Mengele TYPE D Abkantpressen

MENGELE

 


Abkantpressen
mit automatischem Arbeitsablauf
Ablauf der Arbeitsvorgänge nach vorgewähltem Programm
Durchlaufende Fertigung von Formteilen für eine
große Anzahl von Verformungen nach einmal festgelegten
Einstelldaten ohne Umrüsten der Maschine.
Große Ersparnis der Durchlaufzeiten und Rüstzeiten.

Viele spanlos gefertigte Bauelemente aus Blech erfordern bei ihrer Herstellung nacheinander verschiedene Abkantungen.
Bei der bisherigen Arbeitsweise mußte nach jedem Arbeitsgang das Blech in einer Zwischenablage gestapelt und bei Beginn einer Serie die Presse umgerüstet werden. Stempel und Matrize, der Rückhub, die Eintauchtiefe und der Blechanschlag waren festzulegen und durch eine Probeabkantung zu kon-trollieren. Dies nimmt erhebliche Zeit in Anspruch.
Die MENGELE Abkantpressen mit automatischem Arbeitsablauf ermöglichen, ein Werkstück mit mehreren verschiedenen Abkan-tungen durchlaufend ohne Zwischenablage herzustellen. Nach Vorwahl der Einstellwerte werden im Schnellwechselverfahren, zwischen den Pressenhüben, für jeden Hub die gewählten Verstellungen für Rückhub, Eintauchtiefe, Blechanschlag und der Wechsel von Stempel und Matrize automatisch vorgenommen.
Die automatische Steuerung erhält ihre Informationen für jeden Pressenhub über eine Lochkarte. In der Lochkarte sind alle Werkzeugwechsel, Einstellungen und die Reihenfolge des Einsatzes von Stempel und Matrize programmiert. Ein in einer Lochkarte festgelegtes Programm kann bei Neuauflagen einer Serie nach Vorwahl der Einstellwerte der Maschine jederzeit durch Einlegen der Lochkarte in das Programmlesegerät sofort wiederholt werden.
Eine derart ausgerüstete Maschine bringt eine erhebliche Ersparnis an Rüstzeit und Arbeitszeit sowie den raschen Durchlauf der Teile. Der Arbeitsablauf wird so beachtlich beschleunigt.
Die Verringerung vor allem der Arbeitszeiten führt insbesondere bei mittleren und größeren Serien zu beträchtlichen Einsparun-gen, während sich bei kleinen Stückzahlen der weitgehende Wegfall von Rüstzeiten besonders günstig auswirkt.
Die Reihenfolge der Arbeitsgänge ist ebenfalls programmiert. Um eine Operation durchzuführen, genügt es, sie von der Steuer-säule aus abzurufen. Ist ein Arbeitsgang beendet, dann wird die Presse automatisch auf den nächsten Pressenhub umgestellt.
In der Zwischenzeit muß das Teil in die erforderliche Lage gebracht werden. Anschließend kann der nächste Arbeitsgang abgerufen werden.
Ein kleiner Schaltkasten vorne an der Oberwange enthält Meldeleuchten, die den jeweiligen Programmschritt anzeigen.
Nach dem Umstellen der Presse auf den nächsten Arbeitsgang
erlischt die Sperrleuchte

Die Lochkarte nimmt für jedes Arbeitsstück mindestens 10 verschiedene Programmschritte und bis zu 5 Wiederholungen je Programmschritt auf. Für jeden Programmschritt können folgende 5 Einrichtegrößen gespeichert werden:

Möglichkeiten für 1 Programm:
Stempelwahl: wahlweiser Wechsel von 3 4
Stempeln
Matrizenstellung: 4 Stellungen wahlweise
Rückhubbegrenzung: obere Hubverstellung für 3 verschiedene Positionen
Eintauchtiefe: untere Hubbegrenzung für 4 verschiedene, beliebige Positionen oder 4 Hübe innerhalb eines bestimmten Verstellbereiches. Die Lage des Verstellbereiches kann auf dem gesamten Hubweg der Presse verstellt werden.
Blechanschlag: Anschlagbreite 0-600 mm, für 6 verschiedene, beliebige Positionen.

Auf Wunsch kann das Maß für die Eintauchtiefe und/oder den Blechanschlag für jeden Hub in die Programmkarte aufgenommen werden. Dies gilt auch für die Preßkraft.
Bei einfachen Arbeitsaufgaben kann eine Presse auch nur mit einer Teilautomatik für 2 oder 3 der Einrichtegrößen und einem vereinfachten Schaltschrank ausgerüstet werden.
Bei kleinen Serien mit häufigem Wechsel der Obermagazine führt schon allein die Stempelwechseleinrichtung als Werkzeug-magazin zu großen Einsparungen an Rüstzeiten.
Abkantpressen mit automatischem Arbeitsablauf werden normal für Preßkräfte mit 125, 200, 280 oder 400 Mp gebaut;
Pressen mit anderen Preßkräften auf Wunsch.
Wesentliche Merkmale der Grundmaschine
Hydraulischer Antrieb
Die Kolben der zwei ölhydraulischen Zylinder arbeiten ohne Zwischenglieder auf die Oberwange. Sie sind an jedem Punkt des Kolbenhubes nach oben zu steuern, auch wenn der Hub nicht zu Ende geführt werden konnte wie bei einem fehlerhaften Einlegen von zwei Blechen. Die Maschine schaltet automatisch auf Rückhub, sobald der Schalter der Steuersäule losgelassen wird. Ein Festsitzen der Presse ist nicht möglich.

Der hydraulische Antrieb gestattet, die max. Preßkraft vom Werk aus zu begrenzen. Eine Überlastung ist deshalb ausgeschlossen und die Bruchsicherheit gewährleistet. Die Preßkraft läßt sich stufenlos regeln und über den ganzen Bereich beliebig ein-stellen. Ebenso ist der Hub veränderlich durch Einstellen der Lage des oberen und unteren Hubendes.
Die Geschwindigkeit kann von Schnellgang auf Preßgang umgestellt werden. Der Umschaltpunkt ist frei wählbar durch eine stufenlose Endschalter-Verstellung auf der rechten Pressenseite.
Hydraulische Parallelsteuerung
Die Oberwange der hydraulischen Abkantpressen wird durch 2 hydraulische Zylinder bewegt, die seitlich rechts und links angeordnet sind. An dem Ständer befinden sich zuverlässige Führungen für die Oberwange. Eine besondere hydraulisch-mechanische Einrichtung stellt sicher, daß während des Niederganges das Oberwerkzeug parallel zum Unterwerkzeug auf dem Tisch steht. Das gilt für den Leergang wie auch für den Arbeitsgang bei außermittiger Belastung.
Mechanischer Anschlag in den Zylindern
Eine zusätzliche Kontrolle der Parallelität zwischen Tisch und Stößel im unteren Endpunkt des Hubes erfolgt bei den MENGELE
Pressen durch einen Anschlag in jedem Zylinder für den Preß-kolben. Die Kontrolle geschieht mechanisch ohne Zwischen-glieder unter Ausschluß jeder Fehlerquelle. Neben der genauen Parallelität gewährleistet diese Hubbegrenzung bei Serien-arbeiten eine stets gleichbleibende Eintauchtiefe des Stempels in die Matrizenrille. Dies ist beim Luftbiegen die wichtigste Voraussetzung für einwandfreie Ergebnisse.

Als mechanische untere Hubbegrenzung dienen zwei kräftige Muttern im Inneren der Preßkolben, sie können durch Gewinde-spindeln in der Höhe verstellt werden. Angetrieben werden die Gewindespindeln elektro-motorisch über ein Schneckengetriebe im Zylinderdeckel. Die Parallelität wird mit Hilfe von je einem Zähler rechts und links der Presse mit ⅒ mm Ablesung kon-trolliert. Bei gleichem Stand der Zähler steht die Oberwange parallel zum Tisch. Sollte beim Einbau der Werkzeuge die Parallelität einer Korrektur bedürfen, dann kann eine der Gewinde-muttern nachgestellt werden.
Rückhubbegrenzung
Auf der rechten Pressenseite kann mit Hilfe einer Verstelleinrich-tung die obere Endstellung des Antriebskolbens vorgewählt werden. Ferner ist dort ein weiterer Endschalter zur Festlegung des Umschaltpunktes von Schnellgang auf Preßgeschwindigkeit angeordnet.
Betätigen der Abkantpresse
Betätigt wird die Abkantpresse durch eine ortsveränderliche Steuersäule mit elektrischer Fuß- oder Zweihand-Sicherheitsaus-lösung. Bei sehr langen Arbeitsstücken und zwei Bedienenden ist eine zweite Steuersäule erforderlich.
Hydraulikaggregat
Das Antriebsaggregat mit der Hochdruck-Kolbenpumpe und die hydraulische Steuerung sind in der zugleich als Ölbehälter ausgebildeten Ständertraverse untergebracht. Die Presse ist dadurch von allen Seiten frei zugänglich.

Um den automatischen Arbeitsablauf der Grundmaschine zu ge-währleisten, sind für die Standard-Ausführung Zusatzeinrichtun-gen erforderlich. In einfachen Fällen genügen zwei oder drei dieser Einrichtungen.
Ausrüstung der Abkantpresse mit automatischem Arbeitsablauf
Bedienungs- und Schaltelemente
Die Bedienungs- und Schalttafel ist unterteilt in 7 Baugruppen:
    •      Hauptschalter mit Sicherungen für den Zusatzschrank für die
Zusatzeinrichtungen
    •      Lochkartensteuerung sowie Hand- und Programmwahlschalter
    •      Automatische Stempelwechseleinrichtung
    •      Automatische Matrizenverschiebung
    •      Automatische obere Hubverstellung
    •      Automatische untere Hubverstellung
    •      Automatischer Blechanschlag
An der automatischen MENGELE Abkantpresse befindet sich vorne die übersichtliche Programmschritt-Kontrolleinrichtung.
Jede Arbeitsstellung kann durch automatische Steuerung oder
Handsteuerung erreicht werden.
Automatische Stempelwechseleinrichtung
Diese Einrichtung ermöglicht das Oberwerkzeug den Erfordernissen entsprechend in schneller Folge zu wechseln. Es können zwei bis vier Stempel verschiedener Art in Werkzeugträgern, die an einem Kettenumlauf befestigt sind, aufgehängt werden. Die Folge der Stempel ist für jeden Pressenhub in der Programm-karte gespeichert. Der abgerufene Stempel wird mit seinem Werkzeugträger unter die Oberwange gefahren. Zwei hydraulische Kolben ziehen den Werkzeugträger in eine konische Nut eines Aufnahmestückes der Oberwange. Dort wird der Stempel festgehalten und nach Beendigung des Arbeitsganges, wenn notwendig, wieder gelöst. Selbstverständlich kann jede Bewegung der Stempel im Ein-richtebetrieb auch von Hand über entsprechende Drucktasten gesteuert werden.

Automatische Matrizenverschiebung
Ebenso wie bei der Stempelwechseleinrichtung können auch hier verschiedene Werkzeuge in schneller Folge in Arbeitsstellung gebracht werden. In jedem Programm lassen sich vier verschiedene Matrizen wählen. Die Matrizen werden auf einem U-förmigen Werkzeugträger befestigt, der auf dem Pressentisch aufgebaut ist und in Gleitleisten quer zum Tisch verstellt wird.
Zwei hydraulische Zylinder, gesteuert durch Magnetventile, fahren den Werkzeugträger in die gewünschte Matrizenstellung und halten ihn dort fest. Diese Stellung ist in der Programmkarte für jeden Pressenhub gespeichert.

Neben der programmierbaren Verstellung ist auch der Einrichte-betrieb mit Hand-Verstellknöpfen eingebaut.
Automatische obere Hubverstellung - Rückhubbegrenzung
Um Nebenzeiten zu verkürzen, muß der Rückhub so klein gehalten werden, wie es das Werkstück gestattet. Dafür sind drei verschiedene Positionen für den oberen Endpunkt der Wange vorgesehen. Festgelegt werden die Endpunkte durch Endschalter, die auf dem ganzen Hub verstellbar sind. Durch eine Programmsteuerung kommen sie in der für den Arbeitsablauf erforderlichen Reihenfolge zum Einsatz.

Automatische untere Hubverstellung - Eintauchtiefenbegrenzung
Die Eintauchtiefe des Stempels in die Matrize bestimmt im Frei-biegeverfahren den Abkantwinkel des Werkstückes. Durch die Hubverstellung wird die Eintauchtiefe des Stempels in die Matrizenrille geregelt. Die obere Fläche der Verstellmutter im Preßkolben begrenzt den Hub des Preßkolbens. Durch eine Schnellverstelleinrichtung wird automatisch zwischen den einzelnen Preßhüben die gewünschte Eintauchtiefe eingestellt.

Die Sollwerte lassen sich an sogenannten „Sollwerteinstellern" am Schaltschrank bis auf 1/10 mm Genauigkeit für jeden Hub vorgeben. Entsprechend der Programmierung in der Lochkarte werden im automatischen Betrieb die verschiedenen Eintauch-tiefenbegrenzungen abgerufen. Die mit der Verstellspindel der Hubbegrenzungsmutter verbundene Istwert-Gebeeinrichtung kontrolliert den eingestellten Wert.
Auch diese Zusatzeinrichtung kann im Einrichtebetrieb von
Hand verfahren werden.

Der automatisch verstellbare Blechanschlag
Diese Zusatzeinrichtung an der Abkantpresse ermöglicht genaue Abkantschenkel herzustellen. Dazu wird der Abstand der An-schlagschiene zur Mitte der Matrizenrille wahlweise eingestellt.
Beim automatisierten Blechanschlag können auf einer Strecke von 600 mm sechs Stellungen mit beliebigem Abstand programmiert werden. Für jede der sechs Stellungen ist ein Dekaden-schalter vorgesehen mit Angabe des Abstandes, mit einer Ein-stellmöglichkeit bis 600 mm bei 0 mm Genauigkeit. Beim Auslösen des automatischen Verstellvorganges fährt der Anschlag auf den Sollwert, den der Dekadenschalter anzeigt, und wird dort festgehalten durch eine permanent-magnetische Bremse.
Der Anschlag kann im Einstellbetrieb über Drucktaste vor- oder rückwärts bewegt werden, um diesen auf den richtigen Abstand zu bringen. Dieser Sollwert wird dann gespeichert. Ebenso kann im Einrichtebetrieb jede Positionierung entsprechend dem eingestellten Wert am Dekadenschalter mit Hilfe einer „Start"-Taste ausgelöst werden.
Bei der automatischen Abkantpresse werden die gewünschten An-schlagbreiten an den „Einstellern" festgehalten. Die einzelnen „Einsteller" werden in der Programmkarte den Erfordernissen entsprechend zum Abruf gelocht. Die automatische Verstellung erfolgt zusammen mit den anderen Einstellvorgängen über die automatische Steuerung der Presse.
In manchen Fällen genügt eine einfache Ausführung der Abkant-presse mit automatischem Arbeitsablauf, wobei nur zwei oder drei der beschriebenen Zusatzeinrichtungen mit einem vereinfachten Zusatz-Schaltschrank vorgesehen werden.

Zum Anbau an eine normale Abkantpresse kann der automatisch verstellbare Blechanschlag in zwei verschiedenen Ausführungen
geliefert werden:
Der automatisch verstellbare Blechanschlag als Zusatzein-richtung für normale Abkantpressen - programmierbar
Dieser Anschlag kann als selbständige Zusatzeinrichtung in jeder Abkantpresse verwendet werden. Dazu wird das Verstellaggregat der automatischen Abkantpresse an die normale Presse ange-baut. Eine vereinfachte Steuerung für den Blechanschlag kommt als Zusatzsteuerung an die Maschine. Sie enthält die Anschlag-breiteneinsteller sowie die Einrichtebetätigungen der Steuerung der automatischen Maschine.
Die Programmierung für die einzelnen Pressenhübe erfolgt in einem Kreuzschienenverteiler, in dem die Schaltpunkte durch Diodenstecker festgelegt werden. Die Programmschrittanzeige wird auch bei dieser Ausrüstung an der Vorderseite der Presse installiert.
Der automatisch verstellbare Blechanschlag als Zusatz-einrichtung für normale Abkantpressen - mit Handabruf
Hierzu wird wieder das Verstellaggregat der automatischen Ab-kantpresse an die normale Maschine angebaut. Es wird jedoch auf die Programmierung verzichtet. Der Abruf der Blech-anschlag-Einstellung geschieht folgendermaßen von Hand:
Ein Bedienungskästchen enthält Drucktasten entsprechend der Ziffern von 0-9. Die gewünschte Blechanschlagstellung wird auf

diesen Drucktasten eingegeben. Beim Eintippen der Stelle hinter dem Komma wird automatisch die Blechanschlag-Verstellung ein-geleitet. Der eingegebene Wert wird durch Lichtanzeige wieder-gegeben. Wird eine bestimmte Drucktaste betätigt, dann fährt der Anschlag ganz nach hinten. Der Anschlag ist als selbständige Zusatzeinrichtung an jede Abkantpresse anzubauen.
Bei Pressen von größerer lichter Weite ist eine Zwillingsausfüh-rung mit zwei Antriebseinheiten vorgesehen:
1 Führungseinheit und
1 Folgeeinheit
mit gemeinsamer Anschlagschiene.
Bei Abkantpressen mit kleiner lichter Weite genügt eine Einheit mit der Ausrüstung als Führungseinheit.
Die elektrische Schaltanlage
Die elektrische Anlage wird unter Beachtung der VDE-Vor-schriften für Be- und Verarbeitungsmaschinen VDE 0113 erstellt.
Die Grundmaschine steuern unkomplizierte, robuste Schalt-schütze. Der automatische Teil entspricht modernster Steuerungs-technik. Halbleiter-Bauteile mit gedruckten Schaltungen garantieren zuverlässigen, störungsfreien Betrieb. Die einzelnen Baugruppen der Zusatzeinrichtung erscheinen in der automatischen Steuerung mit zugeordneten Einschüben. Alle Steuerungs-baugruppen sind im automatischen Teil mit auswechselbaren Steckkarten ausgerüstet.

 

 

Die Originalbroschüren stehen zum Verkauf. Eine Vorschau wird angezeigt. Der Preis der Broschüre ist auf Anfrage erhältlich.