Heyligensteadt Drehmaschinen

Drehmaschinen D1L
Technische Merkmale

■ Ergonomisch günstige Maschinengestaltung.
■ Maschinenkonstruktion im Baukastenprinzip für Maschinenbett, Spindelkasten, Hauptantrieb, Reitstock und Lűnetten.
■ Schwingungsstabiler Gesamtaufbau sowie hohe statische und dynamische Steifigkeit.
■ Einteiliges Kastenbett mit dachförmigen Verrippungen und Späneausfall nach hinten.
■ Zwei- und Dreibahnenbett mit durchgehärteten Stahlleisten fűr den Support einschIiessIich einer an der Bettvorderseite angeordneten Rechteck-Stahlleiste zur Support-abstützung.
■ Führungsbahnen für Reitstock, Setzstock usw. sind mit gehärteten und geschliffenen Stahlplatten armiert.
■ Spindelkasten als geschlossener verwindungssteifer Guβkörper, іm Bereich der vorderen Lagerung doppelwandig.
■ Zweistufíges Hauptgetriebe mit automatischer Bereichsumschaltung und schrägverzahntem Bodenrad.
■ Hauptspindel mit optimalem Verhältnis von Hauptspindellänge zu Hauptspindeldurchmesser.
■ Hauptspindellagerung erfolgt durch doppelreihige Präzisions-Zylinderrollenlager mit kegeligem lnnenring.
■ Axiallagerung unmittelbar hinter dem vorderen Lager.
■ Vorschubübertragung in der Z-Achse űber Schrägzahnstange und zwei durch ein "Antispiel-System" verspannte Ritzel. Der Antrieb erfolgt űber zwei separate
Langsamläufer-Servomotore.
■ Elektrische Überlast- und Sicherheitskupplung für X- und Z-Achse, reaktivierbar von der Kommandotafel aus.

■ Gekapseltes Linearmessystem in beiden Achsen, angeordnet nahe der Hauptführungen.
■ Kombinierte Gleit-/ Rollenführung des Bettschlittens und Planschiebers. Vorgespannte Rollenumlauf-elemente in Verbindung mit durchgehärteten und geschlíffenen Stahl-
leisten.
■ Doppelabstreifer fűr die Bettführungen.
■ Praxiserprobte Werkzeugträgersysteme wie zum Beispiel: Víerfachrevolver, Trommelwerkzeugspeicher mit axialer oder radialer Aufnahme (DIN 69 880) von Werkzeughaltern,
Bohrstangenhaltern und angetriebenen Werkzeugen.
■ Automatische Zentral-Schmiersysteme.
■ Übersichtliche Bedienelemente an zentraier Kommandotafel.
■ Motorische Reitstockverstellung mit seibsthemmendem Schneckentrieb sowie zentraler Reitstockklemmung. Abdeckung der Energiezuführungskette.
■ Motorisch verfahrbare Reitstockpinole mit umlaufendem Zentrierspitzenträger ab 10 t Werkstückgewicht zwischen Spitzen.
■ Problemloser Einsatz von Setzstöcken, Rollenböcken und selbstzentrierenden Lünetten.
■ Schnelles Auffínden und Beseitigen von Störungen durch serienmäβiges Fehlerdiagnose-System.
■ Einsatz mehrerer, gleichzeitig arbeitender Supporte kombiniert mit Zusatzaggregaten.
■ Anbau kraftbetätígter Spanneinrichtungen mit Sicherheitsschaltung und automatisch verschiebbarer Spannmittelabdeckung.
■ Automatische MeBsteuerungen fűr Werkstűcke und Werkzeuge (In-Process-Messung).

Drehmaschinen D1L
in Zweibahnenbett-Ausführung

Das einteilige Kastenbett der Baureihe D1L ist tragendes Element aller im ZerspanungskraftfIuss liegenden Baugruppen. Es bildet die Basis für
■ hohe Schnittkräfte
■ hohe Fertigungsgenauigkeit und
■ lange Lebensdauer.
Das Bett ist auf Richtelementen aufgestellt und ab sieben Metern mit einer Endplatte als Schablone versehen. Dachformige Verrippungen tragen wesentlich zur Steifigkeit des Bettes bei und sorgen für einen ungehinderten Spänefall. Über eine schiefe Ebene und breite Öffnungen werden Späne und Kühlmittel nach hinten abgeführt. Der Einsatz von automatischen Förderanlagen längs zur Maschinenachse ermöglicht eine schnelle und sichere Späneentsorgung. Díe Führungsbahnen fίir den Support sind mit durchgehärteten und geschlíffenen Stahlleisten für Rollen-umlaufelemente ausgeführt. Um eine hohe Schnittkraftübertragung zu gewährleisten ist der Support zus&tzHch an der Bettvorderseite auf einer Stahlleiste abgestützt. Die Führungsbahnen für Reitstock, Setzstock usw. sind zur VerschIeiss-minderung mit gehärteten und geschlíffenen Stahlplatten ausgelegt.

Drehmaschïnen D1L
in Dreibahnenbett-Ausführung

Im Gegensatz zum Zweibahnenbett ist der Support beim Dreibahnenbett vorn und ín der Bettmitte geführt. Das hat den Vorteil, dass der Support am Spindelkasten und am
Reitstock sowie an Zusatzaggregaten wie Setzstock, Lünette usw, vorbeifahren kann. Alle anderen konstruktiven Massnahmen mit der Zielsetzung hoher Leistungsaufnahme, hoher Fertigungsgenauigkeit und langer Lebensdauer, sind mit denen des Zweibahnenbettes identisch. Drehmaschinen der Baureihe D1L in Zweíbahnenbett-Ausführung werden bevorzugt für die Bohr- und lnnendrehbearbeitung eingesetzt. 

Spindelkasten und Hauptantrieb:

Der doppelwandige und verwindungssteife Spindelkasten ist im Bereich der vorderen Führungsbahn eingezogen. Beim Dreibahnenbett ist es dadurch möglich, mit dem Support vor den Spindelkasten zu fahren. Die Hauptspindel ist in zweireihigen Prazisions-Zylinderrollenlagern mit kegeligem innenring gelagert und bietet durch das günstige Verhaltnis
von Hauptspindeldurchmesser zu Lagerabstand höchste Steifigkeit und Genauigkeit. Das schrägverzahnte Bodenrad gewahrleistet hohe Laufruhe. Die Umschaltung des zweistufigen Getriebes erfolgt hydraulisch.

Hauptantrieb
Durch Verwendung thyristorgesteuerter Gleichstrom-Motoren
ergeben sich besonders günstige Voraussetzungen für Hochleistungszerspanung. Die Möglichkeit zwischen Motoren von 40 bis 125 kw Leistung zu wahlen, gewahrleistet die optimale Anpassung an das zur Bearbeitung vorgesehene
Teilespektrum.

Vorschubantrieb:

Die Vorschubübertragung in der Z-Achse erfolgt über eine Schrägzahnstange, in die zwei durch ein "Antispiel-system" verspannte Ritzel eingreifen. Jedes Ritzel wird über ein Untersetzungsgetriebe von einem separaten Langsamläufer-Servomotor angetrieben. In der X-Achse gewährieistet ein
Kugelgewindetrieb mit vorgespannter poppelmutter die spielfreie Vorschubübertragung. Der Antrieb erfolgt auch hier über einen Langsamläufer-Servomotor. Beide Achsen sind durch reaktivierbare elektrísche Überlastkupplungen abgesichert. Die Wegmessung erfolgt durch gekapselte Linearmessysteme. 

Bettschittenfuhrung
Die kombinierte Gleit-/ Rollenführung des Bettschlittens garantiert stick-slip-freies Verfahren auch bei kleinsten Verfahrschritten und gute Dämpfung. Die Seitenführung
erfolgt spielfrei űber vorgespannte Rollenumlaufelemente. In Verbindung mit den durchgehärteten und geschliffenen Stahlleisten wird eine hohe Dauergenauigkeit erreicht. Die zusätzliche Abstűtzung des Bettschlittens an der Bettvorder-seite auf einer ebenfalls durchgehärteten und geschliffenen Rechteck-Stahlleiste sichert höchste Genauigkeit in der X-Achse. Auch hier sind zum Erreichen einer hohen Dauergenauigkeit Rollenumlaufelemente eingesetzt. 

Pianschieberführung
Die Planschieberführung ist wie die Bettschlittenführung als kombinierte Gleit-/ Rollenführung ausgeführt. Die Seitenführung des Planschiebers erfolgt auch hier spielfrei über vorgespannte Rollenumlaufelemente. Um eine maximale Stützbreite zu erhalten, ist der Planschieber auf der vollen Breite geführt. Für diese Gleitführung sind zusatzlich durch-gehärtete Stahlplatten іm Bettschlitten eingesetzt. Die erforderliche Dämpfung wird durch die armierten
Gleitführungen des Planschiebers gewährleistet. Das gekapselte Linearmessystem ist nahe der Seitenführung angebaut.

Werkzeugträgersysteme
Blockstahlhalter • Bohrstangenhalter

Blockstahihaiter
Für die Bearbeitung von Werkstűkken mit tiefen Einstichen ist der Einsatz von Blockstahlhaltern vorteilhaft. 

Bohrstangenhalter
Der Einsatzbereich von lnnendrehwerkzeugen, die direkt oder űber Halter und Kassetten in das Werkzeugträgersystem aufgenommen sind, ist bei der Schwerzerspanung sehr begrenzt. Aufgrund der grossen Werkstückdimensionen werden für die lnnendrehbearbeitung und Aus-bohroperationen häufig lange Bohrstangen benőtigt. Die verschiedenen Werkzeugträgersysteme können hierfür mit den erforderlichen Bohrstangenhaltern kombiniert
werden.

Reitstock
Manuelle Pinolenverstellung
Der Reitstock wírd elektromotorisch über Ritzel und Zahnstange auf dem Maschinenbett in die gewünschte
Position gefahren. Durch einen Schneckentrieb ist er in jeder Stellung selbsthemmend. Die Klemmung auf dem Maschinenbett erfolgt durch Federspannzylinder, gelöst wird manuell oder automatisch. Die Pinole ist gehärtet, hat einen
Mitnehmer- und Auswerferschlitz und wird manuell über ein Handrad verstellt. 

Reitstock
Motorische Pinolenverstellung
Der Reitstock mit motorischer Pinolenverstellung ist in drei verschiedenen GrOssen erhältlich:
■ Pinolendurchmesser 200 mm
■ Pinolendurchmesser 250 mm
■ Pínolendurchmesser 315 mm
Alle Varianten besitzen serienm&Big einen umlaufenden Zentrierspitzenträger. Das Verfahren des Reitstockes erfolgt motorisch űber Ritzel und Zahnstange. Durch einen
Schneckentrieb ist er in jeder Stellung selbsthemmend. Der Reitstock ist mit einem Längenausgleich für die Wärmeausdehnung der Werkstűcke ausgerűstet. Die Hauptspindel- und Pinolenlagerung sind so vor Überlastung
gesichert. Das Zurűckfahren des Reitstockes bei eingespanntem Werkstück ist elektrisch verriegelt.

Setzstock
Für die zusätzliche Abstützung von Werkstücken stehen je nach Bearbeitungsaufgabe geschlossene oder offene Setzstöcke, Zentrierlünetten und Rollenböcke für untersciedliche Durchmesserbereiche zur Verfügung. Die Pinolen der Setzstöcke können mit Gleitbacken, Rollenbacken oder austauschbaren Einsätzen ausgeführt werden.

Werkstückmessung
Werkzeugmessung
Werkstückmessung
Das Vermessen des Werkstückes mit anschIiessender Korrektur über die CNC erfolgt mit einem Signaltaster, der im Werkzeugträgersystem aufgenommen ist. Bei dieser sogenannten in-Process-Messung bleibt das Werkstück in der
Maschine eingespannt. 

Werkzeugmessung
Beim Einsatz von Werkzeugköpfen, die manuell oder automatisch gewechselt werden, übernimmt eine Zwei-Koordinaten-MeBstation die Werkzeugmessung. Je nach Bearbeitungsaufgabe ist die MeBstation am Spindelkasten,
Reitstock oder anderen Zusatzaggregaten angebaut. 

Die Originalbroschüren stehen zum Verkauf. Eine Vorschau wird angezeigt. Der Preis der Broschüre ist auf Anfrage erhältlich.