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Müller Neckar pressen

Räumliche Streckziehpresse finden dort Verwendung, wo gewölbte, bogenartige Blechteile hergestellt werden sollen und wo es sich um kleinere Serien beliebiger Form handelt.
Durch den Einsatz von Streckziehpresse können Teile, welche bisher mit der Hand oder unter Verwendung von Treibhämmern und Glättmaschinen geformt wurden und daher eine lange Bearbeitungszeit erforderten, sehr wirtschaftlich gefertigt werden. Denn die Streckziehpresse ermöglichen es, schwierige und maßgerechte Teile sehr schnell und einfach herzustellen, ohne dass hierbei der Einsatz eines Facharbeiters notwendig ist.
Im Vergleich zum Ziehen auf mehrfachwirkenden Pressen mit Blechhalterwerkzeugen, ist beim Streckziehen nicht nur die Presse selbst, sondern auch die Arbeitsweise sehr einfach. Vor allem sind dabei die Werkzeuge bedeutend billiger, da man hier nur mit einer Patrize arbeitet, während die Matrize überflüssig wird. Auch sind die Werkzeuge der Streckziehpresse bedeutend leichter und rascher herzustellen, da in den meisten Fällen eine einfache Form aus Holz oder aus sonstigen billigen, leicht form- oder gießbaren und gut zu bearbeitenden Werkstoffen, wie z. B. Holzzement, Kunststoff und Zink genügt. Außerdem ist das Einrichten und Bestimmen des Blechzuschnittes für die Streckziehpresse sehr einfach.
Es ist daher leicht verständlich, dass das Streckziehverfahren heute in allen Industriezweigen der Blechformung mit Erfolg angewandt wird.

Eine besondere Bedeutung kommt den Streckziehpresse in Fahrzeug-, Flugzeug- und Karosseriewerken zu. Sie sind jedoch auch im Versuchsbau unentbehrlich, wenn es gilt, rasch maßgerechte Muster herzustellen, bevor z. B. die große Serie auf mehrfachwirkenden Ziehpressen anläuft.

Die Zivil-Streckziehpresse werden in erstklassiger Werkstattarbeit serienmäßig sowohl in traditioneller Ausführung mit Vertikalzug als auch in der auf Grund langjähriger Erfahrungen neu entwickelten patentierten Ausführung mit Vertikalzug und horizontalem Tangentialzug hergestellt.

Die Müller-Streckziehpresse mit Vertikalzug bestehen im wesentlichen aus dem Maschinenbett, der Schlittenführung, der Blechhaltevorrichtung, dem hydraulisch betätigten Preßtisch und dem Antriebsaggregat mit Steuerung.
Die Arbeitsweise ist folgende:
Nachdem das Werkzeug (a) auf dem Ziehtisch (b) befestigt ist, wird das Blech (c) in die links und rechts angeordneten Spannzangen (d) eingeführt und dort durch Niederdrücken der Hebel (e) festgespannt. Nun lässt man durch die Steuerung Pressflüssigkeit in den Druckzylinder (f) strömen, wodurch der Ziehtisch so weit angehoben wird, bis der gewünschte Ziehdruck erreicht ist und das Blech die dem Werkzeug entsprechende Form erhält. Der Ziehtisch wird nun wieder abwärts gesteuert und das fertige Ziehteil durch Lösen der Spannzangen herausgenommen.
Die Besonderen Vorteile:
Die Blechhaltevorrichtungen sind auf Führungsschlitten verschieb- und drehbar angeordnet. Die Schlitten laufen in besonders kräftigen und tadellos gearbeiteten Führungsbahnen des Maschinenbettes und sind so ausgebildet, dass sie die ganzen Zugkräfte bei der Arbeit leicht aufnehmen vermögen. Die großen Verstellschrauben der Blechhaltevorrichtung sind selbsthemmend und so eingebaut, dass eine ungewollte Bewegung in der Längsrichtung durch die auftretenden Zugkräfte nicht eintritt, ebenso wenig wie ein Verdrehen.

Die Müller-Streckziehpresse mit Vertikalzug sind mit den bewährten Doppelzentrier-Spannzangen ausgestattet. Diese Spannzangen gewähren bei allen vorkommenden Blechstärken wirklich einwandfreies Spannen des eingelegten Bleches. Nicht nur beim Spannen, sondern auch beim Lösen ist mit dem Spannhebel nur eine sehr geringe Kraft erforderlich. Der Doppelzentrumsatz erlaubt außerdem eine besonders große Zangenöffnung, die es ermöglicht, die Bleche leicht einzuführen, auch wenn sie am Einführungsende gewellt bzw. verbeult sind.
Bei den größeren Typen sind die Spannzangen unterteilt. Da die einzelnen Spannbacken verschieb- und drehbar angeordnet sind, können hierbei auch runde Blechzuschnitte eingespannt werden.

Bei dieser neu entwickelten Pressenausführung, welche auf 3 grundlegenden Patenten aufbaut, ist die Blechfestspannungsvorrichtung auf 2 im Unterteil der Presse gelagerten Schwingen drehbar angebracht. Die Schwingenbewegung und damit die Verstellung der Spannbacken erfolgt durch je 2 mit Elektromotoren betriebene Spindeln.
Die Steuerung der Presse, und zwar sowohl die Bewegung des Ziehkolbens und des Tischniederdruckkolbens als auch die Bewegung der Spannbacken kann von einem Steuerstand aus erfolgen. Auch das Öffnen und Schließen der Spannbacken geschieht vom Steuerpult aus durch einfaches Betätigen eines Handhebels.

HYDRAULISCHE BLECHFESTSPANNUNG
Bei den bisher üblichen Spannbacken ist es erforderlich, dass das Blech vor dem Einspannen umgefalzt wird, da es sich sonst aus den Backen herauszieht. Die neue hydraulische Blechfestspannung dieser Pressenbauart fasst das Blech ohne Umfalzen. Die Einspanntiefe und damit der Verlust an Blech ist äußerst gering. Das Öffnen und Schließen der Spannbacken erfolgt durch die einfache Betätigung eines Steuerhebels. Hierdurch wird eine bedeutende Einsparung an Arbeitszeit erreicht und eine 1-Mann-Bedienung ermöglicht.

SCHWENKTISCH MIT HYDRAULISCHEM NEIGEZYLINDER
Der Pressentisch kann je nach der Art der Pressteile sowohl längs als auch quer zu den Spannbacken gestellt werden. Außerdem kann der

 Tisch durch einen hydraulischen Neigezylinder sowohl in Quer- als auch in Längsstellung unter Druck geneigt werden. Die eingestellte Neigung wird durch eine Absperrvorrichtung gehalten, so dass eine einmal eingestellte und erprobte Tischn...

Die Originalbroschüren stehen zum Verkauf. Eine Vorschau wird angezeigt. Der Preis der Broschüre ist auf Anfrage erhältlich.