Weiler CONDOR Drehmaschine

Bedienungsanleitung für Hochpräzisions-
Werkzeugmacher- und Produktions-Drehmaschinen
Baureihe
Modell W mit stufenloser Drehzahlregelung
Maschinen-Nr.:
Modell VS mit Drehzahl-Vorwählschaltung
Maschinen-Nr.:
WEILER KG WERKZEUGMASCHINENFABRIK
HERZOGENAURACH/NÜRNBERG GERMANY
Inhaltsverzeichnis
Bedienungsanleitung Condor
1. Eingang der Maschine Bedienungsorgane Fig. 4
Auspacken Anschluβmaβe Fig. 5
Prüfen der Lieferung Maschinen-Nr. Metr. Vorschubtabelle/GewindetabelIen Fig. 6
Transport Zusatz-Gewindetabelle Fig. 7
Elektrischer Anschluβ Zusatz-Gewindetabelle Fig. 9
Reinigen und Schmieren Vorschub- und Gewindetabelle USA Fig. 10
Kühlmitteleinrichtung Zusatz-Gewindetabelle USA Fig. 11
Fundamentplan Fig. 1 Schlosskasten
Elektrischer schaltplan Fig. 2 Fallschnecke Anschlagdrehen
Schmierplan Fig. 3 Werkzeugschlitten
Nachstellen der Längs- und Planspindellagerung
Reitstock
Aufbau der Maschine
Spindelstock 3. Hauptantrieb
Nachstellen der Spindel-Stützlagerung Antrieb mit Keilriemen-Variatorgetriebe
Nachstellen des Spindel-Hauptlagers Drehzahlregelung
Ausbauen der Drehspindel Wartung
Keilriemenwechsel Riemenwechsel
Vorschubräderkasten Antrieb mit Vorwählstufenschaltgetriebe
Wechselrad-Vorschubantrieb Bedienung und Wartung des Getriebes
Keilriemen-Vorschubantrieb Riemenwechsel
Anhang
Schnittzeichnungen und Ersatzteillisten
Spindelstock ET 11/5 Keilriemen-Variatorgetriebe ET 56-U 5/1
Vorschubraderkasten ET 25/2 Vorwähl-Stufenschaltgetriebe ET 23/2
Werkzeugschlitten ET 13/3 Wechselradgetriebe ET 17/5
Reitstock ET 14/2 Bett ET 18/3
Schloβkasten ET 15/3
Condor W
Condor VS
1. Eingang der Maschine
Auspacken
Der Behälter, bzw. die Kiste ist an der besonders gekennzeichneten Stelle zu öffnen. 
Prüfen der Lieferung, Maschinen-Nummer
Nach sorgfältigem Auspacken und Entfernen aller Befestigungsteile ist die Maschine auf Unversehrtheit und Vollständigkeit des Zubehörs zu prüfen. Reklamationen sind sofort unter Angabe der Maschinen-Nummer bei den Lieferanten geltend zu machen. Die Maschinen-Nummer ist am rechten Bettende Reitstockseite an dem vorderen Führungsprisma in das Bett eingeschlagen.
Transport
An der linken Seite des Unterbaues und an der rechten Seite des Drehbankbettes befinden sich Durchgangslöcher für Transportstangen, an die das Seit für den Kran, bzw. die Laufkatze gelegt wird siehe Fig. 9. Um die Bedienungselemente und die Lackierung der Maschine nicht zu beschädigen, sind nur Hanfseile zu verwenden. Steht weder ein Kran noch ein niedriger Plattenwagen zur Verfügung, kann die Maschine auch mittels einer entsprechend bemessenen Holzbohle fortbewegt werden.
Aufstellen und Ausrichten
Um die gröβte Drehgenauigkeit zu erreichen, ist die Drehbank, wie in Fig. 9 dargestellt, mit einer Präzisionswasserwaage TeiIstrich 0,02 mm auf 1000 mm
auszurichten. Zum Ausrichten in der Längsachse setzt man die Wasserwaage direkt auf die Flachführung für den Reitstock. 
Für nachträgliche Korrekturen sind neben den Fundamentschrauben besondere Stellschrauben angebracht.
Eiektrischer Anschluß
Die elektrische Ausrüstung ist je nach Ausführung der Maschine unterschiedlich. Einzelheiten sind aus dem beigefügten Schaltplan ersichtlich. Die elektrische Standardausrüstung nach VDE-Vorschriften umfaßt den im Unterbau montierten Hauptantriebsmotor mit allen für den AnschIuß an das Betriebsnetz erforderlichen Verdrahtungen sowie Wendeschalter, Motorschutzschalter und
Maschinen-Hauptschalter. Der Anschluß der Maschine an das Versorgungsnetz, der nur von einem versierten
Elektriker vorgenommen werden sollte, erfolgt über einen an der Rückwand der Drehbank angebrachten Klemmkasten. Alle elektrischen Schaltgeräte, mit Ausnahme des Wendeschalters, sind leicht zugänglich im rechten Teil des Unterbaues auf einer den lnnenraum vollständig
abdichtenden Geräteplatte montiert. Der Motorwendeschalter befindet sich im rechten Ende des Drehbankbettes und wird über eine Schaltwelle durch einen an der rechten Seite des SchIoßkastens angeordneten Sicherheitshebel für Rechtslauf, Stillstand und Linkslauf betätigt. Reinigen und Schmieren
Vor lnbetriebnahme ist die Drehbank mit einem weichen Putzlappen gründlich zu reinigen. Im Schmierplan sind die einzelnen Schmierstellen nach Häufigkeit und Art des Schmiermittels angeführt. In die Getriebekammern im Spindelstock, Nortonkasten und Schloβkasten ist soviel Öl eingefullt, daß es im Stillstand bis zur Hälfte der Ölstandsaugen reicht. Die Ölstandsaugen sitzen im Norionkasten und SchIoßkasten an der Vorderseite. Im Spindelstock befindet sich das Ölstandsauge für die hintere Kammer an der hinteren Seitenwand, abgedeckt durch den Räderschutzkasten. Für die Getriebekammer des Spindelstockes ist an der Rückseite des Spindelstockes ein Öl-Ablaβstutzen angebracht, der von der Ölwanne aus durch die hintere Bettwand hindurchgeht. Dieser AbIaßstutzen ist mit einem Standröhrchen versehen. Die richtige Ölmenge ist hier durch eine Markierung am Standröhrchen gegeben. 
Der unterhalb des Getriebes angebrachte transparente Ölschlauch ist zum erleichterten Ölablaβ sowie auch zum Öleinfüllen vorgesehen. Zu diesem Zweck muss dieser von der Wand gelöst und der Messingstopfen herausgezogen werden. Die Entlüftungsschraube ist konstruktiv so ausgelegt, dass diese bei Ölwechsel nicht gelöst werden braucht. Neben dem Schlauchanschluβ befindet sich ein Magnetpfropfen, der bei Ölwechsel herausgenommen werden muss, um anhaltende feine Späne Zahnradantrieb usw. zu entfernen. Vor Eingabe der neuen Ölfüllung ist
ein Ausspülen des Getriebes emprehlenswert.
Auch hier gilt:
Erster Ölwechsel nach 200 Betriebsstunden, spätestens nach 3 Monaten; weitere Ölwechsel nach 100 Betriebsstunden, spätestens nach 6 Monaten.
BEACHTEN:
Die Genauigkeit und die Lebensdauer der Drehbank kann auf lange Zeit nur durch eine einwandfreie und regelmäβige Schmierung gewährleistet werden.
Kühlmitteleinrichtung
An der Reitstockseite der Maschine ist im Unterbau ein Raum vorgesehen, der von der Rückseite über eine abnehmbare, mit Lüftungsschlitzen versehene Tür
zugänglich ist. Diese Kammer dient zur Aufnahme des Flüssigkeitsbehälters einer als Sonderzubehör lieferbaren Kühlmitteleinrichtung. Die auf dem Flüssigkeitsbehälter montierte Flügelrad-Tauchpumpe ist mit einem
Drehstrommotor von 0,1 PS versehen. Die Ein- und Ausschaltung dieses Pumpenmotors erfolgt über einen in die Geräteplatte an der Unterbau-Vorderseite eingelassenen Knebelschalter.
HINWEIS:
Bei der Benützung von Kühlflüssigkeit oder -Öl für die verschiedenen Dreharbeiten ist darauf zu achten, dass das Kühlmittel säurefrei und korrosionsfest ist, um die blanken Führungsbahnen und andere für die Funktion der Drehbank wichtigen Teile vor Rostschäden und die Lackierung vor 
Elektrischer Schaltplan
Wendeschalter
Hauptmotor
Steckdose Pumpenmotor
220 V Netzanschluβ 380 V
max. Vorsicherung
Ölablass und Schauglas zu 11
ÖIablass und Schauglas zu 9
Schmierplan
Bedienungselemente
Anschluβmaβe für den Anbau von Zusatzeinrichtungen
Bettschlitten
Weg
Verlängerter Planschlitten für Kopiereinrichtusg Normalausführung 
Spindelköpfe
Aufbau der Maschine
Spindelstock
Ersatzteilliste ET 11/5
Die Keilriemen-Antriebsseite im Spindelstock ist gesondert gelagert, um die Drehspindel vom Riemenzug zu entlasten. Für den oberen Drehzahlbereich wird die Spindel über eine innenverzahnte Kupplung direkt mit der Antriebswelle, bzw. der Antriebsscheibe verbunden. Die niedrigen Drehzahlen ergeben sich durch Einschalten eines Rädervorgeleges. In dieser Leerstellung läβt sich die Drehspindel leicht von Hand durchdrehen. Zahnkupplung und Rädervorgelege werden mit Hilfe des rechten Schalthebels an der Spindelstock-Vorderseite, und zwar nur bei Stillstand der Maschine betätigt. Die dazugehörige Schaltgabel innen im Spindelstock wird durch den Ölumlauf bei eingeschaltetem Rädervorgelege geschmiert. Deshalb ist es nötig, das Rädervorgelege öfters bei mittleren Drehzahlen mindestens einmal wöchentlich für eіne ganz kurze Zeit einzuschalten, nur damit die Schaltgabel Öl erhält. Mit dem linken Schalthebel am Spindelstock wird der Vorschubantrieb über Zahnräder eingerückt. Die Drehspindel läuft vorne in einem zweireihigen Zylinderrollenlager und hinten in einer Lagerkombination, bestehend aus einem Axial- und einem Schrägkugellager. Beide Lagerstellen sind spielfrei eingestellt und können nachgestellt werden, sobald sich Lagerluft zeigt. Dieser Fall darf unter normalen Umständen allerdings erst nach Jahren auftreten. Auch sollte die Lagernachstellung nur von erstklassigen und geübten Fachkräften vorgenommen werden. Ölwechsel und Schmierung sind im Absatz erläutert. Nachstellen der Spindel-Stützlagerung
Man löst am Spindelende den in der Nutmutter 46 sitzenden Gewindestift, stellt mit Hilfe der Mutter das eingetretene Lagerspiel nach und sichert die Nutmutter wieder mittels des Gewindestiftes. Nachstellen des Spindel-Hauptlagers
Zuerst entfernt man den vorderen Lagerdeckel und löst an der Kreuzlochmutter den am Umfang sitzenden Gewindestift. AnschIießend löst man die Mutter selbst. Jetzt wird der Spindelstock-Deckel abgeschraubt, damit die Nutmutter zugänglich wird. Auch bei dieser Mutter löst man zuerst den Sicherungsstift und stellt dann mit ihrer Hilfe das Lagerspiel nach. Wie aus der Spindelstock-Abbildung
ET 11/5 ersichtlich ist, wird dabei der lnnenring des Zylinderrollenlagers gedehnt. Deshalb ist hier mit großer Umsicht vorzugehen. Nach der Einstellung zieht man die Kreuzlochmutter wieder an und sichert beide Muttern mittels der Gewindestifte. Bei Montage des Spindelstock-Deckels  ist auf gute Abdichtung zu achten.
Ausbauen der Drehspindel
Auch bei dieser Arbeit ist mit großer Umsicht vorzugehen, damit die eingebauten Wälzlager höchster Genauigkeitsstufe nicht beschädigt werden. Vor allem ist auf gröβte Sauberkeit zu achten. Man entfernt zunächst den vorderen Lagerdeckel und den Spindelstock-Deckel. Nachdem auch die Nutmutter am Spindelstockende vollständig gelöst ist Sicherungs-Gewindestift beachten, löst man nun auch die hinter dem Kupplungsrad sitzende Nutmutter soweit wie möglich. Nun wird die Drehspindel so weit nach vorne herausgedrückt, bis die Nutmutter wieder am Kupplungsrad ansteht. Löst man jetzt die Nutmutter vollständig, so ist die Drehspindel in der Längsrichtung frei und kann nach vorne herausgedrückt werden. Beim Zusammenbau der Drehspindel sind einige Sicherheitsmaβnahmen erforderlich. Damit beim Einziehen der Spindel das Kugellager der Riemenscheibe nicht
beschädigt wird, ist es unbedingt nötig, den Zwischenraum zwischen Riemenscheibendeckel und Lagerdeckel mit einer ca. 1800 umfassenden Zwischenlage auszufüllen. Auf dieselbe Weise sollte beim Zusammenbau auch eine leicht
lösbare Zwischenlage zwischen Nutmutter und Kupplungsrad angebracht werden, die mittig allerdings so ausgespart werden muss, dass man auf die Spindel
durchsehen kann. Der lnnenring des Zylinderrollenlagers soll mittels der Kreuzlochmutter so weit von seiner konischen Sitzfläche heruntergedrückt werden, dass er sich leicht drehen läβt. Danach die Kreuzlochmutter sofort wieder zurückdrehen Nun zieht man die Drehspindel so weit ein, bis lnnenring mit Käfig und Rollen des Zylinderrollenlagers sich unter Drehung von Hand in ihrem Auβenring gut zentriert haben. Beі weiterem Einziehen wird durch die erste Zwischenlage das Gewinde für die
Nutmutter sichtbar. Jetzt entfernt man die Zwischenlage, schraubt die Mutter auf und zieht die Spindel in ihre Endlage weiter ein. Anschließend stellt man wie im vorhergehenden Absatz beschrieben das Lagerspiel der beiden Lagerstellen ein.
Keilriemenwechsel
Müssen die beiden Schmalkeilriemen gewechselt werden, baut man zuerst die Drehspindel aus und entfernt auch die Zahnradbüchse. Jetzt ist es möglich, die Riemen zwischen Riemenscheibe und Spindelstock-Querwand hindurchzuziehen. Es müssen immer neue Riemen, die als Riemensatz von genau gleicher Länge geliefert werden, zum Einbau kommen.
Vorschubräderkasten
Ersatzteilliste ET 25/1
Der Vorschubräderkasten ist in vollkommen geschlossener Bauform ausgeführt. Alle Räder sind geschabt oder geschliffen und laufen in einem gemeinsamen Ölbad. Die Getriebeeinheit besteht aus einem zwölffachen Stufenräderblock mit Schwenkradschaltung, einem fünffachen Vervielfältigungsblock mit verschiebbarem
Schaltrad und einem Schieberadwendegetriebe. Mit dem im Wechselradantrieb aufgesteckten Rädersatz sind am Getriebekasten insgesamt 60 Schaltungen für Vorschübe im Bereich 1:34 sowie zugehörige Gewindesteigungen gegeben. Die Vorschub- und Gewindeschaltung erfolgt auf einfache Weise. An der linken Wählscheibe, die mit einem Schwenkhebel zum Ent- und Verriegeln der Schaltstellungen versehen ist, sind die Schaltstufen 1- 12 des Grundgetriebes vorwählbar. Um die gewünschte Grundstufe einzustellen, muβ zunächst der Schwenkhebel
nach links umgelegt werden, wodurch die Verriegelung im Getriebe aufgehoben und die Wähltrommel selbst auch freigegeben wird. Ist durch Drehen der Wählscheibe die benötigte Schaltstufe eingestellt worden, wird sodann der Schwenkhebel wieder in seine Normalstellung zurückgeschwenkt. Zu beachten ist, dass die verfügbaren zwölf Grundstufen mit der Trommel immer nur der Zahlenreihe entlang wählbar sind, also nicht von Stufe 12 auf Stufe 1 weitergeschaltet werden kann.
Über die zweite Wählscheibe mit markierten Schaltstellungen A-B-C-D-E sind fünf Übersetzungen, welche der Multiplizier-Getriebeblock abgibt, іm Verhältnis und zu schalten. Durch Drehen der Trommel um eine Schaltstellung nach rechts werden die Vorschub- bzw. Steigungsgröβen jeweils halbiert. Der Schalthebel rechts betätigt das Wendegetriebe und dient zum Umsteuern der
Leitspindel beim Schneiden linksgängiger Gewinde sowie der Zugspindel zur Umkehr der Vorschubrichtung.
Wechselrad-Vorschubantrieb
Beim Modell CONDOR-W mit Keilriemen-Variatorgetriebe wird der Vorschubantrieb von der Drehspindel durch ein Schieberad mit Hebelschaltung abgeleitet und über die Wechselräder am Scherenfeld auf den Vorschubräderkasten übertragen.
Keilriemen-Vorschubantrieb
Bei der CONDOR-Schnelldrehmaschine Modell VS mit Vorwählschaltgetriebe, die riemengetriebene hohe Spindeldrehzahlen bis 2800 U/min erlaubt, ist in der
Wechselradebene ein zusätzliches Vorschubsystem mit Keilriemen eingebaut, dass von der Drehspindel direkt auf die Eingangswelle des Vorschubräderkastens treibt. Dieser Keilriemen-Vorschubantrieb ermöglicht, bei der Feindrehbearbeitung wie auch beim Schlichtdrehen mit Drehzahlen im oberen Bereich hohe Oberflächengüten zu erzielen. Durch den elastischen Riemenvorschub werden schädliche Resonanzerscheinungen an der Drehspindel vermieden und die Wechselräder, die ebenso wie die Antriebsräder im Spindelstock außer Eingriff bleiben, geschont. Der Bereich der Keilriemenvorschübe mit 60 Schaltstufen erstreckt sich von 0,037 - 1,153 mm/U zum Langdrehen und mit halben Werten zum Plandrehen. Während der Keilriemen-Vorschubantrieb zum Drehen mit automatischen Längs- bzw. Planzugbewegungen durch die Zugspindel bestimmt ist, muss zum Gewindeschneiden mit der Leitspindel stets das Wechselrädergetriebe Ersatzteileliste
Hinweise für Schmierung des Vorschubräderkastens sowie für Ölwechsel sind im Abschnitt 1 - 7 gegeben.
Schloβkasten
Ersatzteilliste ET 15/3
Im SchIoßkasten sind die Getriebe- und Schaltelemente für Lang- und Planzug, Fallschnecke und auch die Schloβmutter untergebracht. Die Schaltelemente sind
gegeneinander verriegelt, so dass Fehlschatlungen nicht vorkommen können. Die Leitspindel soll nur zum Gewindeschneiden verwendet werden, und ist gegen
Überlastung durch einen Scherstift gesichert. Sie besitzt gleiche Enden, kann also bei einseitiger Abnützung umgesteckt werden. Zu diesem Zweck ist das rechte
Leitspindellager loszuschrauben, die beiden Paßstifte sind nach innen durchzuschlagen. Nach Lösen des an der lnnenseite sitzenden Deckels läβt sich das Leitspindellager nach rechts wegziehen. Bei geöffneter SchIoßmutter kann die Leitspindel durchgeschoben werden.
Metrische Vorschubtabelle
Längsvorschübe іn Millimeter pro Spindelumdrehung
Planvorschübe = der Längsvorschübe
Gewindetabellen
Gewinde Modulgewinde
Zusätz-Gewindetabelle
Metrísche Leitspindel, Steigung 6 mm
Zoll-Vorschubtabelle
Längsvorschübe in Zoll pro Spindelumdrehung
Wählscheiben am Vorschubkasten Wechselräder-Anordnung
Zollgewinde 
Für Vorschubkasten іn Sonderausführung Typ USA mit Zugspindel und Leitspindel in Steigung V. 
Die Fallschnecke im Schloβkasten ermöglicht in Verbindung mit einem auf dem Bett festklemmbaren Anschlagblock ein genaues Anschlagdrehen in beiden Richtungen. Der Auslösedruck für die Fallschnecke läβt sich durch die Rändelschraube an der linken Seitenwand des Schloβkastens einstellen. Damit die Fallschnecke
auch ihre Funktion als Sicherungselement gegen Überlastung erfüllen kann, ist die Rändelschraube immer auf möglichst niedrige Drücke einzustellen.
Werkzeugschlitten
Ersatzteilliste ET 13/3
Der Werkzeugschlitten umfaβt den Bett-, Plan- und Oberschlitten. Plan- und Oberschlitten werden durch kugelgelagerte Spindeln bewegt, die mit feingeteilten
Skalen-Scheiben versehen sind. Die Skalenscheibe für den Langzug befindet sich am Handrad des Schloβkastens.
Beim Plandrehen wird der Bettschlitten mittels der lnnensechskantschraube, die sich an der vorderen oberen Fläche befindet, am Drehbankbett festgeklemmt. Es können auch beim Plandrehen Anschläge in beiden Richtungen verwendet werden, da sich die Fallschnecke leicht auf die erforderlichen Kräfte einstellen läβt.
Nachstellen der Längs- und Planspindellagerung
Das Lagerspiel in der Spindellagerung läβt sich mittels zweier Nutmuttern nachstellen. Diese werden zugänglich, wenn man die Skalenscheibe bzw. verschiebt.
Die Spindelmutter des Planschlittens ist nachstellbar, damit auch das Gewindespiel jeweils eingestellt werden kann. Das Nachstellen wird durch Hineinschrauben des Gewindestiftes, der zwischen den beiden lnnensechskantschrauben sitzt, vorgenommen. Dabei müssen die beiden lnnensechskantschrauben leicht gelöst werden, damit der vom Gewindestift nach unten gedrückte Keіl  die beiden Mutternhälften nach außen drücken kann.
Reitstock
Hauptantrieb
Antrieb mit Keilriemen-Variatorgetriebe
Der Drehstrommotor und das stufenlose Getriebe sind als Antriebseinheit auf einer Guβplatte zusammengefaßt und im linken Teil des Unterbaues schwingungsisoliert befestigt. Die Kraftübertragung erfolgt mittels eines Breitkeilriemens über eіn regelbares Scheibenpaar auf die Getriebewelle und von dieser über Schmalkeilriemen auf die Drehspindel.
Der Aufbau des stufenlosen Regeltriebes geht aus der Schnittzeichnung ET56-U5/1 hervor. Die beiden Keilriemenscheiben bestehen aus je 2 Scheibenhälften, von
denen eine fest und eine beweglich angeordnet ist. Die untere, regelbare Scheibenhälfte gleitet auf einer direkt auf der Motorwelle sitzenden Hohlwelle, und wird von einer kurzen Regelspindel bewegt. Von der auf der Getriebewelle
angeordneten, oberen Riemenscheibe, ist eine Scheibenhälfte stark gefedert. Wird nun an der Motorscheibe geregelt, so passt sich die getriebene obere Scheibe automatisch im wirksamen Laufdurchmesser dieser Stellung an, und es ändern sich damit Riemengeschwindigkeit und Drehzahl.
Drehzahlregelung
Es darf nur bei laufender Maschine am Handrad gedreht werden. Bei stehender Drehspindel verklemmt sich der Breitkeilriemen infolge seiner Haftreibung in den
Riemenscheiben, und das führt zur Überlastung der Steuerorgane, besonders der biegsamen Welle. Um diese auch vor unbeabsichtigter Überbeanspruchung zu
schützen, ist zwischen Handrad und Welle eine einfache Kugelrutschkupplung eingebaut. Bei starkem Kraftaufwand am Handrad rutscht diese Kupplung durch.
Wartung
Im Schmierplan ist angegeben, wie oft die Schmierstellen des stufenlosen Getriebes nachzuschmieren sind. Unsere Werkstoffpaarung Kunststoff mit nitriertem Stahl, sichert geringen Verschleiß und leichte Regelbarkeit bei geringsten Fettmengen.
Die Getriebewelle ist in abgedichteten und mit Spezialfett gefüllten Kugellagern geführt, welche keiner Wartung bedürfen. Von Zeit zu Zeit, am besten gleichlaufend mit den Nachschmierfristen, ist auch die Riemenspannung des oberen Riemenpaares zu überprüfen. Wenn nachgespannt werden muss, löst man an den unteren Gummipuffern die Muttern, an den oberen die Befestigungsschrauben und läβt das Gewicht der Antriebseinheit voll auf die Riemen wirken. Dieses Gewicht reicht unter normalen Umständen aus, um auch im unteren Drehzahlbereich einen guten Durchzug zu gewährleisten. Der Breitkeilriemen braucht nicht nachgespannt zu werden, seine ausreichende Spannung bewirkt die Druckfeder.
Die getriebene und gefederte obere Riemenscheibe wird vom Aufnahmearm getragen, weicher auf der Grundplatte  verstellbar angeordnet ist. Diese Verstellbarkeit wird benötigt, um den genauen Drehzahlbereich einstellen zu können.
Riemenwechsel
Für den Riemenwechsel des Schmalkeilriemenpaares vom Getriebe zur Drehspindel ist im Abschnitt eine Anleitung gegeben. Das Schmalkeilriemenpaar vom Motor zum Getriebe kann durch Lösen der Spannschraube und Anheben der Motorplatte auf einfache Weise gewechselt werden. Auch hier dürfen keine Einzelriemen, sondern immer nur das komplette Paar ausgewechselt werden.
Anhang
Schnittzeichnungen und Einzelteilelisten
Annex
Werkzeugschlitten
Längsspindel
Längsschlitten-Oberteil
Reitstock
Tailstock
Führungsplatte 
Tailstock 
Mutter mit Schaft
Pinolenspannbacken
Reitstockpinole mit Aufnahmekegel
Skalenscheibe am Handrad

Die Originalbroschüren stehen zum Verkauf. Eine Vorschau wird angezeigt. Der Preis der Broschüre ist auf Anfrage erhältlich.