Ruwo SREF 32 Nutmaschine
Bedienungsanweisung
NUTMASCHINEN
Keilnutenstoβ- und Räummaschine
Orig. Weitmann-Ruwo
Modell: SREF 32/10 Nr.: 77-170
I. Allgemeines
1 Aufbau und Arbeitsweise der Maschine
2 Hauрtdaten
II. Betrieb
А. Nutenstoßen
1) Gängigkeit des Suрports
2) Einrichten zum Stoßen
3) Aufspannen des Werkstückes
4) Nutmessernachstellung
5) Nuten mit Steigung bzw. Nuten in kegelige Bohrungen
6) Nuten in schwerste urıd sperrige Werkstücke
B. Nutenräume
1) Einrichten zum Räumen
2) Räumvorgang
3) Nuten mit Steigung bzw. Nuten in kegeligen Bohrungen
C. Schmierung der Maschine
III. Anhang
1) Maschinenzeichnung
2) Werksnormblätter
49007 u. 49008 - Keitnutenhobelstähle
49009 u. 49010 - Sonderzubehör "Räumen"
49004 u. 49005 - Flache Räumwerkzeuge
3) Prospekte
I. Allgemeines:
Die Keilnutenstoßmaschine SH 32/10 und die komb.keilnutenstoβ- u. Räummaschine ЅRH 32/10 dienen zum Stoßen und Räumen von
Keilnuten in Werkstücke aller Art, Gewicht und Gröβe derselben haben keinen Einfluss auf die Vewendbarkeit der Maschinen.
Durch ihre transportable Ausführung sind sie besonders auch für Montage und Reparaturen an Ort und Stelle außerhalb der Werkstätten sehr geeignet.
Die Verwendungsmöglichkeit als Räummaschine mittels einer einfachen Zusatzeinrichtung erhöht die Wirtschaftlichkeit dieser Universal-Maschinen sehr.
Wird die nachstehende Bedienungsanweisung sorgfältig beachtet, so ist durch die erstklassige Ausführung der sehr einfach zu handhabenden Maschinen ein einwandfreies genaues Arbeiten gewährleistet.
1) Aufbau und Arbeitsweise der Maschine
Die Maschine besteht im wesentlichen aus
dem Bett (1) ,
dem Support (2) , der auf dem Bettes in längsrichtung beweglich geführt wird,
der Planscheibe (3) , die an einem Ende des Bettes befestigt ist und zur Aufnahme der Werkstücke dient, und
der Handkurbel (4) , die zum lntrieb der Maschine dient
Der Support, der durch Links- und Rechtsdrehen der Handkurbel auf dem Bett vor- und zurückbewegt wird, dient zur Aufnahme der Stoß- und Räumwerkzeughalterstange (5) ,in die die , Werkzeuge eingespannt werden.
2) Hauptdaten
Stoßen:
Gröβter Hub: 330 mm
Gröβte Nutbreite: 32 mm
Stoβlängen:
Stöβeleinsatz 13 ⌀ x 140 mm, gröβte Stoβläge 105 mm
21 ⌀ х 175 mm " " 150 mm
31 ⌀ x 240 mm " " 200 mm
Stoßstange 34 ⌀ x 720 mm " " 330 mm
Räumen
Gröβte Nutbreite 10 - 12 mm je nach Werkstücklänge und Material
Gewicht der Maschine: kompl. ca. 110 kg
II. Betrieb
A. Nutenstoßen
1) Gängigkeit des Supports
Die Einstellung der Gängigkeit erfolgt durch Lösen der Druckschrauben (6) und Nachstellen Zugschrauben (7), die Einstellung durch Anziehen der Druckschrauben arretiert.
Es darauf zu achten, dass deг Support (2) nicht zu leicht geht. Die.Einstellung muss so sein, dass bei Bewegung der Handkurbel (4) sich jeweils zuerst die Zahnstange (8) bewegt und diese durch ihre Anschläge den Support mitnimmt. Dieser tote Gang bewirkt das Heben und Senken des Stahlhalters.
Bei zu leichter Einstellung ist ein störungsfreies Stoβen nicht möglich, da das Nutmesser (9) aufsetzt und das selbsttätige Abheben des Nutmessers beim Rücklauf nicht funktioniert.
Andererseits darf der Support auch nicht zu fest in der Gleitbahn liegen, da sonst der Handbetrieb der Maschine unnötig schwer geht.
Die richtige Einstellung des Supports wird im Werk vorgenommen, Der Support ist in seiner Führung richtig eingestellt, wenn beim Vor- und Rückrwärtsdrehen sich der Stahlhalter einige Millimeter auf- und abbewegt.
2) Einrichten zum Stoβen
Zum Stoβen sind der Lagerkeil (10) , die komb. Stoβ- und Räumwerkzeughalterstange (5) mit Scharnier (11) , der Schraubbolzen (12), die Blattfeder (13) und der Federbolzen (14) so einzubauen, wie in Abb. A dargestellt. Nach Auswahl des richtigen Stöβeleinsatzes (15) ist dieser in die vorgesehene Bohrung der Halterstange (5) zu stecken und mittels Schraube (16) festzuspannen. Das gewünschte Nutmesser (9) wiederum ist in den Stöβeleinsatz mit der Schraube (17) fest einzuspannen.
Für kleinste Werkstückbohrungen und Sacklochbohrungen, die mit den Stöβeleinsätzen nicht bearbeitet werden können, werden
Sondernutstähle direkt in die Halterstange eingespannt.
Breite Nuten über 12-16mm werden zweckmäßig mit schmalen Messern vorgestoßen und erst dann mit breiten Messern nachgestoßen. Schmiernuten stöβt man mit rund geschliffenem Stahl.
3) Aufspannen des Werkstückes
Durch Rechtsdrehen der Stellradmutter (18) wird der Stellkeil (19) aus Maschine zurückgeschraubt, bis Halterstange mit dem Nutmesser nicht ganz die niedrigste Lage erreicht hat. Sodann wird der Support nach vorn gedreht, bis die Halterstange über die Plaпscheibe (3) hinausragt,und zwar bis etwa zur Hälfte der Nutenlänge. Hier verbleibt die Halterstange in der angehobenen Stellung, d.h. der Arbeitsstellung.
Das Aufspannen des Werkstückes erfolgt vor der Planscheibe,und zwar so, dass die .Bohrung unmittelbar auf den Kanten des Nutmessers liegt, wobei sich das Werkstück durch sein Schwergwicht selbst zentriert.
Bei großen und schweren Werkstücken.benutzt man beim Aufspannen ein Einstellstück oder ein altes Nutmesser und wechselt dann gegen das scharfe Nutmesser aus. Die Befestigung geschieht unter Verwendung der Spannschrauben (20) und des Spannbügels (21) bzw. der Spannbrille (22), je nach Größe des Werkstückes.
Bei Serienfertigung empfiehlt es sich, eine Spezialspannvorrichtung anzufertigen, damit die Aufspannzeiten geringer werden und nur ein einmaliges Ausrichten notwendig ist.
4) Nutmessernachstellung
Nutmessernachstellung wird bewirkt durch Linksdrehen der Steilradmutter (18) vor jedem Arbeitshub. Es empfiehlt sich, die Schnittiefe jeweils nicht größer als 0,1 - 0,15 mm zu wählen, d.h. Verdrehen des Stellrades um 2 - 3 Rippen. Bei größerer Zustellung, besonders bei breiten Nuten, wird die aufzuwendende Kraft des Mannes an der Kurbel zu groß und außerdem die Nute unsauber. Es ist darauf zu achten, daβ der Schnittwinkel des Nutmessers dem zur Bearbeitung aufgespannten Werkstoff entspricht.
Das Kalibrieren der Nuten erfolgt in der Weise, dass man die letzten Hübe ohne Zustellung ausführt.
5) Nuten mit Steigung bzw. Nuten in kegelige Bohrungen
Zum Stoβen von schrägen Nuten kann die Planscheibe (3) , die die Werkstücke aufnimmt, durch Verstellen der Schrauben (23) um ihre
Aufhänger Kegelbolzen (24) verdreht werden. Mit Hilfe des Skalenwinkels (25) ist die senkrechte Lage jederzeit wieder leicht einzustellen.
6) Nuten in schwere und sperrige Werkstücke
Der Arbeitsvorgang beim Nuten schwerer und sperriger Werkstücke, groβer Riemenscheiben, Schwungräder usw., ist der gleiche
wie oben beschrieben. Es wird für solche lediglich die Stoßmaschine mittels des Spannzeuges unmittelbar am Werkstück befestigt, und zwar am besten in vertikaler Stellung.
B. Nutenräumen
Die Zusatz-Räumvorrichtung, die nicht zum normalen Lieferumfang der Maschine gehört, kann jederzeit vom Werk bezogen werden.
1) Einrichten zum Räumen
Soll die Maschine zum Räumen eingerichtet werden, so sind nach dem Zurückschrauben des Stellkeiles (19) in die hinterste Stellung
(Rechtsdrehen des Stellrades 18) folgende Teile zweckmäβig in der angegebenen Reihenfolge auszubauen:
Blattfeder (13) , Federbolzen (14) , Schraubbolzen (12) , Scharnier (11) , komb.Stoβ- und Räumwerkzeughalterstange (5) , Lagerkeil (10).
Einzulegen sind an deren Stelle (Abb. B) :
die lange Zugstangenunterlage (31) , darauf die und Räumwerkzeughalterstange (5), jetzt aber mit den Nuten nach oben.
Anstelle des Scharniers (11) tritt die Zugklinke (32) die mit dem gleichen Schraubenbolzen (12) befestigt wird. Damit die Halterstange in der hinersten Lage durch das Eigengewicht nicht kippen kann, wird die Druckschraube (46) seitlich am Support in die Längsnute eingeschraubt. In die Öffnung der Halterstange ist der Haltedorn (34) , der Räumnadelgröβe entsprechend, einzustecken. Vor die Planscheibe (3) wird mit den beigegebenen Schrauben die Aufnahmeplatte (35) gespannt. In deren Bohrung kommt der mit dem Führungsring (36) bereits verbundene Werkstückaufnahmedorn (37) , der gleichzeitig die Räumnadelführung übernimmt. Nunmehr kann das Werkstück auf den Aufnahmedorn (37) geschoben werden, eine weitere Befestigung erfolgt nicht. Ist die Bohrung des Werkstückes gröβer als der Durchmesser des Aufnahmedornes, so wird die Differenz durch den leicht einzutreibenden Spannkeil (38) ausgeglichen.
Bei Serienfertigung empfiehlt es sich, den Aufnahmedorn für die Bohrung des Werkstückes passend anfertigen zu lassen.
2) Räumvorgang
Die Räumnadel (39) wird von vorn in der Führung des Aufnahmedornes durch die Werkstückbohrung gesteckt und mittels des Haltedornes (34) in die Haltenstange (5) eingespannt. Die richtige Höhenlage der Räumnadel gegenűber der Halterstange ist durch entsprechende Höhenverstellung der Aufnahmeplatte (35) zu regulieren. Durch Drehen der Handkurbel erfolgt nun das eigentliche Räumen. Nach Beendigung des ersten Hubes kann dieser durch Nachstellen noch ein zweites Mal.ausgenutzt werden. Dazu ist die Klinke (32) aus der Halterstange zu heben, der Support wieder nach vorn zu drehen, wobei die Halterstange mit der Räumnadel stehenbleibt, und die Klinker wieder einzuklinken. Der zweite Hub kann beginnen. Auf diese Weise können Räumnadeln bis etwa 640 mmm versendet werden.
Beim Räumen ist die rote Strichmarke am Support zu beachten; dieselbe darf nlcht űber die hintere Kante vom Bett hinausgefahren werden.
Beim Räumen, besonders von Stahl, ist auf ausreichende Schmierung der Räumnadel durch Schneidöl zu achten. Das Auftragen mit einem Pinsel genügt.
3) Nuten mit Steigung bzw. Nuten in kegelige Bohrungen
Auch schräge Nuten können mit der gleichen Räumnadel geräumt werden; hierfür sind bei der Schrägstellung der Planscheibe (vergl. Abs. A 5) nur jeweils besondere Aufnahmedorne erforderlich, die jederzeit vom Werk unter Angabe der gewünschten Nutenmaβe bezogen können.
C) Schmierung der Maschine
Beim Betrieb der Maschine ist ständig darauf zu achten, daβ die Schmierstellen, vor allem die Gleitbahn des Supports auf dem Bett, stets mit Öl versorgt sind. Die Schmierung der Wellenlager erfolgt wie folgt:
beim Endtrieb in Kugellagern durch Staufferbüchsen unterhalb des Bettes, beim Mitteltrieb in Bronzelagern dreh Schmiernippel in der Welle der Innenverzаhnung.
Anlage
Die Stößeleinsätze besitzen eine Einrichtung zur Verbesserung der Nuten. Das Nutmesser wird so eingesetzt, dass es um 1/10 - 2/10 die Führungsnase herausragt. Es ist zweckmäßig, sich derartige kleine Führungsstücke auch in anderen Fällen nach Bedarf anzurertigen, da die Arbeitsweise des Nutmessers dadurch gleichmäßiger und die Nute plangerader wird.
Es wird zudem empfohlen, stets den größtmöglichen Stößel in Bezug auf den Durchmesser einzusetzen und dieser, besonders auch bei wiederkehrenden Spezialarbeiten, möglichst kurz zu halten. Je kürzer und stärker der Stößelhals ist, je besser wird die Nute, weil das Material dadurch weniger durchfedern kann. Die mitgelieferten Stößeleinsätze sind ein Standardzubehör, das natürlich nicht in allen Fällen den jeweiligen Bedürfnissen entsprechen kann. Es ist daher zweckmäßig, für Spezialarbeiten besondere Einsätze herzustellen oder zu bestellen.
Nr. 61/ 4755
Spezialanweisungen zur Bedienung der Keilnutenstossmaschine
SВF 32 - mit Flanschmotor und Friktionsantrieb
Die anhängende Bedienungsanweisung für die Modelle SH 32/10 und SRH 32/10 gilt maschienenmässig in jeder Hinsicht auch für das Modell SEF 32.
Bei dem Modell SЕF 32 sind noch folgende Punkte zu beachten:
Motor:
Der Motor ist so anzuschliessen, dass er in Pfeilrichtung (im Linksdrall) läuft. (Schild) Die Drehrichtung kann am Ventilator des Motors beobachtet werden. Bei der Probe wird der Schalthebel hinter dem Motor nach unter gedrückt, wodurch die Maschine abgeschaltet ist.
Bei transportabler Verwendung der Maschine ist darauf zu achten, dass beim Hinstecken des Steckers in eine fremde Leitung die Phasenlage die gleiche ist. Vor Inbetriebsetzung wird kurz die vorstehende Probe durchgeführt.
Schaltung:
An der Rückseite der Maschine befindet sich die mench. Schaltung. Bei heruntergedrücktem Schalthebel (hinter dem Motor) wird der Druckbolzen durch den Hebel zurückgezogen, und die Wendeschaltung ist außer Betrieb gesetzt. Beі hochgezogenem Hebel schnellt der Bolzen nach vorn, die Schaltnasen drücken seitlich je nach Schaltstellung gegeneinander, die Maschine ist damit in Betrieb gesetzt. Bei Fertigstellung einer Nute ist zu empfehlen, die Maschine nicht am Motor, sondern am Schalthebel auszuschalten, weil der Rücklauf des Supports dann ein kürzerer ist, bei Beendigung der Arbeit wird am Motor ausgeschaltet. Ausschaltung erfolgt nach Umschaltung auf Rückwärts-Hub. Beіm Einrichten einer Arbeit wird die Stoss-Stange
durch das Handrad. oder durch Мotorkraft in die vordere Stellung gebracht, zu diesem Zweck lässt man im letzten Fall den Motot laufen und drückt mit dem kl. Griff am Schaltbock etwas an. Wenn die Reibradwirkung später nachlässt, die Maschine also nicht mehr genügend durchzieht, wird die Feder am Bolzen des Schalthebels mittels der Schıaube etwas nachgezogen.
Stosslänge
Die Stosslänge der Masсhine beträgt bei Verwendung der langen Stossstänge 300 mm, bei den anderen Stösseleinsätzen entsprechend weniger. Die Einѕtellung auf die gewünschte Stosslänge erfolgt an der Schaltstange auf dem Support, die 2 verschiebbare Anschläge hat.
Nutenbreite
Mit der Maschine können Nuten bis ca. 32 mm Breite hergestellt werden. Es ist natürlich zu empfehlen, die Nuten: jeweіls mit kleineren Messern vorzustossen, um die Stähle zu schonen. Die Nutmesser von 10 bis 32mm Breite haben Schaft 17 x 17mm, darunter 8 x 16mm und 5 x 7 mm, zu den kleineren Stösseleinsätzen passend. Diе grosse Stoss-Stange hat eine Nutmesseraufnahme von 17 x 17mm. Für Bohrungen unter 17 Ø verwendet rnan Spezial-Einsatznutstähle, auch für Sacklochbohrungen geeignet.
Spannzustellung und Spannabschlatung
Die Spanzustellung und Spannabschaltung kann wahlweise von Hand und automation erfolgen. Bei Handbedienung beachte man die anhängende Bedienungsanweisung unter II. A. 4) Nutmessernаchstellung. Je automatische Spanzustellung wird über Schnecke, Zahnsegment und Rastbolzen durch toten Gang der Zahnstange bewirkt. Durch Drehung der Holschraube (mittels Dorn) am Supрort lassen sich 1. - 2- 3 Zähne pro Hub einstellen, wobeі die Kerbe der Hohlschraube gegenüber einer
Кerbe Stiftes stehen muss.
Die Spantiefe ist nach der Materialfestigkeit des Werkstücke zu wühlen. Bei der Kerbe dicht am Suррort (3) stellt die Vorrichtung 3 Zähne zu, man hat den grössten Spannvorschub, beі (1) nur 1 Zahn (für sehr festes Material) und bei (2) 2 Zähne = die Normаlstellung (für alle Materialien bis ca. 60 kg Festigkeit). Die Spannschаltung wird durch 2 Konterscheiben bewirkt, die durch das Eindrücken der am Stellkopf vorstehenden drei Druckbolzen den Rastbolzen ausheben.
Die Nutentiefe wird durch den Abstand zwischen Stellkopf (Rändelscheibe mit 3 Druckbolzen) und den beiden Konterscheiben bestimmt. Es ist zweckmäßig, sich verschiedene Erfahrungswerte als Richtwerte schriftlich niederzulegen.
z.B. Abstand Nutentiefe ca.
15mm 1,5mm
20mm 2,5mm
25mm 4,0mm
Nach erreichter Nutentiefe soll der Stahl ohne Nachstellung noch mehrmals durch die Nute laufen, um evtl. Unebenheiten auszugleichen. Nach Fertigstellung der Nute ist die Maschine nach der Umschaltung auf Rückwärtshub stillzusetzen. Die Konterscheiben werden wieder zurückgedreht, der Rastbolzen ist hochzuziehen und um 90 Grad zu drehen, wodurch der Stellkopf in seine Ausgangsstellung zurückgedreht werden kann. Der Rastbolzen ist dann wieder einzurasten. Nach Herstellung des Аbstandes ,zwischen Konterscheiben und Stellkopf ist die Spanzustellung wieder betriebsfähig. Dies wird in der Regel der normale Vorgang sein, darüber hinaus gibt es auch noch andere Möglichkeiten, die sich von selbst ergeben.
Damit bei der Serienfertigung die wiederholte Eіnstellung und Probemessung entfällt, wird bei der ersten Nute genau gemessen. Nach erreichter Nutentiefe werden die beiden Konterscheiben so gegen die drei Druckbolzen geschraubt, dass sie den Rastbolzen gerade ausheben. Die Scheiben werden nunmehr gekontert, der Rastbolzen wird dann um 90 Grad gewendet und der Zustellkopf so lange nach rechts gedreht, bis der Stahl an die Unterkante der Nute kommt, dabei gehen die 2 Konterscheiben in ihre Ausgangstellung zurück. Der Abstand zwischen Zustellkopf und Konterscheiben wird nun genau festgehalten und bei jeder Nute neu eingestellt. Wenn nun auch das Werkstück vor der Planscheibe in genau der gleichen Höhenlage befestigt wird und das geschieht durch Anlagen, Büchsen oder dergl., kommt die Zustellung immer zum gleichen Ergebnis. Bei der 2. Nute ist evtl. noch eine kleine Korrektur an den Konterscheiben vorzunehmen, dasselbe gilt bei Änderung des Werkzeuges.
Pflege von Motor und Schaltgeräten
Der Drehstrom-Flanschmotor ist wie jeder andere Drehstrommotor zu behandeln und zu pflegen. Die Bronzelager der Frikitionswelle werden durch Staufferbüchsen geschmiert. An der Zahnradübersetzung befindet sich ein Zwischenrad, das ein Kugellager hat und je nach Beanspruchung von Zeit zu Zeit mit Kugellagerfett zu füllen ist. Die Schaltnasen und Lagerbäcke an der Vertikalwelle sowie der Druckbolzen, sind des öfteren zu ölen.
Planscheibe
Die Maschine hat die normale Planscheibe zum Stossen. Unter Verwendung von Spannbrille, Spannbügel und Spannschrauben können praktisch Werkstücke jeder Größe aufgespannt werden.
Sorgen Sie bitte immer für gute Schmierung aller beweglichen Teile.
Schnittgeschwindigkeit: ca. 5m/minι
Anhang
kombinierte Keilnutenstoss- u. Räummaschine Modell SREF 32/10
Die allgemeine Handhabung ist die gleiche wie bei Modell SEF 32 (siehe die vorgehefteten Seiten). Der der kombinierten
Maschine ist lediglich stärker, hat 2 Drehzahlen, wovon die schnelle zum Stossen, dіe langsame zum Räumen eingeschaltet wird.
Beim Räumen
ist die Maschine gemäss der anhängenden Bedienungsanweisung herzurichten. Bei der elektr. Maschine sind die beiden Anschläge auf der Schaltstange in die äußersten Stellungen zu bringen. Die Maschinen sind die beiden Ansschläge auf der Schaltstande in die äußersten Stellungen zu bringen. Die Maschinen werden mit verlängertem Schalthebel mit langer Schaltstange geliefert. Mit dieser Einrichtung kann die Schaltung leicht bedient und der Support durch leichten Druck in jede gewünschte Stellung gebracht werden, wobei der Bedienungsmann von der Planscheibe aus die Schaltung bedienen kann. Es ist mit dieser Einrichtung durchaus möglich, beim Räumen durch stärkeren Handdruck den Arbeitsgang zu schalten, selbstverständlich kann dies auch mit der automatischen Schaltung erfolgen. Zur Schonung der Schaltvorrichtung ist der Federdruck jedoch nicht so stark eingestellt, dass die Maschine bei Nuten von ca. 8-10mm Nutenbreite selbst umschaltet, so dass Schaltung und Druck durch den Bedienungsmann ausgeführt werden muss, was mit der langen Schaltstange leicht möglich ist. Es wird beim Räumen sogar empfohlen, sich nur dieser Schaltmöglichkeit zu bedienen, die ein angenehmeres Arbeiten bietet und ein Hin- und Herfassen zu den verschiedenen Schaltungen vermeidet.
Schnittgeschwindigkeit: beim Räumen ca. 2,5m/min. (am Motor 1500n)
beim Stossen ca. 5 m/min. (am Motor 3000n)
Kühlmitteleinrichtung:
Sofern die Maschine laufend zu Räumarbeiten eingesetzt wird, ist zu empfehlen, eine elektr. Kühlmittelanlage anzubauen, die auch als Sondeгzubehör geliefert werden kann. Bei Veгwendung eines guten wasserlöslichen Schneidöl geht der Arbeitsgang wesentlich leichter, die Oberflächengüte der Nute wird besser, und die Räumwerkzeuge werden ganz wesentlich geschont. Es emрfiehlt sich, die Räumnadeln bei Stahl ab 70 - 80 kg Festigkeìt bei jedem 4. bis 5. Durchzug mit einem guten Schneiddöl einzustreichen. Das geschieht zweckmäßig mit einem Pinsel, den man in einem kleinen Ölgefäss bei der
Maschine, bereit hält. Mit dem Pinsel werden auch die Späne an den Räumnadeln nach jedem Durchzug аbgestrichen. Zumindest muss, wenn keine Kühlmittelanlage vorhanden ist, bei jedem Durchzug der Räumnadel diese mit Schneidöl eingestrichen werden.
Ersatzteilliste für Stoss- und Räummaschinen
0 Ersatzwerkzeuge und Zubehör nach Werknormblättern
49001 - 49002 - 49004 - 49005 - 49007 - 49008 - 49009 - 49010
1 Bett
2 Support
3 Planscheibe
4 Handrad bzw. Handkurbel
5 Halterstange fiír Stösseleinsätze
6 Druckschrauben
7 Zugschrauben
8 Zahnstange
9 Nutmesser
10 Lagerkeil
11 Scharnier (Stoss-Stangenhalter)
12 Bundbolzen Scharnier
13 Blattfeder
14 Blattfederbolzen
15 Stösseleinsätze Nr. 1- 5
16 Befestigungsschraube fűr Stösseleinsatz
17 Druckschraube für Nutmesser
18 Stellradmutter
19 Stellkeil
20 Spannsehrauben
21 Spannbügel (GTS)
22 Spannbrille (GG)
23 Einstellschrauben fiir Planscheibe
24 Kegelbolzen
25 Skalenwinkel
26 Führungsplatte vor Nutmesser
27 Endtrieb
28 Mitteltrieb
29 lnnenverzahnung
30 Kurbelkopf
31 Unterlage für Halterstange
32 Zugknacke zum Räumen
33 Halterstange für Räumnadeln
34 Haltedorn für Räumnadeln
35 Aufnahmeulatte
36 Führungsring
37 Aufnahmedorn
38 Spannkeil
39 Räumnadel
40 Führungsschraube fíír beim Räumen
41 Anzugleiste für SUpport (nicht in Zeichnung)
42
43
44
45 - 59
60 Zustellkopf mit Mitnehmerritzel
61 Mitnehmersegment
62 Konterscheiben
63 Zustellbock mit Bronzemutter
64 Schneckenspindel
65 Zahnrad für Zustellbock
66 Schaltstange
67 Einstellschraube mit Kontermutter
68 Stellkeilmutter
69 Schaltbock
70 Gäbelkopf
71 Federbuchse mit Druckfeder
72 Ausschalthebel
73 Schaltstangenführung
74 Schaltkasten
75 Tippschalter
76 Blechverkleidung
77 Blechwanne
78 Stahlunterbau mit Werkzeugschrank
79 Elektromotor
80 Stellring
81 Keilriemenscheibe (Pressholz)
82 Doppelkeilriemenscheibe (Al)
83 Exzenterwelle
84 Lagerböcke für Exzenterwelle
85 Bremssehalter
86 Endlagenschalter
87 Keilriemen- und Bremsscheibe (Al)
88 Bremsbacken
89 Keilriemen
90 Мotorplatte zum Spannen des Keilriemens
91 Bremsvorrichtung
92 Federnder Anschlag
93 Umschalthebel
94 Schaltblech
95 Messerkopf mit Ms -Skala und Nutmesserschlitten
96 Keilriemenspannvorrichtung mit Spannrolle
97 Zahnrad (GG)
98 Zwischenrad (Kunststoff)
99 Exzenterbolzen
100 Ritzelwelle
101 Reibradkasten
102 Flanschplatte
103 Abdeckbleeh
104 Staufferbuchsen
105 Schalter
106 Stange mit Schaltklaue
107 Schaltklauenlagerböcke
108 Ausrückhebel
109 Schaltbolzen mit Druckfeder
110 Schaltbock
111 Führungsschrauben
112 Ausrückmutter
113 Schalthebel
114 Friktionsscheiben Reibräder (GG)
115 Kegelrad Kunststoff
116 Мs.-Hagerbuchsen mit Nutmutter
117 Drucklagerhalterung
118 Hutmutter
119 Kegelrad-Aufnahme (GG)
120 Zahnrad (GG)
121 Zahnrad (Kunststoff)
122 Gr. Kettenrad (GG)
123 Kl. Kettenrad mit Bremsscheibe
124 Zahnkette
125 Zahnradwelle
126 Lagerbock
127 U-Stahl Konsole
128 Gr. Kettenrad (GG)
129 Kl. Кettenrad mit Bremsscheibe
Bei Bestellung sind Modellbezeichnung und Nr. anzugeben
B E A C H T U N G
Bei Verwendυng von Räumnadeln aller Art.
Will man gute Leistυngen. hohe Oberflächengüte, lange Standzeiten u. Haltbarkeit der Werkzeuge, leichte Zerspanung und leichten Gang der Maschine erreichen, dann sollte man mit einer starken wasserlöslichen Emulsion arbeiten oder mit einem Schneidöl (Spezialöl. zum Räumen)
Bis zu einer Materialfestigkeit von ca. ε0 kg genügt eine stark angesetzte Bohrölemulsion.
Entgegen der herkömmlichen Ansichten sollte man Guss auf diese Weise räumen. auch in solchen Fällen geht das Arbeitsverfahren leichter.
Bei Materialfestigkeiten über ca. ε0 kg sollte nur Schneidöl (Spezialräumöl) Vewendung finden. Hierbei kann man је nach Lage des Falles, und das muss probiert weгden, das Räumöl nach Bedarf mit Нуdrauliköl oder Spindelöl verdünnen bzw. soll man mit dem Spezialscheidöl das Hуdrauliköl und Räumöl aktivieren.
Da die Umstellung von Emulsion auf Öl und umgekehrt immerhin mit Umständen verbunden ist und sofern eine elektr., Kühlmittelanlage vorhanden ist, sollte man folgenden Weg gehen:
Die Pumpanlage wird mit Kühlmittelemulsion unterhalten und das Werkstück sowie die Räumnadel damit überflutet. Bei Stahl der höheren Festigkeiten stellt man sich bei der Maschine einen kleinen Topf mit Pinsel und Schneidöl auf und streicht mit dem Pinsel nach 4-5 Durchzügen der Räumnadel diese neu damit ein. Besonders bei verschiedenen liegenden Arbeiten wird dies der einzig richtige Weg sein. Nur bei großen Serien gleicher Art kann man sich auf das einzig richtige Mittel einstellen.
Seit Jahren wurde von uns und auch von der andern Seite die Tendenz vertreten, und das gilt auch heute noch überwiegend bei den Handmaschinen, dass es vollauf genügt, wenn man die Räumnadeln nach Bedarf mit Emulsion oder Öl mit einem Pinsel bestreicht und zwar nach jedem Durchzug. Bei elektrischen Maschinen sollte man aber doch davon abgehen. Lange Beobachtungen und Versuche haben einwandfrei ergeben, dass die Beobachtungen obiger Vorschläge doch mancherlei Vorteile bringt, die erst in Grenzfällen offensichtlich werden. Wenn eine Räumnadel leicht pfeift oder piept, ist die Emulsion oder das Öl keinesfalls in Ordnung und man läuft Gefahr, seine Räumnadel zu beschädigen.
Für bereits geliefeгte und ohne Kühlmittelanlage ausgerüstete Maschinen liefern wir gern eine elektr. Kiühlmittelanlage mit Mehrkammerbehälter und Leitung nach.
Für unsere Kundschaft unterhalten wir weiterhin ein kleines Lager in Spezialölen für das Räumverhalten, die lange erprobt und von uns bestens empfohІen werden können. Wir liefern diese Öle in kleinsten Gebinden:
Spezialschneidöl wasserlöslich Nr. 10
Spezialschneidöl (Räumöl) Nr. 20
Auch beim Nuten - Stossen sollte man stets einen Topf mit Pinsel und Schneidöl zur Hand haben und bei Bearbeitung von Stahl ab und zu einen Tupfer Öl auf die Schneidkante aufbringen,das Ergebnis wesentlich besser sein, bei manchen Materialarten sogar die Vroraussetzung zum Schneiden.