Mas Vr-4 Radialbohrmaschinen

Die neuen MAS Radialbohrmaschinen zeichnen sich gegenüber den bisherigen Typen durch eine Reihe von Vorteilen und Vollkommenheiten aus, die höhere Leistung sowie leichtere, beschleunigte Bedienung und somit wesentlich gesteigerte Wirtschaftlichkeit der Fertigung gewährleisten. Es ist dies vor allem die Mechanisierung der Mehrzahl der Bedienungsfunktionen, wie:

Mit Hilfe der Programmsteuerung können zwanzig verschiedene Drehzahl- sowie Vorschubstufen der Bohrspindel und zwanzig verschiedene Bohrtiefen, bzw. Gewindeschneidtiefen eingestellt werden. Nach Erreichung der eingestellten Bohrtiefe wird der Bohrspindelvorschub selbsttätig stillgesetzt, beim Gewindeschneiden werden die Bohrspindeldrehzahlen nach Erreichung der eingestellten Tiefe selbsttätig reversiert. Diese Einrichtung setzt die Verlustzeiten bei der Serienfertigung komplizierterer Werkstücke mit mehreren Bohrungen wesentlich herab.

Druckknopfbetätigte Vorwahl der Bohrspindeldrehzahlen und Vorschübe Programmsteuerung der Bohrspindeldrehzahlen und Vorschübe Programmeinstellung und Bohrtiefenauslösung Hydraulische Steuerung der Bohrspindeldrehzahlen und Vorschübe Selbsttätige Reversierung der Bohrspindeldrehzahlen beim Gewindeschneiden bei Anwendung der programmgesteuerten Tiefbohreinrichtung Elektrohydraulisches Festklemmen des Bohrschlittens am Auslegerarm und des Drehmantels an der Säule

Diese Maschinen können beim Bohren in Stahl aus dem Vollen bis zu einem Durchmesser von 50 und 63 mm, beim Ausbohren bis zu einem Durchmesser von 200 und 300 mm und beim Gewindeschneiden in mittelgroße Werkstücke nach Anriss, nach Schablone, bzw. in einer Vorrichtung verwendet werden. Die Maschinen arbeiten wirtschaftlich in der Einzel- sowie Serienfertigung und können in vielen Fällen in Fertigungsstraßen eingesetzt werden.

BESCHREIBUNG: Der Bohrschlitten ist mit einem Getriebekasten für 16 Drehzahl- und 16 Vorschubstufen der Bohrspindel mit elektrohydraulischer Schaltung ausgestattet. Die erforderlichen Drehzahlen und Vorschübe werden während der vorhergehenden Arbeitsoperation oder bei stillgesetzter Bohrspindel vorgewählt und nach Anheben eines Handhebels selbsttätig eingeschaltet. Bei der Serienfertigung komplizierterer Teile, wo ein häufiger Drehzahl- und Vorschubwechsel eintritt, wird mit Vorteil die Programmsteuerung der Maschine angewendet. Die Bedienung wird dann auf bloßen Werkstückwechsel, die Bohrspindeleinstellung in die gewünschte Lage und die Inbetriebnahme der Maschine beschränkt. Außer mit Kraftvorschub kann die Bohrspindel auch von Hand durch Handhebel, bzw. fein mittels eines Handrads verstellt werden. Die Bohrtiefe lässt sich durch einen Festanschlag an der Bohrtiefenskala oder durch die Programmsteuerung begrenzen. Die Einstellung der Stäbe der Programm-Tiefentrommel ist sehr einfach und erfolgt selbsttätig bei der Bearbeitung des ersten Werkstücks ohne Zeitverluste. Beim Gewindeschneiden wird die Bohrspindel nach Erreichung der eingestellten Tiefe selbsttätig reversiert. Beim Bohren in größere Tiefe kann der Steuerkreis des Tiefenprogramms ausgeschaltet und erneut der Kraftvorschub eingeschaltet werden. Die Bohrtiefeneinstellung in der Programmeinrichtung wird dadurch nicht gestört. Dieses System gestattet auch das Weiterbohren mit Handvorschub, ohne den Steuerkreis des Tiefenprogramms auszuschalten. Die Einrichtung für die Programmsteuerung der Drehzahlen, Vorschübe und Bohrtiefen hat 20 Lagen. Die einzelnen Lagen sind an der Programmtrommel zahlenmäßig angegeben. Bei Anwendung der Programmsteuerung können im Laufe der Arbeitsoperation mit Hilfe eines Vorgeleges zu jedem beliebigen Zeitpunkt andere Drehzahlen und Vorschübe eingeschaltet werden, ohne die Einstellung in der Programmeinrichtung zu ändern. Zur größeren Betriebssicherheit trägt eine die Maschine vor Beschädigung durch Überlastung schützende Sicherheitskupplung und eine Sperrvorrichtung bei, die das Anlaufen der Bohrspindel verhindert, solange nicht alle Zahnräder im Getriebekasten eingeschaltet sind. Bei der Programmsteuerung kann der Schalthebel nur dann niedergedrückt werden, wenn sich die Bohrspindel in ihrer oberen Lage befindet.

Eine hohe Genauigkeit wird durch die stark bemessene, in drei Wälzlagern laufende Bohrspindel gesichert. Die Bohrspindel wird durch eine Feder ausgewuchtet. Die Maschine VR 4 A kann mit einer vor allem für die Messerbearbeitung geeigneten Sonderausführung der Bohrspindellagerung geliefert werden. Diese Ausführung wird mit besonderem Vorteil beim Koordinatenbohren, unter Anwendung des Kreutztisches 1SS 1 mit selbsttätiger Einstellung der Koordinaten und mit dem durch eine Stützsäule versteiften Auslegerarm, verwendet. Die so ausgestattete Bohrmaschine ersetzt in vielen Fällen eine Koordinatenbohrmaschine, bzw. es entfällt die Herstellung kostspieliger Vorrichtungen.

AUSLEGERARM Der Bohrschlitten wird am Auslegerarm in einer Schwalbenschwanz- und einer Flachführung durch zwei Rollen geführt, deren Lagerung einen einfachen Spielausgleich ermöglicht. Der Bohrschlitten wird mittels eines Handrads verstellt und in der eingestellten Lage mit Hilfe der durch einen Kreuzschalter betätigten elektrohydraulischen Einrichtung festgeklemmt. Der Auslegerarm zeichnet sich durch hohe Biege- und Torsionsstarrheit aus. Die breiten Führungsbahnen sind genau geschliffen. Der Auslegerarm gleitet am Drehmantel in einer breiten, abgedeckten Führung. Das Heben des

 Auslegerarms geschieht maschinell und wird durch einen Kreuzschalter betätigt. Auf der Hubschraube befindet sich außer der Hubmutter noch eine Sicherungsmutter. Die Maschine VR 4 A ist mit einer zum selbsttätigen Spielausgleich im Hubgetriebe des Auslegerarms dienenden Einrichtung ausgerüstet. Das Ausschwenken des Auslegerarms erfolgt von Hand. Das Lösen sowie Festklemmen des Drehmantels an der Säule wird durch den Kreuzschalter betätigt. Zum Festklemmen ist ein vom hydraulischen Zylinder aus durch eine mechanische Übersetzung zusammengezogenes Spannband vorgesehen. Dieser Zylinder dient bei der Maschine VR 4 A gleichzeitig zum Festklemmen des Bohrschlittens am Auslegerarm. Die Endlagen des Auslegerarms sind durch Endschalter gesichert HYDRAULISCHES GETRIEBE Das Drucköl wird in den Schaltkreis von einer Pumpe geliefert, die nur im Laufe der Schaltung in Tätigkeit ist. Dadurch kommt es zu keiner unerwünschten Erwärmung des Öls durch unnötigen Umlauf

SCHMIERUNG Alle beweglichen Teile des Bohrschlittens werden von einer selbständigen Schmierpumpe geschmiert, die das Öl aus dem Unterteil des Bohrschlittens ansaugt. Den Ölumlauf kann man in dem am Getriebekasten vorgesehenen Ölschauglas überwachen. Die Führungsflächen der Drehmantels und die Hubschraube werden von der im Auslegerarm untergebrachten Handschmierpumpe geschmiert. Die am Auslegerarm vorgesehenen Führungsflächen, auf denen der Bohrschlitten verstellt wird, werden von Hand mit Öl geschmiert. KÜHLUNG Die Maschine ist mit einer Kühlungseinrichtung mit selbständiger Zentrifugalpumpe ausgestattet, die das Öl durch eine Rohrleitung zum Werkzeug liefert- Der Kühlflüssigkeitsbehälter ist in der Grundplatte abgedichtet.

ELEKTRISCHE AUSRÜSTUNG Alle Schalt- sowie Sicherungselemente sind im Innenraum des Drehmantels zentralisiert, wo sich auch der Hauptschalter befindet. Zwecks einfacherer Schaltung der Bohrspindeldrehzahlen und Vorschübe ist die Maschine mit einer Einrichtung zur Teildrehung der Antriebswelle des Elektromotors für den Fall ausgestattet, da die Zahnräder im Getriebekasten in eine ungünstige Lage zu stehen kommen. Bei der Bohrmaschine VR 6 A wird der Bohrmotor durch Gleichstrom abgebremst. Das Bremsmoment sinkt mit der Drehzahl, und das Zahnradgetriebe wird nicht zu sehr beansprucht. Die Bohrspindel der Bohrmaschine VR 4 A wird durch eine elektromagnetische Lamellenbremse gebremst.

BEDIENUNG Die Vorwahl der Bohrspindeldrehzahlen und Vorschübe, die Programmschaltung der Bohrspindeldrehzahlen und Vorschübe, die programmgesteuerte Bohrtiefeneinstellung, die hydraulische Festklemmung des Bohrschlittens am Auslegerarm sowie des Drehmantels an der Säule, sind die Hauptvorteile der Radialbohrmaschinen VR 4 A und VR 6 A, die zu einer beträchtlichen Verkürzung der zur Durchführung der Arbeitsoperation notwendigen Zeit beitragen und die die mit der Maschinenbedienung zusammenhängende körperliche Anstrengung auf das Mindestmaß herabsetzen. Zur einfachen Bedienung trägt außerdem noch die zentrale Anordnung der Bedienteile am Unterteil des Bohrschlittens und die Vereinigung mehrerer Funktionen in einem Bedienungselement bei. Die Hebel für die Einschaltung des Kraftvorschubs haben drei Schaltlagen und dienen auch zur Betätigung der mechanischen sowie elektromagnetischen Kupplung für den Kraftvorschub. Durch den in der Achse des Handrads angeordneten Kreuzhebel wird der Elektromotor für die Senkrechtverstellung des Auslegerarms sowie die Spanneinrichtung für die Festklemmung des Bohrschlittens und des Drehmantels eingeschaltet. Der Handhebel für die Betätigung der Bohrspindel hat 4 Lagen. Er dient zur Einschaltung der Programmdrehzahlen und Vorschübe und zur Inbetriebnahme des Rechts- sowie Linkslaufs der Bohrspindel

BEDIENUNGSELEMENTE: 1 Schalt- und Anlaufhebel 2 Hebel zur Einschaltung des Kraft- und des Handvorschubs 3 Handrad für die Bohrschlittenverstellung 4 Kreuzschalter zum Heben und Senken des Auslegerarms sowie zum Festklemmen des Bohrschlittens und des Drehmantels 5 Einrichtung für die programmgesteuerte Bohrtiefeneinstellung 6 Hebel für die Feineinstellung der Skala auf die gewünschte Bohrtiefe 7 Mutter zum Feststellen der Skala 8 Druckknopfbetätigte Vorwahl der Vorschübe 9 Einstellen der Anschläge an der Programmtrommel für die Drehzahlen und Vorschübe 10 Druckknopfbetätigte Vorwahl der Drehzahlen 11 Ziffernscheibe für die Programmstufen 12 Handrad für den Feinvorschub von Hand 13 Handgriff der Schmierpumpe 14 Stift zur Sicherung des festgeklemmten Drehmantels bei gelöstem Bohrschlitten 15 Schalter des Pumpenmotors 16 Hebel des Hauptschalters 17 Bohrmotor

ARBEITSBEISPIELE

Im Deckel wurde das Bohren, Ausreiben, Ablasen und Gewindeschneiden - insgesamt 15 Arbeitsoperationen - durchgeführt. Bei einem Los von 40 Stück wurde die Herstellungszeit auf der Bohrmaschine VR 4 A durch Anwendung der Programmeinrichtung und infolge der einfacheren Maschinenbedienung im Vergleich zu der bisher verwendeten normalen Radialbohrmaschine von gleicher Größe um 80% verkürzt.

Im Segment wurde das Bohren, Schruppen, Ausreiben, Senken, Anbohren und Gewindeschneiden - insgesamt 15 Arbeitsoperationen - durchgeführt. Bei einem Los von 50 Stück wurde die Herstellungszeit auf der Bohrmaschine VR 4 A durch Anwendung der Programmeinrichtung und infolge der einfacheren Maschinenbedienung um 100% verkürzt.

Die Originalbroschüren stehen zum Verkauf. Eine Vorschau wird angezeigt. Der Preis der Broschüre ist auf Anfrage erhältlich.