten-Einheit (siehe Seite 41) an und übertragen die Programme vom Datenträger. Überlange Programme, die den Programmspeicher der Steuerung sprengen würden, kann die TNC blockweise einlesen und gleichzeitig abarbeiten. Zur pokumentation lhrer Programme
schlieβen Sie einfach einen Drucker an und geben das NC-Programm oder die Grafik auf Papier aus.
Unterbrechen und Fortsetzen des Bearbeitungsprogramms.
Das kommt gar nicht so selten vor: Die Bearbeitung wird unterbrochen, um Fertigungsmaβe zu überprüfen oder
muβte wegen Werkzeugbruch gestoppt werden. In jedem Fall müssen Sie das Werkzeug freifahren und anschlieβend
wieder so positionieren, daβ das Programm problemlos fortgesetzt werden kann. Die mühsame Positionier-Arbeit beim
Wiedereintritt ins Programm nimmt lhnen die TNC ab. Sie wählen nur den Satz an, von dem aus Sie das Programm wieder starten wollen - unabhängig von der momentanen Werkzeug-Position. Die TNC positioniert dann das Werkzeug selbsttätig aп eine von lhnen vorgegebene Position und führt erst dann die Bearbeitung weiter fort.
Auf kurzen Wegen Referenzpunkt-Anfahren:
Abstands-codíerte Referenzmarken. Nach einer Stromunterbrechung geht im allgemeinen die Zuordung zwischen der Position der Mãschinenschlitten und den Koordinatenwerten für die Werkstück-Bearbeitung verloren. Mit dem Anfahren der Referenzpunkte wird diese Zuordnung wieder hergestellt. Bei Längenmeβsystemen mit nur einer
Referenzmarke ist dafűr oft ein langer Weg zurűckzulegen. Auch muβ oft recht umständlich freigefahren werden, weil
beispielsweise Spannvorrichtungen das Anfahren behindern.
Bei Längenmeβsystemen mit abstands-codierten Referenzmarken steht der absolute Positionswert bereits nach maximal 20 mm Verfahrweg zur Verfügung. Die Maβstabsteilung besteht aus dem Strichgitter und einer parallel dazu verlaufenden Referenzmarkenspur. Der Abstand zwischen den einzelnen Referenzmarken ist definiert unterschiedlich, so daβ die TNC durch Auszählen der
Meβschritte von einer Referenzmarke zur nächsten deren absolute Pbsition bestimmen kann.
Echtzeit-Grafik der Werkstück-Bearbeitung und grafische Simulation eines anderen Programms:
Die Paralle -Grafik der TNC 415.
Wo gearbeitet wird, fallen auch Späne. Während der Bearbeitung von Werkstücken flieβt das Kűhlmittel in Strömen.
Oft ist der Bearbeitungsort noch von einer Spritzschutzkabine umgeben. Wollen Sie während der Bearbeitung zur Kontrolle einen Blick auf das Werkstück werfen, so muβten Sie bisher Maschine und Programm anhalten. Bei der TNC415 ist das nicht mehr notwendíg. Sie schalten Bildschim und Tastatur zwischendurch per Tastendruck auf die Bearbeítung um und sehen mit der Simultan-Grafik in Echtzeit, wie weit die Bearbeitung fortgeschritten ist. Zum Programmieren schalten Sie wieder peг Tastendruck zurück und setzen entweder die Programm-Eingabe fort oder überprüfen das gerade eingegebene Programm mit der grafischen Simulation der Bearbeitung. Und das alles, während die Maschine läuft.
Übrigens ist auch die „Split-Screen-Anzeige mőglich, also die geteilte Bildschirmanzeige mit NC-Sätzen auf der einen Hälfte und der Grafik auf der anderen Hälfte des Bildschirms.
Steuern und Programmieren zur gleichen Zeit:
Die TNc 415 im Parallel- Betrieb.
In deг TNC415 laufen immer gleichzeitig die Betriebsarten zur Steuerung der Maschine und die Betriebsarten zur Programmierung inklusive Programm Test paгallel nebeneinander ab. Während also die Maschine ein Werkstück gesteuert bearbeitet, können Sie der TNC ein neues Programm eingeben - entweder direkt über die Tastatur oder übeг eine der beiden Schnittstellen - und, wenn es erforderlich sein sollte, Änderungen bei bestehenden Programmen durchführen.
Die hohe Satzverarbeitungs-geschwindigkeit derTNC415.
Die TNC415 zeichnet sich durch ihre hohe satzverarbeitungsgeschwindigkeit von kleiner 4 ms aus. Damit ist die TNC415 nicht nur interessant für das Hochgeschwindigkeits-Fräsen, sondern eigent sich auch sehr gut zur rationellen Herstellung von Freiformflächen, die
durch eine Vielzahl von kurzen Geradenstücken beschrieben sind. Bei Geradenstücken von beispielsweise 0,1 mm Länge sind zur kontinuierlichen Bearbeitung immer noch Vorschübe von 1,5 m/min möglich. Für eine hohe dynamische Genauigkeit, d. h. für hohe Kontur-Treue bei hohen Fräsgeschwindigkeiten sorgt die kurze Regelkreis-Zykluszeít
von 2 ms. Die schnelle Satzverarbeitungsgeschwindigkeit bringt auch Vorteile beim „blockweisen Übertragen" von Programmen. Unterstützt wird dies durch die hohe
Datenübertragungs-Rate der V.24/ RS-232-C-Schnittstelle bis 38.400 Baud.
Die Freie Kontur-Programmierung FK der TNC 415 und TNC 407.
Ein Problem, das immer wieder auftaucht:
Werkstück-Zeichnungen, die nicht NC-gerecht - d.h. nicht über ihre Endpunkte oder nur unvollständig - bemaβt sind. Mit der Freien Kontur-Programmierung FK derTNC 415 uпd TNC 407 können Sie auch „beliebig" definierte Kontur-Elemente direkt in das TNC-Programm eingeben, solange die Kontur eindeutig
definiert ist. Die Eingabe dieser Kontur-Elemente erfolgt über die Soft-Keys, d. h. über Tasten, deren Funktion am Bildschirm mit Worten oder geometrischen Symbolen dargestellt ist. Sie programmieren nur das, was in der Zeichnung angegeben ist.
Aus diesen Angaben berechnet die TNC die zur Ausführung des Programms notwendigen Geometrie-Daten. Mit der Freien Kontur-Programmierung FK arbeiten Sie grafikunterstützt.
Der Bildschirm stellt die Kontur-Elemente in der ausgewählten Bearbeitungsebene farbig dar: Kontur-Elemente, die voll-
ständig definiert sind, erscheinen in Weiβ, noch undefinierte in Rot, und wenn aufgrund der programmierten Angaben
mehrere Lösungen möglich sind, erscheinen die betroffenen Kontur-Elemente in Grün.
Die TNC 355.
Die TNC 355 ist eine werkstatt-programmierbare Bahnsteuerung für 4 oder 5 Achsen, vorzugsweise für Bohr- und Fräsmaschinen und Maschinen mit höherem Automatisierungsgrad, wie z. B. Bearbeitungszentren.
Bedienung und Programmierung der TNC 355 erfolgt im Klartext-Dialog oder nach DIN/1S0 über eine Vorsatztastatur.
Neben den standard-Bearbeitungs-zyklen für das Bohren oderTaschenfräsen und den Zyklen für Koordinaten-Umrechnungen stehen bei derTNC 355 auch Zyklen zum Fräsen von Taschen mit beliebiger Kontur zur Verfügung. Für geometrisch komplizierte Konturen und Formen kann die Parameter-Programmierung derTNC herangezogen werden.
Die Grafik derTNC 355 zeigt auf dem hochauflösenden Bildschirm detailliert die Simulation der Werkstück-Bearbeitung. Mit dem Klartext-Konzept derTNC bietet sich natürlich das Programmieren in der Werkstatt - d. h. an der Maschine - an. Die Maschine braucht aber während der
Programm-Eingabe nicht stillzustehen; die TNC läβt sich auch dann programmieren, während sie ein Programm abarbeitet.
Mit der V.24-Schnittstelle ist die TNC 355 ebenfalls für externe Programm-Übertragung bestens ausgerüstet. Von einem externen Datenspeicher, wie z. B. der Disketten-Einheit FE 401 von HEIDENHAIN (siehe Seite 41), können überlange Programme zurTNC „blockweise übertragen" und gleichzeitig
abgearbeitet werden.
Die TNC 246 — für maximal 3 Achsen.
Die TNC 246 ist eine werkstatt-programmierbare Bahnsteuerung für Bohr- und Fräsmaschinen mit maximal Achsen. Bedienung und Programmierung der Steuerung TNC 246 erfolgt im Klartext-Dialog. Für häufig wiederkehrende Arbeiten, wie Bohren oderTaschenfräsen, gibt es bei
derTNC 246 fest programmierte Bearbeitungszyklen. Zur Verkürzung der Programmierzeit und um den Facharbeiter von umständlicher Rechenzeit zu entlasten, bietet die TNC 246 darüber hinaus noćh Zyklen fűr Koordinaten-Umrechnungen wie: Nullpunkt-Verschiebing, Drehen des Koordinaten-systems, Spiegeln von Konturen und Maβfaktor (z. B. zur Schwindmaβ-Kompensation). Für geometrisch komplizierte Konturen und Formen kann die Parameter-Programmierung derTNC herangezogen werden. Programme, die neu erstellt wurden,lassen sich mit der Grafikanschaulich überprüfen.
Mit dem Klartext-Konzept derTNC bietet sich natürlich das Programmieren in der Werkstatt - d. h. an der Maschine - an.
Die Maschine braucht aber während der Programm-Eingabe nicht stillzustehen; die TNC läβt sich auch dann programmieren, während sie ein Programm abarbeitet.
Mit der V.24-Schnittstelle ist die TNC 246 auch für externe Programm-übertragungen bestens ausgerüstet. Von einem externen Datenspeicher, wie z. B. der Disketten-Einheit FE 401 von HEIDENHAIN (siehe Seite 41), können überlange Programme zurTNC „blockweise űbertragen" und gleichzeitig abgearbeitet werden.