Mössner BS 0 16 Bandsäge

Mössner bs 0 16 schweissmaschine

Bedienungsanweisung für elektrische Bandsäge-Stumpfschweißmaschine

Achtung:
Die Maschine ist nur zum Schweißen von normalisierten Holz- bzw. Metallbandsägen geeignet; sie eignet sich nicht zum Schweißen von 2- und 3-prozentigen wolframlegierten Metallbandsägen bzw. HSS-Sägebändern. Für Bi-Metallsägen sind auf Seite 3 Richtwerte angegeben. Die Maschine ist an Wechselstrom oder 2 Phasen des Drehstromnetzes anzuschließen. Die Anschlusspannung ist auf dem Leistungsschild angegeben.

1. Vorbereitung der Bandsäge
Die Bandsägeenden sind zum Schweißen auf beiden Seiten auf ca. 3 cm Länge zu reinigen bzw. abzuschmirgeln, bis sie auf der ganzen Breite metallisch sauber sind. Bei Holzbandsägen wird die Schränkung der Zähne entfernt. Die Sägeenden sind mit dem Abschneider gerade und rechtwinklig abzulängen. Für einen rechtwinkligen Schnitt ist die Anlage am Anschlag zu prüfen. Nur gratfreie, rechtwinklig zugeschnittene Bandsägeenden gewährleisten eine haltbare Schweißung. (Siehe auch Fehlermöglichkeiten.) Bei Holzbandsägen sollte die Schweißnaht in der Zahnmitte liegen. Damit ein gleichmäßiger Zahnabstand nach der Schweißung erhalten bleibt, werden die Sägeenden so abgeschnitten, dass der halbe Zahnabstand + halber Stauchweg an jedem Sägeende stehen bleibt. Die Skala (4) zeigt den Stauchweg in mm an. Der Stauchweg ist der Längenverlust beim Schweißen.

2. Einstellung V. Glühen
Der Schweißstromschalter (1), der Stauchdruckschalter (2) und der Stauchwegschalter (3) werden auf die zu schweißende Bandsägenbreite eingestellt. Bei der Vielzahl der Materialqualitäten und der Materialstärken sind die auf den Skalen angegebenen Werte nur Richtwerte, die für handelsübliche Sägen mit 0,65 mm Stärke ermittelt wurden. Für abweichende Stahlqualitäten und -stärken sind die zutreffenden Einstellwerte durch Probeschweißungen zu ermitteln. Besonders dünne Bandsägen (0,4 mm Stärke) sind mit kurzem Stauchweg, hohem Strom und schwachem Stauchdruck zu schweißen.

3. Einspannen der Bandsägeenden
Die Bandsägeenden werden so in die Spannbacken eingeführt, dass die Stoßstelle genau in der Mitte zwischen den Backen liegt. Zur Schonung der Backen sind die Bandsägen so einzulegen, dass die Zähne an den vorderen Anschlägen ausgerichtet werden. Nur Bandmesser ohne Zähne sollten an den hinteren Anschlägen ausgerichtet werden. Das Sägeblatt muss frei liegen, damit es bei der Schweißung ungehindert bewegt werden kann.

4. Schweißen
Der Stauchwegschalter (3) wird über die Einrasterung (5) hinweg auf 0, d.h. Schweißen (6) gedreht und ca. 3 Sekunden festgehalten, bis die Schweißung beendet ist. Das Ausschalten des Stroms erfolgt automatisch. Beim Schweißen spritzen Funken, deshalb seitlich zur Maschine stellen. Nach dem Schweißen werden die Druckschrauben (7) gelöst und durch Linksdrehen des Stauchdruckschalters (2) werden die Backen in die breite Glühstellung gefahren. Das Band wird erneut so eingespannt, dass die Schweißstelle in der Mitte zwischen den Backen liegt. Der Ausglühschalter (8) wird so lange betätigt, bis die Schweißstelle kirschrot aufglüht. Durch kurzzeitiges Tasten des Ausglühschalters kann die Glühtemperatur geregelt werden. Dieser Ausglühvorgang ist eventuell mit geringerer Glühtemperatur zu wiederholen. Bei einfachen Kohlenstoffbändern genügt ein kurzes Glühen. Bei wolframlegierten Qualitäten ist der Glühvorgang bei geringeren

 Temperaturen länger durchzuführen.

5. Nachbearbeitung
Der Schweißgrat kann durch Abschleifen mit einem Schleifmotor oder durch Abfeilen entfernt werden. Das Feilen oder Schleifen sollte in Längsrichtung erfolgen, da sonst Querrisse entstehen können. Besonders spröde Qualitäten sind nach der Bearbeitung eventuell nochmals stahlblau anzulassen.

6. Pflege der Maschine
Die Maschine sollte in trockenen, staubfreien Räumen aufgestellt werden. Das Hauptaugenmerk muss auf die schonende Behandlung der Rotgussbacken gerichtet werden. Mit verschmutzten, unebenen Backen lassen sich keine einwandfreien Schweißungen erzielen. Etwa eingedrungene Schweißperlen oder sonstige Verunreinigungen sind sofort zu entfernen. Die Rotgussbacken sollten nicht mit Feilen bearbeitet werden. Sie dürfen nur mit Benzin oder ähnlichen Mitteln gereinigt werden. Notfalls können sie mit feinem Schmirgelpapier, welches über eine gerade Leiste gelegt wird, nachgearbeitet werden. Von Zeit zu Zeit sollte die Einspannvorrichtung auf gleichmäßiges Anpressen überprüft werden, indem ein breites, glattes und blankes Band ohne Schweißstelle in die Spannvorrichtung gelegt wird. Beim Betätigen des Ausglühschalters muss das Band auf der ganzen Breite gleichmäßig rot werden. Ist dies nicht der Fall, so müssen Druckstücke oder Backen auf Verunreinigungen überprüft werden. Die bewegliche Backe läuft in einer Spezial-Kugelführung. Das Schlagen und Stoßen auf die Backen ist unbedingt zu vermeiden. Die Druckschrauben der Spannbacken sind mit Rechts- bzw. Linksgewinde ausgerüstet. Bei großer Abnutzung der Backen kann eventuell der Griff der Druckschrauben herausgedreht werden und die 5-gängige Schraube um ein oder zwei Gänge versetzt eingeschraubt werden.

7. Fehlermöglichkeiten
Ist die Naht zu sehr verflossen oder weist sie Löcher auf, so ist der Stauchdruck zu erhöhen oder der Schweißstrom zu verringern, eventuell auch beide Verstellungen zu verändern. Ergibt es einen lose geschichteten Schweißgrat, so ist der Stauchdruck zu hoch und der Schweißstrom zu niedrig eingestellt. Diese Schweißnaht hat nach der Bearbeitung ein normales Aussehen, ist aber nicht so haltbar wie eine gut verflossene Naht. Eine gute Schweißung sollte eine leicht verflossene Naht haben.

Wir weisen darauf hin, dass gute Schweißstellen nur dann erzielt werden, wenn die Bandenden vorher gerichtet, rechtwinklig und gratfrei abgeschnitten werden. Besonders für dünne Bänder ist dies eine unerlässliche Voraussetzung für eine gute Schweißung.

Die Originalbroschüren stehen zum Verkauf. Eine Vorschau wird angezeigt. Der Preis der Broschüre ist auf Anfrage erhältlich.